Thorsten: Bild ist noch besser, bis jetzt
Rieke: finde ich auch.
Thorsten: besser zu sehen.
Jana: hatte mein Mann mal wieder recht. Toll. Sagen wir ihm nicht. Genau,
Rieke: Nein. Nein.
Thorsten: Das kommt nicht in den Podcast.
Jana: das nehmen wir nicht mit, Rieke.
Thorsten: Hahaha
Jana: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Seitenschnack, dem Self-Publishing Buchpodcast rund ums Lesen und Schreiben mit mir, Jana.
Rieke: Mit mir, Rike.
Jana: Und heute auch mit einem ganz besonderen Gast, auf den wir uns gefreut haben, und zwar mit Thorsten von BOD. Schön, dass du da bist.
Rieke: Ja, hi!
Thorsten: Ja, schön, dass sie da sein darf.
Rieke: Ja, da können wir gleich vielleicht schon reingehen. Kurze Vorstellung vielleicht zu dir. Wer bist du? Was machst du? Wo arbeitest du? Ja gut, das haben wir jetzt schon gespoilert, ...
Jana: Wer ist dieser BUD?
Thorsten: Ja wer bin ich, was mache ich? Also mein Name ist Thorsten, Thorsten Simon, der Vollständigkeit halb auch den Nachnamen nochmal zu nennen und ich bin Pressesprecher von BOD und in der Funktion darf ich heute auch bei euch sein. Vielleicht so ganz zum Hintergrund zu mir. Ich habe so einen klassischen PR-Werdegang hinter mich gebracht. Ich habe neue deutsche Literatur und Medienwissenschaften studiert, damals in und habe dann in Agenturen gearbeitet, in PR-Agenturen in Hamburg, Und wie es dann immer so häufig ist, irgendwann ist man des Agenturlebens übertreu. Ich möchte vielleicht auch mal pünktlich nach Hause kommen am Abend. Und dann hat sich für mich die Möglichkeit ergeben, bei BOD anzufangen und sozusagen meine berufliche Leidenschaft rund Öffentlichkeitsarbeit mit meiner privaten Leidenschaft rund ums Lesen. zu verbinden und das mache ich jetzt mittlerweile auch schon seit, was haben wir 2026, seit 13 Jahren bin
Rieke: Ui!
Thorsten: ich jetzt mittlerweile bei BOD und habe da natürlich in der Zeit auch schon viel erleben dürfen und bin jetzt auch seit sechs Jahren, seit 2020 in gleicher Funktion bei unserer etwas größeren Schwester Libri unterwegs als Pressesprecher. Wer Libri vielleicht noch nicht kennt, Libri ist ein sogenanntes Barsortiment, ein Zwischenbuchhändler. Die machen letztendlich das, wenn ihr in eine Buchhandlung geht und ein Buch bestellen möchtet oder kaufen möchtet und es ist gerade nicht da, dann geht die Buchhändlerin an ihren Rechner und bestellt das Buch am nächsten Tag, ist es da. Das, da im Hintergrund passiert, in ganz groben, das ist natürlich nur ein Teil von dem, was Libri macht, aber das macht der Zwischenbuchhandler, das macht Libri. Über BOD werden wir heute sicherlich noch bisschen mehr reden, was wir sind, was wir so machen. Genau, ich bin halt bei BOD Pressesprecher, sprich ich darf... alles rund die Kommunikation machen, darf viel auf Veranstaltungen sein und darf zu Gast bei Podcasts sein.
Rieke: Yeah, cool.
Jana: sehr schön, da haben wir Glück. Ich habe das
Rieke: yes.
Jana: Gefühl, da haben wir jetzt hier voll das Expertenwissen sitzen, 13 Jahre
Rieke: Mhm.
Jana: im Self-Publishing unterwegs.
Thorsten: Hahaha
Rieke: Mhm.
Jana: Ich hoffe, wir haben die richtigen Fragen mitgebracht.
Rieke: Hahaha! Bestimmt, ich glaube auch. Ja, cool. Ähm, kurze persönliche Zwischenfrage. Hast du, du liest ja wahrscheinlich auch selbst, oder? Yes. Ähm, hast du da ein bestimmtes Lieblingsbuch aktuell? Vielleicht sogar ein bestimmtes Self-Published-Buch, was dir einfällt?
Thorsten: Also aktuell lese ich tatsächlich gerade nichts Self-Publishing-seitiges, sondern ich habe jetzt
Rieke: Mhm.
Thorsten: gerade über eine... Das Buch ist mir irgendwie auf der Leipziger Buchmesse begegnet über eine Kollegin, die kam ganz begeistert an, Dungeon Crawler Karl. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt.
Rieke: cool, das hab ich noch bei mir im Schrank. Das kommt noch. Ich hab richtig Bock drauf.
Jana: auf der Liste.
Thorsten: Genau, von Matt Dineman. da sind jetzt zwei Titel auf Deutsch erschienen. Der dritte kommt glaube ich erst im November und da habe ich jetzt keine Lust darauf zu warten. Das heißt, ich mache jetzt mit Englisch weiter. Und das trifft
Jana: Das spricht für die Geschichte.
