Catherine: Hallo Alex, hallo Tina, ich freue mich, dass ihr heute hier seid.
Tina: Hi, wir freuen uns auch.
Alex: Danke für die Einladung in deinem Podcast.
Catherine: Ja, ich freue mich total, dass ihr heute hier seid. Es ist ja super spannend für mich heute. Ich habe es ja gerade schon gesagt. Erstens, die erste Aufnahme so zu dritt und zweitens dann auch noch heute ein richtig tolles, ganz besonderes Interview. Einfach wirklich mal die Expertenperspektive hier reinzukriegen. Ihr seid ja auf Instagram unterwegs als die Baufi-Schwestern und ihr seid ja auch mit eurer Firma Wunschfinanzierung. beglückt ihr ja ganz viele eurer Kunden und helft denen. Und heute erzählt ihr mal allen Zuhörerinnen da draußen, was es sich eigentlich bei einer Baufinanzierung handelt und was man so alles toll aufstellen kann. Dafür erstmal schon mal auf den Voraus. Vielen, Dank. Ich denke, es wird viele da draußen geben, die das sehr, sehr interessiert.
Tina: Sehr gerne, ja. Hoffen wir es, dass viele sich damit beschäftigen.
Catherine: So. Ja, auf jeden Fall. Ja, starten wir einfach gleich mal damit rein. Ich hab mir ja auch schon einen Podcast angehört, den ihr schon mal vorher gemacht hattet. Ich fand das ja auch total spannend. Ihr habt erzählt, ihr seid ja eigentlich auch schon sehr, sehr früh mit dem Thema Immobilien in Verbindung gekommen durch eure Power-Mama, die mit euch ein Haus gebaut hat.
Tina: Ja genau, sonst der Mama war ja alleinerziehend mit uns und hat es einfach trotzdem in der Zeit geschafft ein Eigenheim zu bauen oder ein Haus zu bauen und deswegen hatten wir auch das Glück als Kinder dann im Eigenheim groß zu werden mit Garten. War echt cool.
Catherine: Der Wahnsinn. Und hat das dann bei euch schon direkt auch die Leidenschaft für Immobilien entfacht oder kam die dann erst später in der Bank?
Alex: Ja, wahrscheinlich erst später auf jeden Fall. Da war man noch bisschen zu jung, uns mit dem Thema wirklich auseinanderzusetzen. Aber ich denke, es hat uns auf jeden Fall später geholfen, dass wir mutiger an die ganze Sache auch selber rangehen können.
Catherine: Ja, das kann ich nachvollziehen. Als ihr so aufgewachsen seid, war da auch schon dieses Thema eben ein eigenes Haus zu bauen, eigenes Haus zu haben, dieser ganze Vorsorgegedanke, war der schon da sehr präsent bei euch oder auch da erst später mit in Berührung gekommen?
Tina: Ja, das war für uns natürlich mega cool, dass die Mama das machen konnte. es ging jetzt auch nie beim Abendessen irgendwie ums Thema Altersvorsorge, ETFs und Sparen oder so.
Catherine: ...
Tina: Der Gedanke war schon immer, was kann sie der Familie als alleinerziehende Frau quasi ermöglichen oder uns ermöglichen. Aber wir waren da als Kinder nie so damit in Berührung eigentlich.
Catherine: stehe. Ja, so geht es ja eigentlich so ganz, ganz vielen, dass man da von zu Hause oder halt eben auch in der Schule noch gar keine Berührungspunkte damit hatte. Ich persönlich auch. Und man bringt sich das dann alles so im Laufe der Zeit irgendwo selber bei.
Tina: Mhm.
Catherine: Genau. Wie seid ihr denn dann zum Thema Baufinanzierung gekommen?
Alex: Genau, das ist so relativ zufällig, dass auch unsere beiden Wege sich da wieder getroffen haben. Ich habe eine Bankausbildung damals gemacht und habe dann zwischenzeitlich eigentlich überlegt, dem Finanzdienstleistungsbereich auch wieder mal auszusteigen
Catherine: Ja.
Alex: und war nach der Bank dann bei einem größeren Versicherungsunternehmer noch und bin dann aber so mit dem Thema Baufinanzierung auch schon in Berührung gekommen und dachte mir, das ist was, das kann ich mir vorstellen, es länger zu machen, aber ich bin sehr beschränkt in den Möglichkeiten, weil ich nur die Produkte von diesem einen Unternehmen sozusagen habe. Und so hat sich es dann auch ergeben, dass ich mich als Finanzierungsexpertin selbstständig gemacht habe, damals noch unter einem Dach, so die Möglichkeiten überhaupt mal kennenzulernen, was macht ein Finanzierungsvermittler oder eine Finanzierungsvermittlerin und dann Ja, hat die Tina einen relativ elichen Weg eingeschlagen.
Tina: Genau, ich hab mir nach dem Abi gedacht, also ich wusste eigentlich gar nicht, was ich machen soll. Hatte auch da, also bezüglich Beruf und so, echt keine Ahnung. Und hab mir dann irgendwann gedacht, ich fand's eigentlich immer ganz cool, wie die Alex mit Hosenanzug und High Heels in die Bank gegangen ist. Das war eigentlich mal eine anfängliche Motivation, was mir echt auch relativ schnell auf die Nerven ging, dass ich's dann machen musste. So auf, ja, in meinem guten Dress zur Arbeit zu gehen. Und bei mir ging es dann eben auch mit der Bankausbildung los. nach der Ausbildung, also während ich bei der Sparkasse war, hat die Alex sich ja schon selbstständig gemacht und schon viele Erfahrungen in dem Bereich eben gesammelt. Und als ich dann ausgelernt hatte, hat die Alex irgendwann gesagt, eigentlich, ich weiß jetzt grob, wie der Hase läuft. Dann war auch noch Corona und sie brauchte das Büro irgendwie nicht mehr unbedingt und so. und hat gesagt, sie will sich da eigentlich lösen und hat mich dann gefragt, ob ich nicht mitmachen will. Und am Anfang war ich noch so, auf keinen Fall kann ich mich selbstständig machen. Ich brauch mein gesichertes Einkommen, Gott. Und dann ging bei mir irgendwie das ganze Thema Mindset, welche Glaubenssätze habe ich eigentlich und so erst richtig los. Und das ging dann relativ schnell, dass ich da irgendwie mal mich hinterfragt habe und dann habe ich mir irgendwann gedacht, okay, eigentlich... Wenn nicht jetzt, wann dann?
Catherine: finde das total spannend, gerade in meinem Podcast geht es ja auch viel dieses Mindset, weil ich eben genau auch dieses Gefühl habe, viele Frauen halten sich selbst klein. Oder auch nicht nur die Frauen, sondern insgesamt sind wir einfach genau auf dieses Thema, diese vermeintliche Sicherheit durch diesen Job irgendwo gepolt. Und was war denn da so dieser größte, ich meine diesen Schritt, sich selbstständig zu machen, ist ja sowieso, ist ja ein Riesenschritt aus diesem aus dieser gefühlten Sicherheit in diese Selbständigkeit eben reinzugehen. Aber was war denn da für euch so dieser größte Switch zu sagen, das hat sich wirklich jetzt zu rückblickend total verändert und da habe ich daraus gelernt. es da so ein, zwei Sachen, wo ihr vielleicht sagt, das ist so der Kernpunkt?
Tina: Also was meinst du genau? Also erst dachte ich, du meinst eben, was der größte Drehmoment war, dass ich dann zum Beispiel gesagt habe, ich mache mir jetzt doch selbstständig oder meinst du dann in der Selbstständigkeit, was ich
Catherine: Nee, das jetzt nicht, sondern ich meinte, was für euch so dieses größte Learning war oder diese größte
Alex: So.
Catherine: Veränderung in eurem Mindset. Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Also im Gegensatz zu was dieses Vorher mit diesem Sicherheitsgefühl und dann eben dieses Heute, diesem, brauche ich diese Sicherheit überhaupt noch. Also ich meine natürlich offensichtlich nicht, ihr seid selbstständig, aber es gibt ja Einfach sicherlich ja auch, was sich viel auf dem Weg dahin einfach getan hat, einfach von eurem grundsätzlichen Denken her.
Tina: Mhm.
Alex: Stimmt. Ich glaube, sind da beide schon noch bisschen unterschiedlich. Es macht es sich so leicht, Frage pauschal zu beantworten. Ich kann jetzt auch erst mal nur für mich sprechen, aber ich glaube, ich bin da schon auch immer eher ein mutiger Mensch gewesen und habe mir gedacht, ich probiere es jetzt erst mal und schaue mal, wie es läuft. Klar kommt da natürlich auch immer drauf an, was hat man selber noch für Lebensumstände, wie einfach ist es dann wirklich, das auch umzusetzen. Ich war damals auch noch sehr jung, hatte deswegen auch keine großen Verpflichtungen. war alles ziemlich easy und dann habe ich mir gedacht, so jetzt geht es los und ich probiere es jetzt einfach. Aber natürlich zieht sich das ja dann auch, wenn der Schritt mal vollzogen ist, durch diese ganze Selbstständigkeit durch. Da kommen immer wieder Herausforderungen auf einen zu, die man dann meistern muss. Man findet immer einen Weg und ich glaube es ist wichtig, dass man da positiv zuversichtlich ist.
Tina: Ja, für mich war es ja dann, also ich war ja auch dementsprechend jung und habe auch bei der Mama noch daheim gewohnt, keinen großen Kostenapparat irgendwie gehabt und dachte mir, warum denke ich eigentlich, ich brauche jetzt mein monatlich gesiehertes Einkommen und hatte aber natürlich auch den Vorteil der großen Schwester, die schon Erfahrung mitbringt und mich jetzt so bisschen mitzieht, ja, ich glaube, ohne die Alex hätte ich den Mut wahrscheinlich nicht so gehabt. Oder hätten wir das nicht so abschauen können?
Catherine: Herzlichen Glückwunsch an der Stelle und vielen Dank Alex.
Tina: Ja.
Alex: Vielen
Catherine: Dann seid ihr richtig toll gegangen. Im Vorfeld hatten wir ja schon mal gesprochen gehabt. Ihr hattet erzählt, dass ihr selber ja auch in Immobilien investiert seid. Ich meine, das ist ja super. Vor allen Dingen, ich meine, dass ihr diese Produkte nicht nur verkauft, sondern halt eben natürlich auch selbst dahinter steht und dass selbst auch lebt genau das, was ihr ja euren Kunden immer gerne wieder erzählt. Wie sah denn eure erste Finanzierung aus? Gibt es da vielleicht Dinge, wo ihr sagen würdet, die würdet ihr heute anlassen?
Alex: Ja, also unsere erste Finanzierung oder wir haben auch eine Finanzierung, sag ich mal, zusammen oder eine Immobilie zusammen gekauft, die wir da auch mal Beispiel hernehmen können. Das war eine klassische Wohnung mit so 65 Quadratmetern, auch bei uns in der Nähe, in der Region. war jetzt was, worauf wir persönlich zu Beginn auch einen Wert gelegt haben, einfach, dass wir nah dran sind, dass wir es uns anschauen können, dass sie uns selber auch jederzeit einen Überblick verschaffen können. dann gibt es natürlich so paar Themen, die man dann auch vielleicht bei der Finanzierung beachten muss. Da können wir vielleicht auch mal kurz darauf eingehen, worauf wir dann persönliche Wert gelegt haben, wenn wir beide Eigentümerinnen sind und auch beide Darlehensnehmerinnen. Also wir haben beide ein Ingridit aufgenommen. Aber unabhängig voneinander, also zwei getrennte Kreditverträge. Das ist immer auch ein entscheidender Punkt, wenn man zusammen mit jemanden kauft. Kann ja auch irgendwie eine Freundin sein oder auch ein Familienmitglied, je nachdem. Und wenn man gleichzeitig aber vielleicht auch irgendwann mal später alleine kaufen will, weil man sich ein Eigenheim kaufen will oder selber noch eine Kapitalanlage. Da muss man ein bisschen aufpassen, dass auch da die Finanzierung dann entsprechend passt.
Catherine: ist total spannend, weil ich hatte in meinem Kopf auch nur diesen Punkt, ich kaufe etwas alleine oder ich kaufe es mit jemandem zusammen und dann aber eben auch quasi beide im selben Kreditvertrag mit drin. Diese Möglichkeit kam mir noch gar nicht bisher zu sagen, dass man natürlich auch quasi einfach nur die halbe Summe finanzieren kann bei der Bank und die andere Hälfte der Summe finanziert.
Alex: Genau.
Catherine: Das macht natürlich Sinn. Ist es denn so, also ich schätze mal, kommt daher, wenn man jetzt sagen möchte, man möchte vielleicht später nochmal ne Wohnung kaufen und dann kaufe ich mir die dann beispielsweise alleine, dass mir aber trotzdem eben die Gesamtschuld des ersten Kredits dann quasi angerechnet wird auf mich alleine, aber nur die halben Einnahmen oder sowas in die Richtung, oder?
Tina: Genau, wenn man zusammen ein Eigentümer ist, dann kriegt man nur die halbe Mieteinnahme, auch
Catherine: Ja.
Tina: der nächsten Haushaltsrechnung quasi gut geschrieben.
Catherine: Ja.
Tina: Und wenn man aber zu zweit gleichen Kreditvertrag steht, dann sagt die Bank, du musst trotzdem die volle Darlehensrate irgendwie zahlen können, weil was ist, wenn der andere ausfällt? Und dann verschlechtert man halt quasi seine Bonität. Also da muss man echt aufpassen. der Pro-Tipp.
Catherine: Ja. Ja, ja. Das ist richtig guter Pro-Tip. Ich
Alex: Vielen Dank.
Catherine: hab nämlich, also ich hab bisher drei Immobilien gekauft und hab die aber auch alle eben komplett selber gekauft. Und diesen Gedanken zu haben, okay, ich kaufe mit jemandem zusammen, hab ich genau aus diesem Grund nämlich eben auch erst mal irgendwo hinten angeschoben. Plus mein Mann und ich, sagen auch, okay, dann können wir halt in zehn Jahren auch die Ehegattenschaukel machen, solche Geschichten.
Alex: Vielen
Catherine: Aber diesen Punkt einfach zu haben, man könnte vielleicht doch was gemeinsam kaufen, aber halt eben unter zwei Verträgen ist natürlich wahnsinnig spannend. Also vielen Dank, Dache, ich habe schon was gelernt.
Tina: Ja.
Alex: Ja, das war jetzt ein Beispiel, wie wir es jetzt einmal gemacht hatten.
Catherine: Ja, ja. Ja, natürlich. mein, ihr kennt aber scheinbar nicht seit mit allen Wassern gewaschen und kennt sowieso alle Tricks, ne?
Tina: Hahaha!
Alex: Man kann ja auch immer nicht sagen, dass es pauschal die Lösung gibt, sondern es kann
Catherine: Nein.
Alex: auch sein, dass es die richtige Lösung ist, eine Kapitalanlage zu kaufen, beide sind im gleichen Vertrag. Also
Catherine: Hm.
Alex: das ist einfach sehr individuell.
Catherine: Ja, klar, meine, es kommt natürlich darauf an, wenn man jetzt eben da sagt, beide wollen vielleicht eben nur eine einzige Immobilie kaufen und das war's dann, dann macht das vielleicht ja natürlich auch Sinn als Sicherheit, dass da beide mit drin sind, genauso wie beide dann mit im Grundbuch stehen oder solche Sachen. Im Thema skalieren, eben mehrere Immobilien kaufen, muss man sich das dann nochmal überlegen, aber das ist... Ein sehr, sehr schöner Tipp, den ich definitiv in meinem Kopf mal bisschen rumgehen lasse, wie der mir vielleicht helfen könnte.
Alex: Sehr gut. Ja, das
Tina: Okay.
Alex: ist auch wichtig, dass man sich frühzeitig einfach mit dem Thema befasst und auch mit seiner eigenen Strategie. Wo will man hin? Wie viele Immobilien will man kaufen? Soll es nun ein Eigenheim sein? Oder was heißt nur? Soll es einfach das Eigenheim sein, wo ich was schaffe für mich und meine Familie? Oder soll es irgendwie zwei oder drei Kapitalanlagen sein für die Allersvorsorge? Oder starte ich jetzt komplett durch im Immobilienbusiness und baue mir einen größeren Bestand auf? Da kommt es auch immer sehr drauf an, wo die Reise hingehen soll.
Catherine: Ja, total.
Tina: Und vielleicht auch nochmal auf die Wohnung zurückzukommen. Insgesamt ist es nicht nur mit den getrennen Kreditverträgen, sondern auch pauschal und sehr wichtig, immer darauf zu achten, dass wir eben unsere Bonität oder unsere Einnahme in Ausgabenrechnung für die Zukunft nicht verschlechtern. Es ist auch immer wichtig, dass man darauf schaut, dass zum Beispiel die Mieteinnahme, die Kreditrate ungefähr deckt. Weil sonst, wenn ich das nächste Mal investieren will, dann fehlt mir schon das, was... was die Kreditrate, die Mieteinnahme vielleicht übersteigt zum Beispiel. Und wenn
Catherine: Ja.
Tina: ich das dann ein paar Mal mache, dann ist irgendwann mein Überschuss erschöpft und die Bank setzt auch nicht immer die Miete zu 100 Prozent an, sondern manches sagen vielleicht wir machen einen Risikoabschlag.
Catherine: Mmh.
Tina: Genau deswegen, das war uns auch auf jeden Fall wichtig, dass das sich einigermaßen deckt oder optimal wäre es natürlich, wenn man noch einen Überschuss hätte und bisschen Rücklagen dadurch bilden kann. Aber auch das hat ganz gut geklappt und ansonsten würde ich vielleicht auch da noch mitgeben, dass man sich nicht scheuen sollte zu verhandeln. Weil entweder der Deal passt für mich oder
Catherine: Ja.
Tina: er passt halt für mich nicht, dann kaufe ich aber auch nicht. Also sollte man einfach verhandeln und sein Kaufpreisangebot so abgeben, wie es für einen selber passt.
Catherine: Okay, da redet ihr jetzt aber eben auch nicht mit der Bank verhandeln, sondern die Verhandlung quasi mit dem Verkäufer. Ja, auf jeden Fall. Ja, auf jeden Fall immer. es gibt, also ich persönlich kaufe ja auch immer Immobilien, die quasi renovierungsbedürftig sind, weil da für mich einfach der größte Hebel drinsteckt.
Alex: Ja.
Catherine: Und dann mache ich dann natürlich eben genau das, was ihr jetzt gerade gesagt habt. Ich gehe in die Verhandlung rein. und sag eben auch, ja, möchte hier so und so, die Wohnung dann später so aussieht. Und dafür brauch ich dann aber eben noch das und das an Kapital. Und wenn ich dann die und die Rendite später erzielen möchte, dann ist mein maximales Kaufpreisangebot zu. Und mehr geht
Tina: Hm.
Catherine: einfach nicht. Ja, und da lass ich mich aber dann aber auch nicht mehr drüber handeln, weil es muss ich ja eben auch irgendwie rechnen. Aber ich fand's ganz spannend, was du jetzt gerade gesagt hast, Tina. Denn nämlich genau diesen Punkt habe ich nämlich schon jetzt eben auch in meinen Finanzierungen erlebt. Obwohl ich eigentlich in einer recht guten Lage Überschuss erziele mit meiner Miete, rechnen eben die Banken mir oft diesen Überschuss, also diese, was eben meine Miete, die Rate an die Bank übersteigt, zählen, rechnen die eben nur zum Teil an, wo sie dann eben wieder sagen, ja, es ist ja gar nicht so, meine Haushaltsrechnung ist so. Ich habe schon so geärgert
Alex: Ja.
Catherine: drüber. Aber ja, gut, so ist es halt. Da muss man halt einfach die nächste Bank finden. Ich persönlich muss aber auch sagen, ich bin auch schon in Verhandlungen mit der Bank reingegangen, dass ich eben da auch gesagt habe, ich möchte meinen Kredit so und so aufstellen, gehen sie da mit oder gehen sie da nicht mit? Beispielsweise jetzt Laufzeiten, tilgungsfreie Zeiten und solche Sachen.
Alex: Genau,
Tina: Mhm.
Alex: ja da ist es auch einfach sehr wichtig, dass die einzelne Bank einfach begrenzte Möglichkeiten hat oder einfach nur die eigene Produktpalette anbieten kann und da vielleicht auch gar nicht so weit davon abweichen darf. Aber es gibt vielleicht auch eine andere Bank, dann genau das erfüllt, was du jetzt gerade sagst, was dir in dem Moment dann wichtig ist, entsprechend vielleicht eine niedrigere Tilgung oder einfach, dass die Rate passt. Und da ist der Vergleich in Summe auf jeden Fall wichtig.
Catherine: Ja, denke ich doch auch. also ich finde, da sind auch wirklich die Unterschiede meilenweit, was es da gibt. Also ich habe zum Beispiel auch schon ein Mehrfamilienhaus, also eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gekauft, das irgendwie halt mehr als 20 Parteien hat und deswegen machen dann X-Banken schon wieder nicht mit, weil die das nicht finanzieren. Also das ist gerade mit dieser, was ihr sagt, mit dieser Produktpalette. Das ist Wahnsinn, was es da für Unterschiede einfach gibt, wo die Banken mitziehen und wo sie nicht mitziehen.
Tina: Ja.
Alex: Ja, das stimmt. Und natürlich kann es dann auch mal sein, dass es eine Bank gibt, wenn du genau die erwischt, die sagt, das macht man nicht. Und da ist wichtig, dass man nicht gleich den Kopf in den Sand steckt oder nicht gleich aufgibt, sondern einfach vielleicht noch ein bisschen den Horizont erweitern und nochmal auf eine andere Bank zugehen oder woanders vergleicht. Genau.
Catherine: Ja, ich glaube, da lassen sich auch viele schnell entmutigen. Aber ich finde, gerade dafür ist es ja toll, dass ihr so einen tollen Service anbietet. Weil ich meine, ihr fragt ja eben nicht nur diese eine Bank ab, sondern ihr seht dann ja, also mit eurer Erfahrung sowieso, aber ich meine, ihr seht dann ja eben auch genau diese Knackpunkte von wegen die Bank macht das nicht, nicht weil der Deal blöd ist. Sondern die Bank macht das halt einfach nicht, weil sie halt keine Mehrfamilienhäuser mit mehr als zehn Parteien irgendwo finanziert. Und das sind ja Dinge, die oft beim Endkunden gar nicht ankommen, sondern wo es dann halt einfach nur heißt, ja sorry, machen wir nicht, der ist gelaufen und sich der Endkunde dann ja davon einschüchtern lässt.
Alex: Ja, auf jeden Fall.
Tina: Absolut. Es gibt ja auch so viele kleine Stellschrauben, die halt zu jedem Vorhaben irgendwie anders passen. Es ist ja nicht immer nur der Zins, sondern wie du schon gesagt hast, welche Zinsbindung, welche Rückzahlung, wie viel Eigenkapital muss ich einsetzen. Jede Bank hat einfach ihre eigenen Richtlinien. Und
Catherine: Mhm.
Tina: ja, es ist wirklich einfach gut, wenn man nicht nur auf ein Produkt schauen kann. Das macht schon Spaß. Hahaha.
Alex: Und es ist auch völlig normal, dass man das überhaupt nicht weiß. Wenn man jetzt gerade auf der Suche nach einer Immobile ist, nach einem Haus oder nach einer Wohnung, dann denkt man ja überhaupt nicht dran, was es für Details auch in der Finanzierung gibt. Also, das auch ganz normal.
Catherine: Ja, ja, total. Gibt es vielleicht irgendwo einen Fall oder irgendwo vielleicht ein Beispiel, wo wir mal beschreiben können, was vielleicht auch für die da draußen eine gute Finanzierung und eine schlechte Finanzierung unterscheidet? Gibt es überhaupt so was wie eine schlechte Finanzierung oder ist das wirklich einfach so komplett total individuell pro Person abhängig?
Alex: Ja, würde ich tatsächlich sagen, es gibt keine unbedingt sehr gute Finanzierung oder schlechte Finanzierung, sondern mir oder uns ist da vor allem wichtig, dass die Person weiß, was sie jetzt macht, was sie abschließt, warum sie sich dafür entscheidet. Weil es kann sehr individuelle Gründe haben, vielleicht der eine sagt mir so wichtig, dass mein Zinssatz zehn Jahre lang gesichert ist oder mir ist es wichtig, dass mein Zinssatz 30 Jahre gesichert ist. kommt sehr drauf an, wie risikobereit man ist oder was man selber denkt, wie sich auch die Wirtschaft entwickelt oder alles Mögliche. Und deswegen so pauschal zu sagen, das ist jetzt ein sehr guter Parameter, den ich auf jeden Fall einschließen würde oder das nicht, gibt es aus meiner Sicht gar nicht. Oder, Tina, was sagst du?
Tina: Ich würde auch sagen, kann eigentlich fast nicht schlecht oder gut unterscheiden. Ich finde, kommt eher darauf an, wie gut passt die Finanzierung zur Person oder auch zum Vorhaben. Auch wie es die Alex jetzt schon gesagt hat, Zinsbindung ist, finde ich ein super wichtiger Punkt. Der Kapitalanleger sagt, nach zehn Jahren kann er vielleicht steuerfrei verkaufen. Also wenn es nicht mehr so gut ins Portfolio passt, dann schmeiße ich die Immobilie wieder raus. Aber im Eigenheim will man die nächsten 30 Jahre am besten bleiben, dann macht es vielleicht Sinn, die Zinsbindung länger zu machen. Deswegen, ich würde jetzt nicht pauschal sagen, es eines Schlechtes, anderes gut, sondern welches Ziel hat der Anleger oder der Eigenheimkäufer.
Catherine: Ja, ja, verstehe. Gibt es denn vielleicht so ein paar Fehler, die Menschen machen, wenn sie jetzt beispielsweise beschäftigen sich jetzt zum allerersten Mal mit der Immobilie, möchten vielleicht etwas kaufen, sei es das Eigenheim oder die Kapitalanlage, wo ihr merkt, da gibt es so ein paar Knackpunkte oder ein paar Fehler, die vielleicht einfach vermeidbar wären. Und ja, habt ihr da vielleicht bisschen was dazu zu sagen.
Alex: Ja, ich denke, ein wichtiges Thema oder was teilweise oft unterschätzt wird, ist die Qualität der Unterlagen, weil das ist natürlich was, was die Bank immer fordert oder braucht.
Catherine: Mhm.
Alex: Gerade wenn ich jetzt die perfekte Immobile gefunden habe, alles passt, ich will jetzt kaufen, dann ist es natürlich auch an der Zeit, trotzdem auch mal auf die Konditionen zu schauen. Und umso schneller alle Unterlagen da sind, umso mehr Zeit hat man vielleicht auch. Weil es gibt natürlich auch immer Schwankungen im Zinsniveau. wo es vielleicht ein bisschen nach oben oder nach unten geht. Und da ist es am allerwichtigsten, dass so schnell wie möglich die Unterlagen vollständig sind. Weil man dann entsprechend auch noch mal entscheiden kann, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Konditionen zu sichern oder warten wir aus irgendeinem Grund vielleicht noch bisschen ab oder was auch immer. Aber wenn wir nicht haben, Unterlagen, dann kann man auch den Zinssatz nicht sichern.
Catherine: Welche Unterlagen benötigt ihr denn da, mal so eine Ersteinschätzung abgeben zu können, ob sowas funktioniert oder nicht funktioniert?
Alex: Das können wir relativ schnell machen, so ein Vorabcheck, ob die Finanzierung grundsätzlich machbar ist oder nicht.
Catherine: Mhm.
Alex: Da geht es bei uns auch alles digital. Wir haben da einen relativ digitalen Prozess über eine Selbstauskunft, die man ausfüllt mit den persönlichen Daten und den Objekte. Und wenn wir das haben, ist es schon mal ein großer Teil geschafft, dass wir eine erste Einschätzung geben können mit den Angaben, die wir jetzt vorliegen haben. sieht die Finanzierung so und so aus oder können es so so dargestellt werden. Wenn es dann aber darum geht, alles final fix zu machen, dann ist es entscheidend, dass wirklich jedes Dokument vorliegt. da geht es halt darum, für die Personenunterlagen, Gehaltsabrechnungen, Personalausweis, manchmal Steuerunterlagen, sowas,
Catherine: Mhm.
Alex: und Objektonterlagen, Baubläne, Flächenberechnungen, Energieausweis, Grundbohrauszug. Genau, also das sind dann natürlich auch Dokumente, die die Käuferin oder der Käufer nicht unbedingt selber in der Hand haben, wann und wie die vollständig vorliegen, sondern da hängt sie auch ein bisschen dann an der Verkäuferseite, Makler, je nachdem wer damit eingebunden ist.
Catherine: Ja. Ja, spannend. Ich finde vor allen Dingen auch gerade so, dass ihr auch so schnell wirklich eine erste Einschätzung abgeben könnt, ist ja eigentlich total toll. Ich meine, viele sitzen ja auch da draußen und wissen eigentlich gar nicht mal, was sie sich so leisten können. Würdet ihr empfehlen, auch dass man quasi vorher mit dem Banker ins Gespräch geht, bevor man sich überhaupt erst auf die Suche macht oder mit jemandem wie euch, mit Finanzierungsberatern?
Tina: Also wir würden es auf jeden Fall empfehlen, weil es auch die Immobilien-Suche total erleichtert. Wenn ich schon vorher ungefähr weiß, welcher Richtung bewege ich mich oder wie kann ich vielleicht jetzt auch schon mal ausrechnen, wie hoch meine Kreditrate ungefähr sein können, dann kann ich ja auch selber, wenn ich auf Immo Scout oder Immowelt bin, viel schneller auf einen Blick sehen, rechnet sich das, wo sich da viel verhandelt oder wenig. Deswegen auf jeden Fall sind wir dafür, Erstentschätzung sich vorher einzuholen.
Catherine: Gibt es irgendwelche Mindestvoraussetzungen, die man mitbringen muss, damit man realistisch finanzierbar ist?
Tina: Also ich erkläre es im Kundengespräch meistens so, dass die Finanzierung auf zwei Beinen einsteht und das eine ist immer die Haushaltsrechnung, hatten wir jetzt heute schon ein Mal als Thema.
Catherine: Ja.
Tina: Und das ist so der wichtigste Faktor, welche Einnahmen hast du, welche Ausgaben hast du und wie gut passt da die Kreditrate noch mit rein. Und das ist auch eigentlich der Faktor, ob die Bank sagt, ja, gehen wir mit oder gehen wir nicht mit. Weil wenn die Kreditrate da nicht mehr reinpasst, dann kann die Finanzierung nicht genehmigt werden. Heißt, für jeden ist es glaube ich sinnvoll, mal eine Aufstellung zu machen, wie viel verdiene ich und welche Kosten habe ich so, auch wenn die Bank dann vielleicht mit Pauschalen teilweise rechnet. Und das zweite Bein ist immer, wie viel Sicherheit hat die Bank, also wie viel Wert hat das Objekt, man kaufen will und wie viel Geld muss sie eingeben. Und da kommt eben das Thema Eigenkapital dann ins Spiel. Und aktuell braucht man auf jeden Fall die Kaufnebenkosten. Also es ist super schwierig, Kaufnebenkosten irgendwie eine 110 % Finanzierung gerade durchzubringen und am besten wahrscheinlich nochmal 5-10 % mehr.
Catherine: Ja. Möchtest du noch was sagen, Alex? Du sagst gerade so aus.
Alex: Nee, das stimmt. Ich würde es jetzt auch nicht ausschließen, es hängt zum einen mal am Objekt zum anderen an der Bonität. Und dann gibt es trotzdem noch individuelle Lösungen.
Catherine: Gibt es denn aktuell überhaupt irgendwelche Tipps oder Tricks, vielleicht an bessere Konditionen zu kommen? Also vielleicht irgendwas, was man sagen kann, einbringen kann, sich selbst zutrauen sollte? I don't know.
Tina: Es kommt immer darauf an, was vorhanden ist, mit welchen Mitteln man arbeiten kann. Zum Beispiel kann man nicht nur ein Kapital einbringen, sondern auch eine Zusatzsicherheit. Wenn man mehr Immobilien besitzt oder jemanden kennt, der einem eine lastenfreie Immobilie zur Verfügung stellt, dann könnte man auch da noch eine Grundschuld eintragen und erhöht quasi so die Sicherheit für die Bank, ohne dass man jetzt mords ein Kapital einbringen muss. Es gibt schon immer wieder so So eine Lösungsansätze, ja.
Catherine: Ja, sehr gut. nochmal darauf zurückzukommen, weil das fand ich jetzt trotzdem irgendwo noch ein bisschen wichtig. Gibt es so in Zahlen vielleicht irgendwie Mindestvoraussetzungen, was bestehen sollte?
Tina: Also was? Man sagt immer, die Kreditrate sollte maximal 30 bis 40 Prozent vom Nettoeinkommen zum Beispiel nicht überschreiten. Wobei ich das eher für Eigenheimkäufer sehe, weil bei einem Kapitalanleger oder einer Kapitaleinnahme
Alex: Ein Eigenheimkäufer
Tina: kommt ja auch dann die Mieteinnahme wieder drauf. Das wäre jetzt mal so eine Zahl. Und ein Kapital würde ich sagen, ich kaufe neben Kosten plus 5 oder 10 Prozent.
Alex: Ja.
Catherine: Und so vom Gehalt her, also dass ihr sagt, irgendwo ein Mindestgehalt muss da vorhanden sein, damit die Bank das akzeptiert. Also Mindestnettogehalt.
Alex: Ich denke, wenn man jetzt eine Kapitalanlage kaufen will, dann wäre es schon wichtig, dass man so 2500 Euro Netto
Catherine: Mh.
Alex: mitbringt. Jetzt mal als groben Richtwert. Und dann kommt es halt noch drauf an, es sonst irgendwelche Verbindlichkeiten, irgendwie ein Kredit fürs Auto oder ja, irgendwie Privatverbindlichkeiten, das sind natürlich dann Sachen, man eben wieder berücksichtigen müsste. Deswegen schwierig das so pauschal zu sagen.
Catherine: Ja.
Alex: Weil sonst ist es natürlich schon wichtig, dass man regelmäßiges Einkommen hat und sicheres Einkommen, bestenfalls auch ein unbefristeter Vertrag. Wobei es natürlich auch Branchen gibt, in denen eine Befristung üblich ist, dann ist das für die Bank auch kein Thema. Aber so als Grubberichtwert wäre das schon mal ganz wichtig.
Catherine: Ja, das entspricht tatsächlich auch meinen Erfahrungen oder auch den Erfahrungen mit vielen Personen, mit denen ich einfach gesprochen habe. Also so ein Mindesteinkommen von 2,5 netto und dann halt eben noch die Kaufnebenkosten oder sagen wir mal mindestens so zwischen 10.000 bis 20.000 Euro, je nachdem wie viel halt oder
Alex: Genau.
Catherine: welchen Wert man einfach finanzieren möchte bei der Bank.
Alex: Genau so ist es. Das sind auf jeden Fall gute Anhaltspunkte schon mal.
Catherine: Ja. Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für Frauen? Also ich meine, mein Podcast ist ja erstens sowieso an Frauen gerichtet, einfach sich da ein bisschen zu, ich hab so ein schönes Wort neulich gehört in einem Interview, was ich hatte, sich zu finanzipieren. Ja,
Tina: ...
Catherine: finde ich sehr schön, das Wort. Und ja, da halt einfach sich ein bisschen an das ganze Thema Und ich meine, bei Frauen kommen ja oft solche Dinge wie beispielsweise, ihr hattet jetzt eure alleinerziehende Mama, ja. Dann eben genau dieses Thema Elternzeit, eben Einkommensminderungen etc. Habt ihr da vielleicht irgendwo ein paar Tipps, wo ihr sagt, so kann man sich als Frau vielleicht besonders gut aufstellen, damit man entweder vorsorgt oder vielleicht finanzierbar bleibt?
Alex: Ich glaube ganz wichtig ist es überhaupt mal den ersten Schritt zu machen und auch mutig zu sein, auf die Suche zu gehen. Sowohl nach Immobilien, sowohl vielleicht auch dann nach einer Finanzierung oder vorab mal die Möglichkeiten wirklich abklären zu lassen. Was ist bei mir persönlich eigentlich machbar? Und dann betrachtet man natürlich zum einen, ist die Situation jetzt, aber wie sieht es vielleicht auch später aus, wenn Kinderplanung ansteht, wenn vielleicht eine Elternzeit kommt, wenn das Einkommen weniger wird. Gerade wenn es dann ums Thema Kapitalanlage geht, was ist das perfekte Timing? Also es ist vielleicht irgendwie machbar oder darstellbar, jetzt auch mit einem Vollzeitgehalt vielleicht noch in die Wege zu leiten, dass man bevor die ganze Kinderplanung überhaupt ansteht, einfach schon beginnt und während Oder während man dann in der Elternzeit ist, man natürlich gucken, wie geht diese Einnahmen- und Ausgabenrechnung dann auf mit dem Elterngeld. vielleicht kann ja auch sein, dass man länger zu Hause ist, als man überhaupt Elterngeld bekommt. In dieser Zeit wird es wahrscheinlich dann schwierig, jetzt alleine eine Finanzierung zu bekommen, jetzt rein aus der Sicht. Aber man hat ja deswegen trotzdem in dieser Zeit die Möglichkeit, einfach zu schauen, was gibt es vielleicht für andere Wege noch. Gibt es Möglichkeiten, dass ich Eigenkapital aufbaue oder langsame Schritte wieder mache, Geld anzusparen, also sowas, danach wieder einsteigen zu können.
Catherine: Also würdest du sagen, dass man in der Elternzeit eigentlich dann als Frau eher schwierig bis gar nicht finanzierbar ist?
Alex: Also alleine wahrscheinlich schwierig, kommt natürlich auch darauf an, wer jetzt die eltern geldberechtigte Person dann ist.
Catherine: Aber jetzt gehen wir mal von dem klassischen Fall aus. meine, ist
Alex: Ja.
Catherine: meistens einfach noch so, wir Frauen sind anatomisch dafür zuständig. Anders kann ich gar nicht sagen, die Kinder zu kriegen.
Alex: Ja.
Catherine: Es geht halt nicht anders. Dann kommen ja noch solche Sachen wie die Stillzeiten dazu, wo die Frauen sich einfach auch mehr in der Verantwortung fühlen, zu Hause zu sein. Und natürlich auch eben nicht einfach nur das Kind, ja, dann eben, selbst wenn es mit Muttermilch sei, aber Flaschen Flaschenkind
Alex: Ja.
Catherine: haben wollen. Deswegen ist der klassische Fall einfach weiterhin, dass die Frau auf jeden Fall erst mal das erste Jahr eigentlich bis die ersten zwei Jahre zu Hause bleibt. So geben wir mal davon aus, das sei eben dieser Fall. Ich bin jetzt, jetzt in Elternzeit. Ich bleibe dann jetzt die nächsten zwei Jahre zu Hause innerhalb dieser Zeit. Und oft ist es ja dann auch so, dass dann auch das nächste Kind ja relativ auf, sagen wir mal, kurzem Fuß gefolgt. dann wäre das oder ist meine Frage, ob in dieser Zeit dann überhaupt eine Finanzierung möglich ist oder ob ihr generell sagen würdet, nee geht eigentlich nicht.
Alex: Also alleine als Frau, als elterngeldberechtigte Frau ist es schwierig. Außer es gibt schon einen genauen Fahrplan, es nach der Elternzeit weitergehen soll. Also das ist von was, was die Banken berücksichtigen. Wenn wir zwischen ein Jahr Elternzeit oder auch ein Jahr elter Geld, dann haben wir die Einnahmen nach diesem Jahr, steigt die Frau wieder ein in ihren alten Beruf. Das ist ja oft so, dass man wieder zurückkehrt und dann wollen die aber einen genauen Plan. Also wie viele Stunden, wie viel ist das voraussichtliche Einkommen? Und dann gibt es schon die Möglichkeit, dass man es auf der Basis voraus berechnet oder mit berücksichtigen kann. Und wenn die Zahlen passen, wenn die Rechnung aufgeht, dann klappt das auch. Also so könnte
Catherine: Ja super.
Alex: das schon funktionieren. was wir halt häufig auch in der Praxis merken oder sehen, Gerade jetzt ob beim Eigenheim oder auch bei Kapitalanlagen, dass der Plan vielleicht noch gar nicht so hundertprozentig feststeht. Gerade wenn jetzt das Kind erst geboren ist, wissen viele noch gar nicht, steige ich jetzt wirklich nach zwölf Monaten wieder ein oder bleibe ich vielleicht zwei Jahre zu Hause und es gibt noch keine Bestätigung vom Arbeitgeber, weil das ist wirklich die Voraussetzung, dass es schriftlich vorliegt,
Catherine: Mh.
Alex: was passiert.
Catherine: Ja, ich meine, das ist ja ein wahnsinnig wertvoller Tipp. ich meine, viele haben ja auch ein gutes Verhältnis mit dem Arbeitgeber. Heute ist das ja auch eigentlich fast Standardvoraussetzung, damit man lange in so einem Job bleiben möchte, dass man eben sich ja auch wohlfühlt in diesem Arbeitsumfeld. Und ich meine, wenn man da einen guten Draht zu seinem Chef hat, dann kann man ja eben auch sagen, guck mal hier, Elternzeit ist ja klar. kommt jetzt, aber ich möchte vielleicht auch eine Kapitalanlage kaufen. Gibt es vielleicht die Möglichkeit, dass du mir einfach ein Schreiben ausstellst, das eben dann zeigt, wie ich später wieder einsteigen werde, wenn ich zurückkomme? Das ist ja... Und wenn so was den Unterschied macht, dann ist dieser eine Gang, diese eine Frage ja eigentlich... ist absolut wert, ja. da mal hinzugehen, 10 Minuten Gespräch mit dem Chef zu haben und zu sagen, du, ich brauch mal bitte einen Zettel. Dafür krieg ich dann aber auf der anderen Seite eine Immobilie. Dann ist für mich die Frage logisch, ich würde hingehen und würde die Frage stellen.
Alex: Ja, das stimmt, klar, wenn man dann weiß, man fängt tatsächlich wieder an oder so und so, ist der Wiedereinstieg auch geplant, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll da ins Gespräch mit dem Arbeitgeber zu gehen.
Catherine: Ja.
Tina: Erfahrungsgemäß ist es aber trotzdem, also möchte ich an alle appellieren, dass es einfacher ist vorher Kapitalanlagen zu kaufen. Vor allem wenn man sagt man will sie alleine kaufen. Weil erstens hat man dann irgendwann mal zumindest vorübergehend niedrigeres Gehalt, was es schwieriger macht. Und auch da ist es ja oft so, dass man innerhalb der Familie irgendwie gemeinsame Kosten hat. Entweder jetzt eine Mietausgabe oder auch ein Eigenheim mit einer Kreditrate. Und auch da ist es oft so, dass die Bank sagt, wenn du jetzt alleine finanzieren willst, musst du dir trotzdem die Wohnkosten für die ganze Familie alleine leisten können. Und es ist halt dann einfach schwierig, vor allem wenn ich als Mama vielleicht nicht 100 Prozent arbeite und nicht das volle Gehalt habe und mir trotzdem die kompletten Kosten da angerechnet werden. Und es ist vorher einfach einfacher oder hinterher vielleicht dann trotzdem, dass man als Paar zusammen Kapitalanlagen kauft. Oder?
Catherine: Ja.
Alex: Ja, das ist wichtig, einfach individuell, sehr individuell, auch die Frauen verdienen sehr unterschiedlich viel. Also man kann es jetzt wirklich auch broschal nicht sagen, weil es schon sehr drauf ankommt, wie hoch das Einkommen ist, wie hoch die Kosten auf der Gegenseite sind. Aber auf jeden Fall wichtig, ja.
Catherine: Ja, aber ich mein, gerade wenn man dann über Elternzeit redet, ich mein, das Maximale, was wir Frauen einfach bekommen können, sind ja diese 1800 Euro ungefähr. dann, also das ist ja, also es ist ja gedeckelt, geht ja da nicht.
Alex: In der Zeit, ja, auf jeden Fall.
Catherine: Genau, und ja, genau. Also von dem her, finde ich das schon schon sehr, sehr spannenden Tipp auch eben zu sagen. Schaut euch bitte mal oder geht mal ins Gespräch mit dem Arbeitgeber. Vielleicht hilft das eben, so was doch noch zu ermöglichen. Jetzt sagen wir mal, ihr könntet eine einzige Sache über Geld, über Finanzierungen in der Schule beibringen. Was wäre das? Was wäre für euch das absolute Non plus Ultra, dass jeder jeder verstehen muss und was unbedingt beigebracht werden sollte.
Alex: Ich glaube, es ist schon wichtig, mal an das Thema bisschen herangeführt zu werden. Gerade auch wenn es jetzt Vermögensaufbau oder sowas geht. Das ist ja auch oft ein Hintergrund, den viele jetzt verfolgen, auch wenn sie Kapitalanlageimmobilien zum Beispiel kaufen. Aber welche Möglichkeiten gibt es vielleicht auch außerhalb? Der Immobilien, das ist ja trotzdem auch nicht jede Person gleich und jeder hat vielleicht andere Vorlieben und der eine legt sein Geld lieber in Aktien an, der andere vielleicht in Kryptos. Und überhaupt die Möglichkeiten zu kennen, wäre glaube ich schon mal wichtig. Und aber vielleicht auch ans Thema Sparen allgemein ein bisschen rangeführt zu werden. Auch sowas finde ich super wichtig. Das Konsumverhalten vielleicht auch mal zu hinterfragen.
Tina: Ja, oder auch zum Beispiel sowas wie, was sind gute Schulden, was sind schlechte Schulden? Wie du jetzt gesagt hast, das Konsumverhalten zu hinterfragen, nehm ich jetzt für alles Mögliche irgendwie einen Konsumkredit auf, der mich eigentlich nur belastet und kein Realist dagegen steht,
Catherine: Ja.
Tina: dann ist es vielleicht nicht so gut. Aber wenn ich ja in Immobilien investiere und da Schulden habe, kann man genauso gut mal sagen, ne davor brauchst du jetzt nicht so arg viel Angst haben. Weil du hast ja den Wert, dagegen steht, weil ganz viele trauen sich ja auch gerade das nicht oder haben vor so großen Summen dann Angst. Da
Catherine: Ja.
Tina: können wir schon in der Schule vielleicht auch schon ranführen. Was ist überhaupt ein Kredit? Ja.
Catherine: Alex, hast jetzt gerade das Thema Sparen angesprochen. Bist du wirklich noch so ein großer Verfechter vom Sparen? Also ich persönlich bin ja so bisschen skeptisch, was dieses Thema Sparen angeht. Weil das ist, ich meine, wir Deutschen sind ja so die Sparer schlechthin. Haben dann einfach alles auf irgendeinem Tagesgeldkonto liegen und 7 % Inflation sagen, danke schön.
Alex: Ja, das stimmt. Das kommt natürlich immer sehr drauf an, wo man hin will oder wie man spart. Also klassisch jetzt auf dem Sparbuch oder natürlich vielleicht auch in einem Depot. Aber wenn ich eine Immobile kaufen will, muss ich vorher irgendwie gespart haben oder brauche einfach Kapital, das einbringen zu können. Sowohl beim Eigenheim als auch bei der Kapitalanlage. Deswegen ist das, glaube ich, schon mal ein Schritt, der auf jeden Fall vorausgeht. dass man lernt, bisschen Geld auch anzusammeln, es vielleicht später auch umschichten zu können.
Catherine: Vielen für's Zuhören.
Alex: Das ist eher das, was ich gemeint habe.
Catherine: Ja, ja, das genau das. Ja, so habe ich es jetzt dann auch verstanden, weil dieses also eher quasi eigentlich dieses Ich muss etwas erst mal zurücklegen, das quasi als Trittschwelle benutzen zu können, damit etwas anderes machen zu können. Entweder eine Immobilie zu kaufen oder eben das vielleicht einfach auch direkt in einem ETF zu sparen oder so.
Alex: Ja.
Catherine: das aber halt nicht nur Sparen und beiseite legen und zusehen, wie es still und leise weniger wird.
Alex: Ne, genau. Also Sparen bedeutet für mich auch, das kann jetzt in dem Depot sein, das kann ETF sein, das können Aktien sein. Auch wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, hat man ja trotzdem gute Möglichkeiten da, auch gute Renditen zu erzielen oder das Kapital zu vermehren.
Catherine: Und je früher man anfängt, desto geringer sind die Summen, die man einbringen muss in den ETF oder was auch immer. Und trotzdem am Ende dann quasi dasselbe oder ein sehr gutes Ziel zumindest zu erreichen.
Alex: Auf jeden Fall, das ist der größte Hebel. Früh anfangen oder auch regelmäßig einfach konstant dranbleiben.
Catherine: Was würdet ihr denn jemandem mitgeben, der sich vielleicht einfach mit dem Thema Immobilien beschäftigt, aber jetzt noch nicht so ganz weiß, er daran gehen soll? Gibt es irgendwas, wo ihr sagen würdet, das sind so ein paar Dinge oder so, die ich dir jetzt mit auf den Weg geben würde?
Tina: Ja, also am wichtigsten ist, glaube ich, einfach anfangen, einfach mal schauen, was ist auf dem Markt. Vielleicht auch mal besichtigen. Das heißt ja, dass man die erste Wohnung gleich kauft, sondern auch das darf man üben. Wie verhalte ich mich auf einer Besichtigung? Wie spreche ich mit Maklern oder Eigentümern? Also einfach irgendwie anfangen. Und selbst wenn, selbst wenn man irgendwie was in Auftrag gibt oder sagt, die würde ich jetzt gerne kaufen und die Bank sagt am Ende nein, dann ist auch immer noch nichts passiert. Man hat wahrscheinlich nur irgendwie was draus gelernt, einfach da die Angst verlieren und erst mal ins Tun kommen, weil man kommt dann auch zwangsläufig voran.
Alex: Das stimmt. Und aber schon schnell, es jetzt ums Thema Immobilien geht und ich hab wirklich, kann mir wirklich noch nicht vorstellen, was kann ich mir selber eigentlich leisten. Weil das ist schon was, was vielen auch schwerfällt. Bei welcher Darlehnssumme habe ich überhaupt welche Rate? Und das ist was, was wir trotzdem auch relativ schnell im Erstgespräch einmal individuell klären können, damit man Gefühl dafür bekommt und dann später wirklich einem die Suche auch deutlich erleichtert wird. Oder man auch mutiger sein kann, als man sich vielleicht selber zutraut. Das ist ja auch noch was.
Catherine: Ja, vielleicht
Tina: Ich schon
Catherine: sich selber ganz unterschätzen.
Alex: Ja, gerade bei Frauen ist es ja schon öfter mal ein Thema, dass man denkt, vielleicht kann ich das gar nicht oder ich kriege keine Finanzierung oder... aber die Zahlen oder die Faktenlage ist eigentlich was ganz anderes. Vielleicht sind die Voraussetzungen doch eigentlich ganz gut.
Catherine: Also erstmal ins Gespräch gehen mit euch zwei und erstmal darüber sprechen, kann mich mir, was kann ich mir denn eigentlich leisten, dann erstaunt darüber sein, was eigentlich alles so geht und dann geht's ab ins Besichtigung üben.
Alex: Ja, auf jeden Fall ein guter Plan, mal Fuß in die Tür zu bekommen, den Einstieg zu schaffen.
Catherine: Ja, sehr cool. Ich glaube, ja, das ist tatsächlich ein sehr handfester Plan, da eben mal voranzugehen und dann einfach noch, also was ich an der Stelle noch immer gerne mitgebe, ist, natürlich in seinen Standort ein bisschen eingraben, gucken, vielleicht auch, also da kommt eben dieser der strategische Punkt von mir so ein bisschen, wo ich dann sag, gucken, was funktioniert an deinem Standort? Ist es vielleicht die WG-Vermietung, die bei dir perfekt funktionieren würde? Ist es vielleicht der... Die ganz normale Standardvermietung werden gesucht, eher Zweizimmerwohnungen oder größere Wohnungen für die Familien. dann, wenn du das weißt, wenn du deinen Markt kennst, dann dich dort auf etwas einschießen und auf die Suche gehen nach der passenden Immobilie, für deine Strategie, die du dir aufgesetzt hast, dann einfach passt.
Alex: Ja, das stimmt. Da ist es auch immer sehr unterschiedlich, ob man an seinem eigenen Standort oder im Umkreis irgendwie investiert. Oder es gibt ja auch Personen, sagen, ich habe eigentlich keine Zeit oder ich will mich da gar nicht einarbeiten, mir ist es nicht so wichtig, wo es ist. Auch klar, gibt es ja vielleicht Leute, die sich dann darum kümmern. Klar.
Catherine: Ja.
Alex: Es gibt verschiedene Möglichkeiten.
Catherine: Genau. vielen Dank. Dann sind wir eigentlich auch schon am Ende angekommen. Ich danke euch ganz, ganz herzlich für eure Zeit. Ich denke, da waren wirklich ein paar wertvolle Tipps mit dabei, die die Community braucht und hören muss. und vielen Dank, dass ihr euch heute die Zeit genommen habt für den Podcast.
Tina: Ja, danket ihr auch. Hat Spaß gemacht.
Alex: Ja, danke für die Einladung und immer mutig sein.
Catherine: Unterschreibe ich so.
Tina: Hi, wir freuen uns auch.
Alex: Danke für die Einladung in deinem Podcast.
Catherine: Ja, ich freue mich total, dass ihr heute hier seid. Es ist ja super spannend für mich heute. Ich habe es ja gerade schon gesagt. Erstens, die erste Aufnahme so zu dritt und zweitens dann auch noch heute ein richtig tolles, ganz besonderes Interview. Einfach wirklich mal die Expertenperspektive hier reinzukriegen. Ihr seid ja auf Instagram unterwegs als die Baufi-Schwestern und ihr seid ja auch mit eurer Firma Wunschfinanzierung. beglückt ihr ja ganz viele eurer Kunden und helft denen. Und heute erzählt ihr mal allen Zuhörerinnen da draußen, was es sich eigentlich bei einer Baufinanzierung handelt und was man so alles toll aufstellen kann. Dafür erstmal schon mal auf den Voraus. Vielen, Dank. Ich denke, es wird viele da draußen geben, die das sehr, sehr interessiert.
Tina: Sehr gerne, ja. Hoffen wir es, dass viele sich damit beschäftigen.
Catherine: So. Ja, auf jeden Fall. Ja, starten wir einfach gleich mal damit rein. Ich hab mir ja auch schon einen Podcast angehört, den ihr schon mal vorher gemacht hattet. Ich fand das ja auch total spannend. Ihr habt erzählt, ihr seid ja eigentlich auch schon sehr, sehr früh mit dem Thema Immobilien in Verbindung gekommen durch eure Power-Mama, die mit euch ein Haus gebaut hat.
Tina: Ja genau, sonst der Mama war ja alleinerziehend mit uns und hat es einfach trotzdem in der Zeit geschafft ein Eigenheim zu bauen oder ein Haus zu bauen und deswegen hatten wir auch das Glück als Kinder dann im Eigenheim groß zu werden mit Garten. War echt cool.
Catherine: Der Wahnsinn. Und hat das dann bei euch schon direkt auch die Leidenschaft für Immobilien entfacht oder kam die dann erst später in der Bank?
Alex: Ja, wahrscheinlich erst später auf jeden Fall. Da war man noch bisschen zu jung, uns mit dem Thema wirklich auseinanderzusetzen. Aber ich denke, es hat uns auf jeden Fall später geholfen, dass wir mutiger an die ganze Sache auch selber rangehen können.
Catherine: Ja, das kann ich nachvollziehen. Als ihr so aufgewachsen seid, war da auch schon dieses Thema eben ein eigenes Haus zu bauen, eigenes Haus zu haben, dieser ganze Vorsorgegedanke, war der schon da sehr präsent bei euch oder auch da erst später mit in Berührung gekommen?
Tina: Ja, das war für uns natürlich mega cool, dass die Mama das machen konnte. es ging jetzt auch nie beim Abendessen irgendwie ums Thema Altersvorsorge, ETFs und Sparen oder so.
Catherine: ...
Tina: Der Gedanke war schon immer, was kann sie der Familie als alleinerziehende Frau quasi ermöglichen oder uns ermöglichen. Aber wir waren da als Kinder nie so damit in Berührung eigentlich.
Catherine: stehe. Ja, so geht es ja eigentlich so ganz, ganz vielen, dass man da von zu Hause oder halt eben auch in der Schule noch gar keine Berührungspunkte damit hatte. Ich persönlich auch. Und man bringt sich das dann alles so im Laufe der Zeit irgendwo selber bei.
Tina: Mhm.
Catherine: Genau. Wie seid ihr denn dann zum Thema Baufinanzierung gekommen?
Alex: Genau, das ist so relativ zufällig, dass auch unsere beiden Wege sich da wieder getroffen haben. Ich habe eine Bankausbildung damals gemacht und habe dann zwischenzeitlich eigentlich überlegt, dem Finanzdienstleistungsbereich auch wieder mal auszusteigen
Catherine: Ja.
Alex: und war nach der Bank dann bei einem größeren Versicherungsunternehmer noch und bin dann aber so mit dem Thema Baufinanzierung auch schon in Berührung gekommen und dachte mir, das ist was, das kann ich mir vorstellen, es länger zu machen, aber ich bin sehr beschränkt in den Möglichkeiten, weil ich nur die Produkte von diesem einen Unternehmen sozusagen habe. Und so hat sich es dann auch ergeben, dass ich mich als Finanzierungsexpertin selbstständig gemacht habe, damals noch unter einem Dach, so die Möglichkeiten überhaupt mal kennenzulernen, was macht ein Finanzierungsvermittler oder eine Finanzierungsvermittlerin und dann Ja, hat die Tina einen relativ elichen Weg eingeschlagen.
Tina: Genau, ich hab mir nach dem Abi gedacht, also ich wusste eigentlich gar nicht, was ich machen soll. Hatte auch da, also bezüglich Beruf und so, echt keine Ahnung. Und hab mir dann irgendwann gedacht, ich fand's eigentlich immer ganz cool, wie die Alex mit Hosenanzug und High Heels in die Bank gegangen ist. Das war eigentlich mal eine anfängliche Motivation, was mir echt auch relativ schnell auf die Nerven ging, dass ich's dann machen musste. So auf, ja, in meinem guten Dress zur Arbeit zu gehen. Und bei mir ging es dann eben auch mit der Bankausbildung los. nach der Ausbildung, also während ich bei der Sparkasse war, hat die Alex sich ja schon selbstständig gemacht und schon viele Erfahrungen in dem Bereich eben gesammelt. Und als ich dann ausgelernt hatte, hat die Alex irgendwann gesagt, eigentlich, ich weiß jetzt grob, wie der Hase läuft. Dann war auch noch Corona und sie brauchte das Büro irgendwie nicht mehr unbedingt und so. und hat gesagt, sie will sich da eigentlich lösen und hat mich dann gefragt, ob ich nicht mitmachen will. Und am Anfang war ich noch so, auf keinen Fall kann ich mich selbstständig machen. Ich brauch mein gesichertes Einkommen, Gott. Und dann ging bei mir irgendwie das ganze Thema Mindset, welche Glaubenssätze habe ich eigentlich und so erst richtig los. Und das ging dann relativ schnell, dass ich da irgendwie mal mich hinterfragt habe und dann habe ich mir irgendwann gedacht, okay, eigentlich... Wenn nicht jetzt, wann dann?
Catherine: finde das total spannend, gerade in meinem Podcast geht es ja auch viel dieses Mindset, weil ich eben genau auch dieses Gefühl habe, viele Frauen halten sich selbst klein. Oder auch nicht nur die Frauen, sondern insgesamt sind wir einfach genau auf dieses Thema, diese vermeintliche Sicherheit durch diesen Job irgendwo gepolt. Und was war denn da so dieser größte, ich meine diesen Schritt, sich selbstständig zu machen, ist ja sowieso, ist ja ein Riesenschritt aus diesem aus dieser gefühlten Sicherheit in diese Selbständigkeit eben reinzugehen. Aber was war denn da für euch so dieser größte Switch zu sagen, das hat sich wirklich jetzt zu rückblickend total verändert und da habe ich daraus gelernt. es da so ein, zwei Sachen, wo ihr vielleicht sagt, das ist so der Kernpunkt?
Tina: Also was meinst du genau? Also erst dachte ich, du meinst eben, was der größte Drehmoment war, dass ich dann zum Beispiel gesagt habe, ich mache mir jetzt doch selbstständig oder meinst du dann in der Selbstständigkeit, was ich
Catherine: Nee, das jetzt nicht, sondern ich meinte, was für euch so dieses größte Learning war oder diese größte
Alex: So.
Catherine: Veränderung in eurem Mindset. Darauf wollte ich eigentlich hinaus. Also im Gegensatz zu was dieses Vorher mit diesem Sicherheitsgefühl und dann eben dieses Heute, diesem, brauche ich diese Sicherheit überhaupt noch. Also ich meine natürlich offensichtlich nicht, ihr seid selbstständig, aber es gibt ja Einfach sicherlich ja auch, was sich viel auf dem Weg dahin einfach getan hat, einfach von eurem grundsätzlichen Denken her.
Tina: Mhm.
Alex: Stimmt. Ich glaube, sind da beide schon noch bisschen unterschiedlich. Es macht es sich so leicht, Frage pauschal zu beantworten. Ich kann jetzt auch erst mal nur für mich sprechen, aber ich glaube, ich bin da schon auch immer eher ein mutiger Mensch gewesen und habe mir gedacht, ich probiere es jetzt erst mal und schaue mal, wie es läuft. Klar kommt da natürlich auch immer drauf an, was hat man selber noch für Lebensumstände, wie einfach ist es dann wirklich, das auch umzusetzen. Ich war damals auch noch sehr jung, hatte deswegen auch keine großen Verpflichtungen. war alles ziemlich easy und dann habe ich mir gedacht, so jetzt geht es los und ich probiere es jetzt einfach. Aber natürlich zieht sich das ja dann auch, wenn der Schritt mal vollzogen ist, durch diese ganze Selbstständigkeit durch. Da kommen immer wieder Herausforderungen auf einen zu, die man dann meistern muss. Man findet immer einen Weg und ich glaube es ist wichtig, dass man da positiv zuversichtlich ist.
Tina: Ja, für mich war es ja dann, also ich war ja auch dementsprechend jung und habe auch bei der Mama noch daheim gewohnt, keinen großen Kostenapparat irgendwie gehabt und dachte mir, warum denke ich eigentlich, ich brauche jetzt mein monatlich gesiehertes Einkommen und hatte aber natürlich auch den Vorteil der großen Schwester, die schon Erfahrung mitbringt und mich jetzt so bisschen mitzieht, ja, ich glaube, ohne die Alex hätte ich den Mut wahrscheinlich nicht so gehabt. Oder hätten wir das nicht so abschauen können?
Catherine: Herzlichen Glückwunsch an der Stelle und vielen Dank Alex.
Tina: Ja.
Alex: Vielen
Catherine: Dann seid ihr richtig toll gegangen. Im Vorfeld hatten wir ja schon mal gesprochen gehabt. Ihr hattet erzählt, dass ihr selber ja auch in Immobilien investiert seid. Ich meine, das ist ja super. Vor allen Dingen, ich meine, dass ihr diese Produkte nicht nur verkauft, sondern halt eben natürlich auch selbst dahinter steht und dass selbst auch lebt genau das, was ihr ja euren Kunden immer gerne wieder erzählt. Wie sah denn eure erste Finanzierung aus? Gibt es da vielleicht Dinge, wo ihr sagen würdet, die würdet ihr heute anlassen?
Alex: Ja, also unsere erste Finanzierung oder wir haben auch eine Finanzierung, sag ich mal, zusammen oder eine Immobilie zusammen gekauft, die wir da auch mal Beispiel hernehmen können. Das war eine klassische Wohnung mit so 65 Quadratmetern, auch bei uns in der Nähe, in der Region. war jetzt was, worauf wir persönlich zu Beginn auch einen Wert gelegt haben, einfach, dass wir nah dran sind, dass wir es uns anschauen können, dass sie uns selber auch jederzeit einen Überblick verschaffen können. dann gibt es natürlich so paar Themen, die man dann auch vielleicht bei der Finanzierung beachten muss. Da können wir vielleicht auch mal kurz darauf eingehen, worauf wir dann persönliche Wert gelegt haben, wenn wir beide Eigentümerinnen sind und auch beide Darlehensnehmerinnen. Also wir haben beide ein Ingridit aufgenommen. Aber unabhängig voneinander, also zwei getrennte Kreditverträge. Das ist immer auch ein entscheidender Punkt, wenn man zusammen mit jemanden kauft. Kann ja auch irgendwie eine Freundin sein oder auch ein Familienmitglied, je nachdem. Und wenn man gleichzeitig aber vielleicht auch irgendwann mal später alleine kaufen will, weil man sich ein Eigenheim kaufen will oder selber noch eine Kapitalanlage. Da muss man ein bisschen aufpassen, dass auch da die Finanzierung dann entsprechend passt.
Catherine: ist total spannend, weil ich hatte in meinem Kopf auch nur diesen Punkt, ich kaufe etwas alleine oder ich kaufe es mit jemandem zusammen und dann aber eben auch quasi beide im selben Kreditvertrag mit drin. Diese Möglichkeit kam mir noch gar nicht bisher zu sagen, dass man natürlich auch quasi einfach nur die halbe Summe finanzieren kann bei der Bank und die andere Hälfte der Summe finanziert.
Alex: Genau.
Catherine: Das macht natürlich Sinn. Ist es denn so, also ich schätze mal, kommt daher, wenn man jetzt sagen möchte, man möchte vielleicht später nochmal ne Wohnung kaufen und dann kaufe ich mir die dann beispielsweise alleine, dass mir aber trotzdem eben die Gesamtschuld des ersten Kredits dann quasi angerechnet wird auf mich alleine, aber nur die halben Einnahmen oder sowas in die Richtung, oder?
Tina: Genau, wenn man zusammen ein Eigentümer ist, dann kriegt man nur die halbe Mieteinnahme, auch
Catherine: Ja.
Tina: der nächsten Haushaltsrechnung quasi gut geschrieben.
Catherine: Ja.
Tina: Und wenn man aber zu zweit gleichen Kreditvertrag steht, dann sagt die Bank, du musst trotzdem die volle Darlehensrate irgendwie zahlen können, weil was ist, wenn der andere ausfällt? Und dann verschlechtert man halt quasi seine Bonität. Also da muss man echt aufpassen. der Pro-Tipp.
Catherine: Ja. Ja, ja. Das ist richtig guter Pro-Tip. Ich
Alex: Vielen Dank.
Catherine: hab nämlich, also ich hab bisher drei Immobilien gekauft und hab die aber auch alle eben komplett selber gekauft. Und diesen Gedanken zu haben, okay, ich kaufe mit jemandem zusammen, hab ich genau aus diesem Grund nämlich eben auch erst mal irgendwo hinten angeschoben. Plus mein Mann und ich, sagen auch, okay, dann können wir halt in zehn Jahren auch die Ehegattenschaukel machen, solche Geschichten.
Alex: Vielen
Catherine: Aber diesen Punkt einfach zu haben, man könnte vielleicht doch was gemeinsam kaufen, aber halt eben unter zwei Verträgen ist natürlich wahnsinnig spannend. Also vielen Dank, Dache, ich habe schon was gelernt.
Tina: Ja.
Alex: Ja, das war jetzt ein Beispiel, wie wir es jetzt einmal gemacht hatten.
Catherine: Ja, ja. Ja, natürlich. mein, ihr kennt aber scheinbar nicht seit mit allen Wassern gewaschen und kennt sowieso alle Tricks, ne?
Tina: Hahaha!
Alex: Man kann ja auch immer nicht sagen, dass es pauschal die Lösung gibt, sondern es kann
Catherine: Nein.
Alex: auch sein, dass es die richtige Lösung ist, eine Kapitalanlage zu kaufen, beide sind im gleichen Vertrag. Also
Catherine: Hm.
Alex: das ist einfach sehr individuell.
Catherine: Ja, klar, meine, es kommt natürlich darauf an, wenn man jetzt eben da sagt, beide wollen vielleicht eben nur eine einzige Immobilie kaufen und das war's dann, dann macht das vielleicht ja natürlich auch Sinn als Sicherheit, dass da beide mit drin sind, genauso wie beide dann mit im Grundbuch stehen oder solche Sachen. Im Thema skalieren, eben mehrere Immobilien kaufen, muss man sich das dann nochmal überlegen, aber das ist... Ein sehr, sehr schöner Tipp, den ich definitiv in meinem Kopf mal bisschen rumgehen lasse, wie der mir vielleicht helfen könnte.
Alex: Sehr gut. Ja, das
Tina: Okay.
Alex: ist auch wichtig, dass man sich frühzeitig einfach mit dem Thema befasst und auch mit seiner eigenen Strategie. Wo will man hin? Wie viele Immobilien will man kaufen? Soll es nun ein Eigenheim sein? Oder was heißt nur? Soll es einfach das Eigenheim sein, wo ich was schaffe für mich und meine Familie? Oder soll es irgendwie zwei oder drei Kapitalanlagen sein für die Allersvorsorge? Oder starte ich jetzt komplett durch im Immobilienbusiness und baue mir einen größeren Bestand auf? Da kommt es auch immer sehr drauf an, wo die Reise hingehen soll.
Catherine: Ja, total.
Tina: Und vielleicht auch nochmal auf die Wohnung zurückzukommen. Insgesamt ist es nicht nur mit den getrennen Kreditverträgen, sondern auch pauschal und sehr wichtig, immer darauf zu achten, dass wir eben unsere Bonität oder unsere Einnahme in Ausgabenrechnung für die Zukunft nicht verschlechtern. Es ist auch immer wichtig, dass man darauf schaut, dass zum Beispiel die Mieteinnahme, die Kreditrate ungefähr deckt. Weil sonst, wenn ich das nächste Mal investieren will, dann fehlt mir schon das, was... was die Kreditrate, die Mieteinnahme vielleicht übersteigt zum Beispiel. Und wenn
Catherine: Ja.
Tina: ich das dann ein paar Mal mache, dann ist irgendwann mein Überschuss erschöpft und die Bank setzt auch nicht immer die Miete zu 100 Prozent an, sondern manches sagen vielleicht wir machen einen Risikoabschlag.
Catherine: Mmh.
Tina: Genau deswegen, das war uns auch auf jeden Fall wichtig, dass das sich einigermaßen deckt oder optimal wäre es natürlich, wenn man noch einen Überschuss hätte und bisschen Rücklagen dadurch bilden kann. Aber auch das hat ganz gut geklappt und ansonsten würde ich vielleicht auch da noch mitgeben, dass man sich nicht scheuen sollte zu verhandeln. Weil entweder der Deal passt für mich oder
Catherine: Ja.
Tina: er passt halt für mich nicht, dann kaufe ich aber auch nicht. Also sollte man einfach verhandeln und sein Kaufpreisangebot so abgeben, wie es für einen selber passt.
Catherine: Okay, da redet ihr jetzt aber eben auch nicht mit der Bank verhandeln, sondern die Verhandlung quasi mit dem Verkäufer. Ja, auf jeden Fall. Ja, auf jeden Fall immer. es gibt, also ich persönlich kaufe ja auch immer Immobilien, die quasi renovierungsbedürftig sind, weil da für mich einfach der größte Hebel drinsteckt.
Alex: Ja.
Catherine: Und dann mache ich dann natürlich eben genau das, was ihr jetzt gerade gesagt habt. Ich gehe in die Verhandlung rein. und sag eben auch, ja, möchte hier so und so, die Wohnung dann später so aussieht. Und dafür brauch ich dann aber eben noch das und das an Kapital. Und wenn ich dann die und die Rendite später erzielen möchte, dann ist mein maximales Kaufpreisangebot zu. Und mehr geht
Tina: Hm.
Catherine: einfach nicht. Ja, und da lass ich mich aber dann aber auch nicht mehr drüber handeln, weil es muss ich ja eben auch irgendwie rechnen. Aber ich fand's ganz spannend, was du jetzt gerade gesagt hast, Tina. Denn nämlich genau diesen Punkt habe ich nämlich schon jetzt eben auch in meinen Finanzierungen erlebt. Obwohl ich eigentlich in einer recht guten Lage Überschuss erziele mit meiner Miete, rechnen eben die Banken mir oft diesen Überschuss, also diese, was eben meine Miete, die Rate an die Bank übersteigt, zählen, rechnen die eben nur zum Teil an, wo sie dann eben wieder sagen, ja, es ist ja gar nicht so, meine Haushaltsrechnung ist so. Ich habe schon so geärgert
Alex: Ja.
Catherine: drüber. Aber ja, gut, so ist es halt. Da muss man halt einfach die nächste Bank finden. Ich persönlich muss aber auch sagen, ich bin auch schon in Verhandlungen mit der Bank reingegangen, dass ich eben da auch gesagt habe, ich möchte meinen Kredit so und so aufstellen, gehen sie da mit oder gehen sie da nicht mit? Beispielsweise jetzt Laufzeiten, tilgungsfreie Zeiten und solche Sachen.
Alex: Genau,
Tina: Mhm.
Alex: ja da ist es auch einfach sehr wichtig, dass die einzelne Bank einfach begrenzte Möglichkeiten hat oder einfach nur die eigene Produktpalette anbieten kann und da vielleicht auch gar nicht so weit davon abweichen darf. Aber es gibt vielleicht auch eine andere Bank, dann genau das erfüllt, was du jetzt gerade sagst, was dir in dem Moment dann wichtig ist, entsprechend vielleicht eine niedrigere Tilgung oder einfach, dass die Rate passt. Und da ist der Vergleich in Summe auf jeden Fall wichtig.
Catherine: Ja, denke ich doch auch. also ich finde, da sind auch wirklich die Unterschiede meilenweit, was es da gibt. Also ich habe zum Beispiel auch schon ein Mehrfamilienhaus, also eine Wohnung in einem Mehrfamilienhaus gekauft, das irgendwie halt mehr als 20 Parteien hat und deswegen machen dann X-Banken schon wieder nicht mit, weil die das nicht finanzieren. Also das ist gerade mit dieser, was ihr sagt, mit dieser Produktpalette. Das ist Wahnsinn, was es da für Unterschiede einfach gibt, wo die Banken mitziehen und wo sie nicht mitziehen.
Tina: Ja.
Alex: Ja, das stimmt. Und natürlich kann es dann auch mal sein, dass es eine Bank gibt, wenn du genau die erwischt, die sagt, das macht man nicht. Und da ist wichtig, dass man nicht gleich den Kopf in den Sand steckt oder nicht gleich aufgibt, sondern einfach vielleicht noch ein bisschen den Horizont erweitern und nochmal auf eine andere Bank zugehen oder woanders vergleicht. Genau.
Catherine: Ja, ich glaube, da lassen sich auch viele schnell entmutigen. Aber ich finde, gerade dafür ist es ja toll, dass ihr so einen tollen Service anbietet. Weil ich meine, ihr fragt ja eben nicht nur diese eine Bank ab, sondern ihr seht dann ja, also mit eurer Erfahrung sowieso, aber ich meine, ihr seht dann ja eben auch genau diese Knackpunkte von wegen die Bank macht das nicht, nicht weil der Deal blöd ist. Sondern die Bank macht das halt einfach nicht, weil sie halt keine Mehrfamilienhäuser mit mehr als zehn Parteien irgendwo finanziert. Und das sind ja Dinge, die oft beim Endkunden gar nicht ankommen, sondern wo es dann halt einfach nur heißt, ja sorry, machen wir nicht, der ist gelaufen und sich der Endkunde dann ja davon einschüchtern lässt.
Alex: Ja, auf jeden Fall.
Tina: Absolut. Es gibt ja auch so viele kleine Stellschrauben, die halt zu jedem Vorhaben irgendwie anders passen. Es ist ja nicht immer nur der Zins, sondern wie du schon gesagt hast, welche Zinsbindung, welche Rückzahlung, wie viel Eigenkapital muss ich einsetzen. Jede Bank hat einfach ihre eigenen Richtlinien. Und
Catherine: Mhm.
Tina: ja, es ist wirklich einfach gut, wenn man nicht nur auf ein Produkt schauen kann. Das macht schon Spaß. Hahaha.
Alex: Und es ist auch völlig normal, dass man das überhaupt nicht weiß. Wenn man jetzt gerade auf der Suche nach einer Immobile ist, nach einem Haus oder nach einer Wohnung, dann denkt man ja überhaupt nicht dran, was es für Details auch in der Finanzierung gibt. Also, das auch ganz normal.
Catherine: Ja, ja, total. Gibt es vielleicht irgendwo einen Fall oder irgendwo vielleicht ein Beispiel, wo wir mal beschreiben können, was vielleicht auch für die da draußen eine gute Finanzierung und eine schlechte Finanzierung unterscheidet? Gibt es überhaupt so was wie eine schlechte Finanzierung oder ist das wirklich einfach so komplett total individuell pro Person abhängig?
Alex: Ja, würde ich tatsächlich sagen, es gibt keine unbedingt sehr gute Finanzierung oder schlechte Finanzierung, sondern mir oder uns ist da vor allem wichtig, dass die Person weiß, was sie jetzt macht, was sie abschließt, warum sie sich dafür entscheidet. Weil es kann sehr individuelle Gründe haben, vielleicht der eine sagt mir so wichtig, dass mein Zinssatz zehn Jahre lang gesichert ist oder mir ist es wichtig, dass mein Zinssatz 30 Jahre gesichert ist. kommt sehr drauf an, wie risikobereit man ist oder was man selber denkt, wie sich auch die Wirtschaft entwickelt oder alles Mögliche. Und deswegen so pauschal zu sagen, das ist jetzt ein sehr guter Parameter, den ich auf jeden Fall einschließen würde oder das nicht, gibt es aus meiner Sicht gar nicht. Oder, Tina, was sagst du?
Tina: Ich würde auch sagen, kann eigentlich fast nicht schlecht oder gut unterscheiden. Ich finde, kommt eher darauf an, wie gut passt die Finanzierung zur Person oder auch zum Vorhaben. Auch wie es die Alex jetzt schon gesagt hat, Zinsbindung ist, finde ich ein super wichtiger Punkt. Der Kapitalanleger sagt, nach zehn Jahren kann er vielleicht steuerfrei verkaufen. Also wenn es nicht mehr so gut ins Portfolio passt, dann schmeiße ich die Immobilie wieder raus. Aber im Eigenheim will man die nächsten 30 Jahre am besten bleiben, dann macht es vielleicht Sinn, die Zinsbindung länger zu machen. Deswegen, ich würde jetzt nicht pauschal sagen, es eines Schlechtes, anderes gut, sondern welches Ziel hat der Anleger oder der Eigenheimkäufer.
Catherine: Ja, ja, verstehe. Gibt es denn vielleicht so ein paar Fehler, die Menschen machen, wenn sie jetzt beispielsweise beschäftigen sich jetzt zum allerersten Mal mit der Immobilie, möchten vielleicht etwas kaufen, sei es das Eigenheim oder die Kapitalanlage, wo ihr merkt, da gibt es so ein paar Knackpunkte oder ein paar Fehler, die vielleicht einfach vermeidbar wären. Und ja, habt ihr da vielleicht bisschen was dazu zu sagen.
Alex: Ja, ich denke, ein wichtiges Thema oder was teilweise oft unterschätzt wird, ist die Qualität der Unterlagen, weil das ist natürlich was, was die Bank immer fordert oder braucht.
Catherine: Mhm.
Alex: Gerade wenn ich jetzt die perfekte Immobile gefunden habe, alles passt, ich will jetzt kaufen, dann ist es natürlich auch an der Zeit, trotzdem auch mal auf die Konditionen zu schauen. Und umso schneller alle Unterlagen da sind, umso mehr Zeit hat man vielleicht auch. Weil es gibt natürlich auch immer Schwankungen im Zinsniveau. wo es vielleicht ein bisschen nach oben oder nach unten geht. Und da ist es am allerwichtigsten, dass so schnell wie möglich die Unterlagen vollständig sind. Weil man dann entsprechend auch noch mal entscheiden kann, ist jetzt der richtige Zeitpunkt, die Konditionen zu sichern oder warten wir aus irgendeinem Grund vielleicht noch bisschen ab oder was auch immer. Aber wenn wir nicht haben, Unterlagen, dann kann man auch den Zinssatz nicht sichern.
Catherine: Welche Unterlagen benötigt ihr denn da, mal so eine Ersteinschätzung abgeben zu können, ob sowas funktioniert oder nicht funktioniert?
Alex: Das können wir relativ schnell machen, so ein Vorabcheck, ob die Finanzierung grundsätzlich machbar ist oder nicht.
Catherine: Mhm.
Alex: Da geht es bei uns auch alles digital. Wir haben da einen relativ digitalen Prozess über eine Selbstauskunft, die man ausfüllt mit den persönlichen Daten und den Objekte. Und wenn wir das haben, ist es schon mal ein großer Teil geschafft, dass wir eine erste Einschätzung geben können mit den Angaben, die wir jetzt vorliegen haben. sieht die Finanzierung so und so aus oder können es so so dargestellt werden. Wenn es dann aber darum geht, alles final fix zu machen, dann ist es entscheidend, dass wirklich jedes Dokument vorliegt. da geht es halt darum, für die Personenunterlagen, Gehaltsabrechnungen, Personalausweis, manchmal Steuerunterlagen, sowas,
Catherine: Mhm.
Alex: und Objektonterlagen, Baubläne, Flächenberechnungen, Energieausweis, Grundbohrauszug. Genau, also das sind dann natürlich auch Dokumente, die die Käuferin oder der Käufer nicht unbedingt selber in der Hand haben, wann und wie die vollständig vorliegen, sondern da hängt sie auch ein bisschen dann an der Verkäuferseite, Makler, je nachdem wer damit eingebunden ist.
Catherine: Ja. Ja, spannend. Ich finde vor allen Dingen auch gerade so, dass ihr auch so schnell wirklich eine erste Einschätzung abgeben könnt, ist ja eigentlich total toll. Ich meine, viele sitzen ja auch da draußen und wissen eigentlich gar nicht mal, was sie sich so leisten können. Würdet ihr empfehlen, auch dass man quasi vorher mit dem Banker ins Gespräch geht, bevor man sich überhaupt erst auf die Suche macht oder mit jemandem wie euch, mit Finanzierungsberatern?
Tina: Also wir würden es auf jeden Fall empfehlen, weil es auch die Immobilien-Suche total erleichtert. Wenn ich schon vorher ungefähr weiß, welcher Richtung bewege ich mich oder wie kann ich vielleicht jetzt auch schon mal ausrechnen, wie hoch meine Kreditrate ungefähr sein können, dann kann ich ja auch selber, wenn ich auf Immo Scout oder Immowelt bin, viel schneller auf einen Blick sehen, rechnet sich das, wo sich da viel verhandelt oder wenig. Deswegen auf jeden Fall sind wir dafür, Erstentschätzung sich vorher einzuholen.
Catherine: Gibt es irgendwelche Mindestvoraussetzungen, die man mitbringen muss, damit man realistisch finanzierbar ist?
Tina: Also ich erkläre es im Kundengespräch meistens so, dass die Finanzierung auf zwei Beinen einsteht und das eine ist immer die Haushaltsrechnung, hatten wir jetzt heute schon ein Mal als Thema.
Catherine: Ja.
Tina: Und das ist so der wichtigste Faktor, welche Einnahmen hast du, welche Ausgaben hast du und wie gut passt da die Kreditrate noch mit rein. Und das ist auch eigentlich der Faktor, ob die Bank sagt, ja, gehen wir mit oder gehen wir nicht mit. Weil wenn die Kreditrate da nicht mehr reinpasst, dann kann die Finanzierung nicht genehmigt werden. Heißt, für jeden ist es glaube ich sinnvoll, mal eine Aufstellung zu machen, wie viel verdiene ich und welche Kosten habe ich so, auch wenn die Bank dann vielleicht mit Pauschalen teilweise rechnet. Und das zweite Bein ist immer, wie viel Sicherheit hat die Bank, also wie viel Wert hat das Objekt, man kaufen will und wie viel Geld muss sie eingeben. Und da kommt eben das Thema Eigenkapital dann ins Spiel. Und aktuell braucht man auf jeden Fall die Kaufnebenkosten. Also es ist super schwierig, Kaufnebenkosten irgendwie eine 110 % Finanzierung gerade durchzubringen und am besten wahrscheinlich nochmal 5-10 % mehr.
Catherine: Ja. Möchtest du noch was sagen, Alex? Du sagst gerade so aus.
Alex: Nee, das stimmt. Ich würde es jetzt auch nicht ausschließen, es hängt zum einen mal am Objekt zum anderen an der Bonität. Und dann gibt es trotzdem noch individuelle Lösungen.
Catherine: Gibt es denn aktuell überhaupt irgendwelche Tipps oder Tricks, vielleicht an bessere Konditionen zu kommen? Also vielleicht irgendwas, was man sagen kann, einbringen kann, sich selbst zutrauen sollte? I don't know.
Tina: Es kommt immer darauf an, was vorhanden ist, mit welchen Mitteln man arbeiten kann. Zum Beispiel kann man nicht nur ein Kapital einbringen, sondern auch eine Zusatzsicherheit. Wenn man mehr Immobilien besitzt oder jemanden kennt, der einem eine lastenfreie Immobilie zur Verfügung stellt, dann könnte man auch da noch eine Grundschuld eintragen und erhöht quasi so die Sicherheit für die Bank, ohne dass man jetzt mords ein Kapital einbringen muss. Es gibt schon immer wieder so So eine Lösungsansätze, ja.
Catherine: Ja, sehr gut. nochmal darauf zurückzukommen, weil das fand ich jetzt trotzdem irgendwo noch ein bisschen wichtig. Gibt es so in Zahlen vielleicht irgendwie Mindestvoraussetzungen, was bestehen sollte?
Tina: Also was? Man sagt immer, die Kreditrate sollte maximal 30 bis 40 Prozent vom Nettoeinkommen zum Beispiel nicht überschreiten. Wobei ich das eher für Eigenheimkäufer sehe, weil bei einem Kapitalanleger oder einer Kapitaleinnahme
Alex: Ein Eigenheimkäufer
Tina: kommt ja auch dann die Mieteinnahme wieder drauf. Das wäre jetzt mal so eine Zahl. Und ein Kapital würde ich sagen, ich kaufe neben Kosten plus 5 oder 10 Prozent.
Alex: Ja.
Catherine: Und so vom Gehalt her, also dass ihr sagt, irgendwo ein Mindestgehalt muss da vorhanden sein, damit die Bank das akzeptiert. Also Mindestnettogehalt.
Alex: Ich denke, wenn man jetzt eine Kapitalanlage kaufen will, dann wäre es schon wichtig, dass man so 2500 Euro Netto
Catherine: Mh.
Alex: mitbringt. Jetzt mal als groben Richtwert. Und dann kommt es halt noch drauf an, es sonst irgendwelche Verbindlichkeiten, irgendwie ein Kredit fürs Auto oder ja, irgendwie Privatverbindlichkeiten, das sind natürlich dann Sachen, man eben wieder berücksichtigen müsste. Deswegen schwierig das so pauschal zu sagen.
Catherine: Ja.
Alex: Weil sonst ist es natürlich schon wichtig, dass man regelmäßiges Einkommen hat und sicheres Einkommen, bestenfalls auch ein unbefristeter Vertrag. Wobei es natürlich auch Branchen gibt, in denen eine Befristung üblich ist, dann ist das für die Bank auch kein Thema. Aber so als Grubberichtwert wäre das schon mal ganz wichtig.
Catherine: Ja, das entspricht tatsächlich auch meinen Erfahrungen oder auch den Erfahrungen mit vielen Personen, mit denen ich einfach gesprochen habe. Also so ein Mindesteinkommen von 2,5 netto und dann halt eben noch die Kaufnebenkosten oder sagen wir mal mindestens so zwischen 10.000 bis 20.000 Euro, je nachdem wie viel halt oder
Alex: Genau.
Catherine: welchen Wert man einfach finanzieren möchte bei der Bank.
Alex: Genau so ist es. Das sind auf jeden Fall gute Anhaltspunkte schon mal.
Catherine: Ja. Habt ihr vielleicht ein paar Tipps für Frauen? Also ich meine, mein Podcast ist ja erstens sowieso an Frauen gerichtet, einfach sich da ein bisschen zu, ich hab so ein schönes Wort neulich gehört in einem Interview, was ich hatte, sich zu finanzipieren. Ja,
Tina: ...
Catherine: finde ich sehr schön, das Wort. Und ja, da halt einfach sich ein bisschen an das ganze Thema Und ich meine, bei Frauen kommen ja oft solche Dinge wie beispielsweise, ihr hattet jetzt eure alleinerziehende Mama, ja. Dann eben genau dieses Thema Elternzeit, eben Einkommensminderungen etc. Habt ihr da vielleicht irgendwo ein paar Tipps, wo ihr sagt, so kann man sich als Frau vielleicht besonders gut aufstellen, damit man entweder vorsorgt oder vielleicht finanzierbar bleibt?
Alex: Ich glaube ganz wichtig ist es überhaupt mal den ersten Schritt zu machen und auch mutig zu sein, auf die Suche zu gehen. Sowohl nach Immobilien, sowohl vielleicht auch dann nach einer Finanzierung oder vorab mal die Möglichkeiten wirklich abklären zu lassen. Was ist bei mir persönlich eigentlich machbar? Und dann betrachtet man natürlich zum einen, ist die Situation jetzt, aber wie sieht es vielleicht auch später aus, wenn Kinderplanung ansteht, wenn vielleicht eine Elternzeit kommt, wenn das Einkommen weniger wird. Gerade wenn es dann ums Thema Kapitalanlage geht, was ist das perfekte Timing? Also es ist vielleicht irgendwie machbar oder darstellbar, jetzt auch mit einem Vollzeitgehalt vielleicht noch in die Wege zu leiten, dass man bevor die ganze Kinderplanung überhaupt ansteht, einfach schon beginnt und während Oder während man dann in der Elternzeit ist, man natürlich gucken, wie geht diese Einnahmen- und Ausgabenrechnung dann auf mit dem Elterngeld. vielleicht kann ja auch sein, dass man länger zu Hause ist, als man überhaupt Elterngeld bekommt. In dieser Zeit wird es wahrscheinlich dann schwierig, jetzt alleine eine Finanzierung zu bekommen, jetzt rein aus der Sicht. Aber man hat ja deswegen trotzdem in dieser Zeit die Möglichkeit, einfach zu schauen, was gibt es vielleicht für andere Wege noch. Gibt es Möglichkeiten, dass ich Eigenkapital aufbaue oder langsame Schritte wieder mache, Geld anzusparen, also sowas, danach wieder einsteigen zu können.
Catherine: Also würdest du sagen, dass man in der Elternzeit eigentlich dann als Frau eher schwierig bis gar nicht finanzierbar ist?
Alex: Also alleine wahrscheinlich schwierig, kommt natürlich auch darauf an, wer jetzt die eltern geldberechtigte Person dann ist.
Catherine: Aber jetzt gehen wir mal von dem klassischen Fall aus. meine, ist
Alex: Ja.
Catherine: meistens einfach noch so, wir Frauen sind anatomisch dafür zuständig. Anders kann ich gar nicht sagen, die Kinder zu kriegen.
Alex: Ja.
Catherine: Es geht halt nicht anders. Dann kommen ja noch solche Sachen wie die Stillzeiten dazu, wo die Frauen sich einfach auch mehr in der Verantwortung fühlen, zu Hause zu sein. Und natürlich auch eben nicht einfach nur das Kind, ja, dann eben, selbst wenn es mit Muttermilch sei, aber Flaschen Flaschenkind
Alex: Ja.
Catherine: haben wollen. Deswegen ist der klassische Fall einfach weiterhin, dass die Frau auf jeden Fall erst mal das erste Jahr eigentlich bis die ersten zwei Jahre zu Hause bleibt. So geben wir mal davon aus, das sei eben dieser Fall. Ich bin jetzt, jetzt in Elternzeit. Ich bleibe dann jetzt die nächsten zwei Jahre zu Hause innerhalb dieser Zeit. Und oft ist es ja dann auch so, dass dann auch das nächste Kind ja relativ auf, sagen wir mal, kurzem Fuß gefolgt. dann wäre das oder ist meine Frage, ob in dieser Zeit dann überhaupt eine Finanzierung möglich ist oder ob ihr generell sagen würdet, nee geht eigentlich nicht.
Alex: Also alleine als Frau, als elterngeldberechtigte Frau ist es schwierig. Außer es gibt schon einen genauen Fahrplan, es nach der Elternzeit weitergehen soll. Also das ist von was, was die Banken berücksichtigen. Wenn wir zwischen ein Jahr Elternzeit oder auch ein Jahr elter Geld, dann haben wir die Einnahmen nach diesem Jahr, steigt die Frau wieder ein in ihren alten Beruf. Das ist ja oft so, dass man wieder zurückkehrt und dann wollen die aber einen genauen Plan. Also wie viele Stunden, wie viel ist das voraussichtliche Einkommen? Und dann gibt es schon die Möglichkeit, dass man es auf der Basis voraus berechnet oder mit berücksichtigen kann. Und wenn die Zahlen passen, wenn die Rechnung aufgeht, dann klappt das auch. Also so könnte
Catherine: Ja super.
Alex: das schon funktionieren. was wir halt häufig auch in der Praxis merken oder sehen, Gerade jetzt ob beim Eigenheim oder auch bei Kapitalanlagen, dass der Plan vielleicht noch gar nicht so hundertprozentig feststeht. Gerade wenn jetzt das Kind erst geboren ist, wissen viele noch gar nicht, steige ich jetzt wirklich nach zwölf Monaten wieder ein oder bleibe ich vielleicht zwei Jahre zu Hause und es gibt noch keine Bestätigung vom Arbeitgeber, weil das ist wirklich die Voraussetzung, dass es schriftlich vorliegt,
Catherine: Mh.
Alex: was passiert.
Catherine: Ja, ich meine, das ist ja ein wahnsinnig wertvoller Tipp. ich meine, viele haben ja auch ein gutes Verhältnis mit dem Arbeitgeber. Heute ist das ja auch eigentlich fast Standardvoraussetzung, damit man lange in so einem Job bleiben möchte, dass man eben sich ja auch wohlfühlt in diesem Arbeitsumfeld. Und ich meine, wenn man da einen guten Draht zu seinem Chef hat, dann kann man ja eben auch sagen, guck mal hier, Elternzeit ist ja klar. kommt jetzt, aber ich möchte vielleicht auch eine Kapitalanlage kaufen. Gibt es vielleicht die Möglichkeit, dass du mir einfach ein Schreiben ausstellst, das eben dann zeigt, wie ich später wieder einsteigen werde, wenn ich zurückkomme? Das ist ja... Und wenn so was den Unterschied macht, dann ist dieser eine Gang, diese eine Frage ja eigentlich... ist absolut wert, ja. da mal hinzugehen, 10 Minuten Gespräch mit dem Chef zu haben und zu sagen, du, ich brauch mal bitte einen Zettel. Dafür krieg ich dann aber auf der anderen Seite eine Immobilie. Dann ist für mich die Frage logisch, ich würde hingehen und würde die Frage stellen.
Alex: Ja, das stimmt, klar, wenn man dann weiß, man fängt tatsächlich wieder an oder so und so, ist der Wiedereinstieg auch geplant, dann ist es auf jeden Fall sinnvoll da ins Gespräch mit dem Arbeitgeber zu gehen.
Catherine: Ja.
Tina: Erfahrungsgemäß ist es aber trotzdem, also möchte ich an alle appellieren, dass es einfacher ist vorher Kapitalanlagen zu kaufen. Vor allem wenn man sagt man will sie alleine kaufen. Weil erstens hat man dann irgendwann mal zumindest vorübergehend niedrigeres Gehalt, was es schwieriger macht. Und auch da ist es ja oft so, dass man innerhalb der Familie irgendwie gemeinsame Kosten hat. Entweder jetzt eine Mietausgabe oder auch ein Eigenheim mit einer Kreditrate. Und auch da ist es oft so, dass die Bank sagt, wenn du jetzt alleine finanzieren willst, musst du dir trotzdem die Wohnkosten für die ganze Familie alleine leisten können. Und es ist halt dann einfach schwierig, vor allem wenn ich als Mama vielleicht nicht 100 Prozent arbeite und nicht das volle Gehalt habe und mir trotzdem die kompletten Kosten da angerechnet werden. Und es ist vorher einfach einfacher oder hinterher vielleicht dann trotzdem, dass man als Paar zusammen Kapitalanlagen kauft. Oder?
Catherine: Ja.
Alex: Ja, das ist wichtig, einfach individuell, sehr individuell, auch die Frauen verdienen sehr unterschiedlich viel. Also man kann es jetzt wirklich auch broschal nicht sagen, weil es schon sehr drauf ankommt, wie hoch das Einkommen ist, wie hoch die Kosten auf der Gegenseite sind. Aber auf jeden Fall wichtig, ja.
Catherine: Ja, aber ich mein, gerade wenn man dann über Elternzeit redet, ich mein, das Maximale, was wir Frauen einfach bekommen können, sind ja diese 1800 Euro ungefähr. dann, also das ist ja, also es ist ja gedeckelt, geht ja da nicht.
Alex: In der Zeit, ja, auf jeden Fall.
Catherine: Genau, und ja, genau. Also von dem her, finde ich das schon schon sehr, sehr spannenden Tipp auch eben zu sagen. Schaut euch bitte mal oder geht mal ins Gespräch mit dem Arbeitgeber. Vielleicht hilft das eben, so was doch noch zu ermöglichen. Jetzt sagen wir mal, ihr könntet eine einzige Sache über Geld, über Finanzierungen in der Schule beibringen. Was wäre das? Was wäre für euch das absolute Non plus Ultra, dass jeder jeder verstehen muss und was unbedingt beigebracht werden sollte.
Alex: Ich glaube, es ist schon wichtig, mal an das Thema bisschen herangeführt zu werden. Gerade auch wenn es jetzt Vermögensaufbau oder sowas geht. Das ist ja auch oft ein Hintergrund, den viele jetzt verfolgen, auch wenn sie Kapitalanlageimmobilien zum Beispiel kaufen. Aber welche Möglichkeiten gibt es vielleicht auch außerhalb? Der Immobilien, das ist ja trotzdem auch nicht jede Person gleich und jeder hat vielleicht andere Vorlieben und der eine legt sein Geld lieber in Aktien an, der andere vielleicht in Kryptos. Und überhaupt die Möglichkeiten zu kennen, wäre glaube ich schon mal wichtig. Und aber vielleicht auch ans Thema Sparen allgemein ein bisschen rangeführt zu werden. Auch sowas finde ich super wichtig. Das Konsumverhalten vielleicht auch mal zu hinterfragen.
Tina: Ja, oder auch zum Beispiel sowas wie, was sind gute Schulden, was sind schlechte Schulden? Wie du jetzt gesagt hast, das Konsumverhalten zu hinterfragen, nehm ich jetzt für alles Mögliche irgendwie einen Konsumkredit auf, der mich eigentlich nur belastet und kein Realist dagegen steht,
Catherine: Ja.
Tina: dann ist es vielleicht nicht so gut. Aber wenn ich ja in Immobilien investiere und da Schulden habe, kann man genauso gut mal sagen, ne davor brauchst du jetzt nicht so arg viel Angst haben. Weil du hast ja den Wert, dagegen steht, weil ganz viele trauen sich ja auch gerade das nicht oder haben vor so großen Summen dann Angst. Da
Catherine: Ja.
Tina: können wir schon in der Schule vielleicht auch schon ranführen. Was ist überhaupt ein Kredit? Ja.
Catherine: Alex, hast jetzt gerade das Thema Sparen angesprochen. Bist du wirklich noch so ein großer Verfechter vom Sparen? Also ich persönlich bin ja so bisschen skeptisch, was dieses Thema Sparen angeht. Weil das ist, ich meine, wir Deutschen sind ja so die Sparer schlechthin. Haben dann einfach alles auf irgendeinem Tagesgeldkonto liegen und 7 % Inflation sagen, danke schön.
Alex: Ja, das stimmt. Das kommt natürlich immer sehr drauf an, wo man hin will oder wie man spart. Also klassisch jetzt auf dem Sparbuch oder natürlich vielleicht auch in einem Depot. Aber wenn ich eine Immobile kaufen will, muss ich vorher irgendwie gespart haben oder brauche einfach Kapital, das einbringen zu können. Sowohl beim Eigenheim als auch bei der Kapitalanlage. Deswegen ist das, glaube ich, schon mal ein Schritt, der auf jeden Fall vorausgeht. dass man lernt, bisschen Geld auch anzusammeln, es vielleicht später auch umschichten zu können.
Catherine: Vielen für's Zuhören.
Alex: Das ist eher das, was ich gemeint habe.
Catherine: Ja, ja, das genau das. Ja, so habe ich es jetzt dann auch verstanden, weil dieses also eher quasi eigentlich dieses Ich muss etwas erst mal zurücklegen, das quasi als Trittschwelle benutzen zu können, damit etwas anderes machen zu können. Entweder eine Immobilie zu kaufen oder eben das vielleicht einfach auch direkt in einem ETF zu sparen oder so.
Alex: Ja.
Catherine: das aber halt nicht nur Sparen und beiseite legen und zusehen, wie es still und leise weniger wird.
Alex: Ne, genau. Also Sparen bedeutet für mich auch, das kann jetzt in dem Depot sein, das kann ETF sein, das können Aktien sein. Auch wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, hat man ja trotzdem gute Möglichkeiten da, auch gute Renditen zu erzielen oder das Kapital zu vermehren.
Catherine: Und je früher man anfängt, desto geringer sind die Summen, die man einbringen muss in den ETF oder was auch immer. Und trotzdem am Ende dann quasi dasselbe oder ein sehr gutes Ziel zumindest zu erreichen.
Alex: Auf jeden Fall, das ist der größte Hebel. Früh anfangen oder auch regelmäßig einfach konstant dranbleiben.
Catherine: Was würdet ihr denn jemandem mitgeben, der sich vielleicht einfach mit dem Thema Immobilien beschäftigt, aber jetzt noch nicht so ganz weiß, er daran gehen soll? Gibt es irgendwas, wo ihr sagen würdet, das sind so ein paar Dinge oder so, die ich dir jetzt mit auf den Weg geben würde?
Tina: Ja, also am wichtigsten ist, glaube ich, einfach anfangen, einfach mal schauen, was ist auf dem Markt. Vielleicht auch mal besichtigen. Das heißt ja, dass man die erste Wohnung gleich kauft, sondern auch das darf man üben. Wie verhalte ich mich auf einer Besichtigung? Wie spreche ich mit Maklern oder Eigentümern? Also einfach irgendwie anfangen. Und selbst wenn, selbst wenn man irgendwie was in Auftrag gibt oder sagt, die würde ich jetzt gerne kaufen und die Bank sagt am Ende nein, dann ist auch immer noch nichts passiert. Man hat wahrscheinlich nur irgendwie was draus gelernt, einfach da die Angst verlieren und erst mal ins Tun kommen, weil man kommt dann auch zwangsläufig voran.
Alex: Das stimmt. Und aber schon schnell, es jetzt ums Thema Immobilien geht und ich hab wirklich, kann mir wirklich noch nicht vorstellen, was kann ich mir selber eigentlich leisten. Weil das ist schon was, was vielen auch schwerfällt. Bei welcher Darlehnssumme habe ich überhaupt welche Rate? Und das ist was, was wir trotzdem auch relativ schnell im Erstgespräch einmal individuell klären können, damit man Gefühl dafür bekommt und dann später wirklich einem die Suche auch deutlich erleichtert wird. Oder man auch mutiger sein kann, als man sich vielleicht selber zutraut. Das ist ja auch noch was.
Catherine: Ja, vielleicht
Tina: Ich schon
Catherine: sich selber ganz unterschätzen.
Alex: Ja, gerade bei Frauen ist es ja schon öfter mal ein Thema, dass man denkt, vielleicht kann ich das gar nicht oder ich kriege keine Finanzierung oder... aber die Zahlen oder die Faktenlage ist eigentlich was ganz anderes. Vielleicht sind die Voraussetzungen doch eigentlich ganz gut.
Catherine: Also erstmal ins Gespräch gehen mit euch zwei und erstmal darüber sprechen, kann mich mir, was kann ich mir denn eigentlich leisten, dann erstaunt darüber sein, was eigentlich alles so geht und dann geht's ab ins Besichtigung üben.
Alex: Ja, auf jeden Fall ein guter Plan, mal Fuß in die Tür zu bekommen, den Einstieg zu schaffen.
Catherine: Ja, sehr cool. Ich glaube, ja, das ist tatsächlich ein sehr handfester Plan, da eben mal voranzugehen und dann einfach noch, also was ich an der Stelle noch immer gerne mitgebe, ist, natürlich in seinen Standort ein bisschen eingraben, gucken, vielleicht auch, also da kommt eben dieser der strategische Punkt von mir so ein bisschen, wo ich dann sag, gucken, was funktioniert an deinem Standort? Ist es vielleicht die WG-Vermietung, die bei dir perfekt funktionieren würde? Ist es vielleicht der... Die ganz normale Standardvermietung werden gesucht, eher Zweizimmerwohnungen oder größere Wohnungen für die Familien. dann, wenn du das weißt, wenn du deinen Markt kennst, dann dich dort auf etwas einschießen und auf die Suche gehen nach der passenden Immobilie, für deine Strategie, die du dir aufgesetzt hast, dann einfach passt.
Alex: Ja, das stimmt. Da ist es auch immer sehr unterschiedlich, ob man an seinem eigenen Standort oder im Umkreis irgendwie investiert. Oder es gibt ja auch Personen, sagen, ich habe eigentlich keine Zeit oder ich will mich da gar nicht einarbeiten, mir ist es nicht so wichtig, wo es ist. Auch klar, gibt es ja vielleicht Leute, die sich dann darum kümmern. Klar.
Catherine: Ja.
Alex: Es gibt verschiedene Möglichkeiten.
Catherine: Genau. vielen Dank. Dann sind wir eigentlich auch schon am Ende angekommen. Ich danke euch ganz, ganz herzlich für eure Zeit. Ich denke, da waren wirklich ein paar wertvolle Tipps mit dabei, die die Community braucht und hören muss. und vielen Dank, dass ihr euch heute die Zeit genommen habt für den Podcast.
Tina: Ja, danket ihr auch. Hat Spaß gemacht.
Alex: Ja, danke für die Einladung und immer mutig sein.
Catherine: Unterschreibe ich so.