Thorsten: auch so ein bisschen meinen Lesegeschmack. Also ich lese sehr gerne eskapistisch, also ich lese auch gerne fantastische Literatur. Sachbüchern, Ratgebern auch sehr gern. Und zwischendurch auch gerne mal was zeitgenössisches. Also da bin ich auch... recht offen für alles Mögliche letztendlich.
Rieke: Cool! Alright, geile, geile Mischung, find ich gut.
Jana: Und ich hab gehört, Kiel auch ein echtes Nordlicht ist, Marike. Jemand, der wirklich aus dem Norden kommt.
Rieke: Ich wollte reingehen, ich wollte reingehen.
Thorsten: Ja, also gebürtig bin ich in Berlin, aber bin als kleiner Junge, als meine Eltern weggezogen sind, musste ich ja mitziehen und von daher, aber
Jana: ja.
Thorsten: man kann da ganz gut aufwachsen da oben. Also es ist eine schöne Ecke, also erst in Kiel gewesen und dann bei Kiel und wenn man so bisschen Fäbel für mehr hat und viel Wind, ist das eine sehr schöne Ecke da. Also ich habe dann auch ein paar Jahre in München gelebt. war sozusagen das Kontrastprogramm
Jana: Huch!
Rieke: Haha!
Thorsten: und irgendwann bin ich dann in Hamburg mal gelandet, als man auch mehr in innerdeutsch geflogen ist zu dem Zeitpunkt und habe dann so Salz in der Luft gerochen, gespürt, geschmeckt und dann dachte mir, okay jetzt wird es auf wieder Zeit.
Rieke: Ja, anders geht's dann. Geht mir genauso.
Jana: Das
Rieke: Ich komm ja auch aus dem Norden. Ich komm
Jana: war der Ruf.
Rieke: ja aus Nordfriesland von Föhr. Und hab da eine Zeit lang in Göttingen gewohnt, die Schule dort zu beenden. Und bin dann wieder nach Hamburg. Und dachte dann auch so, nee, ist wohl Zeit. Diese drei Jahre in Göttingen waren schön, aber ... sorry. Ja. Cool.
Jana: Wo ist das Meer?
Thorsten: Die Haare ist schon nett.
Rieke: Ja, auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Der Norden, Kommt in den Norden. Ähm Ja, du bist jetzt seit 13 Jahren schon bei BOD. BOD gibt's ja auch schon seit ... seit 97 oder so, ne? Also, ihr seid schon echt lang und
Thorsten: Ja, es gibt
Jana: lange lange
Thorsten: mehrere Entstehungsmythen. ja, tatsächlich
Rieke: Hahaha
Thorsten: 97 ist so das früheste, weil da, also vielleicht noch mal bisschen auszuholen, BOD wurde gegründet aus Libri heraus. Libri haben wir ja gerade schon ein bisschen erwähnt und das geschah zum Zeitpunkt, als gerade so der Digitaldruck, also dieses Print-on-Demand in so eine Marktreife reinkam, war noch relativ früh und das war 97. Und da hatte man bei Libri die Idee, Mensch, das ist doch eine spannende Technologie, Bücher erst auf Bedarf zu drucken. Das spart Lagerplatz, das reduziert den Versandaufwand und man kann damit auch im Vergleich zum Auflagendruck sowas wie Remission vielleicht sparen. Man hat weniger Auflagenrisiko, weil man ja bei einer Auflage immer überlegen muss, okay, wie viele Glauben wir, von diesem Buch verkaufen zu können, viele Exemplare? Das ist ja beim Print-On-Decal quasi per Prinzip anders. Und das wollte man im ersten Schritt Verlagen anbieten. Hat man auch gemacht. Und die ersten Verlage, die das für sich genutzt haben und heute ja auch immer noch nutzen sind, sind vorwiegend also Wissenschaftsverlage, Ratgeberverlage, Fachbuchverlage. Einfach weil die... mit der Ausstattung der Bücher und dem Lebenszyklus der Bücher da wunderbar ins POD passen. man kennt das ja vielleicht, Klassiker, der jetzt nicht über den Prädominat erscheint, aber so was wie der dir gewählt hat, Lars, wenn man die noch aus der Schule kennt. Ich weiß gar nicht, welchen, in der wievielten Auflage es die mittlerweile gibt. 70? Keine Ahnung.
Rieke: Ich glaub, es gibt auch niemanden, der den nicht kennt. Ja.
Thorsten: Genau, und
Jana: Es gibt keine Alternative.
Thorsten: das ist ja auch das Tolle für so einen Wissenschaftsverlag, wenn es neue Erkenntnisse gibt, da muss man nicht erst warten, bis so eine Auflage weg ist, sondern kann einfach im Hintergrund die Datei anpassen und dann ist im Print-Onimat quasi die neue Auflage
Rieke: Mmh.
Thorsten: da. Das fand natürlich Wissenschaftsverlage von Anfang an mega spannend. Und dann hat man aber gemerkt, manche Verlage brauchen vielleicht noch ein bisschen länger, sich zu entscheiden. Und deshalb hat man relativ früh auch gesagt, dann geben wir diese Möglichkeit auch an die Autoren und Autoren weiter, ihre Bücher sozusagen verlagsartunabhängig zu veröffentlichen. Und daraus ist BOD dann entstanden. Und das allererste Buch, was bei uns entstanden ist, ist die Hamburger Verfassung.
Rieke: Hamburg!
Thorsten: Hamburg. Das Buch gibt es heute auch noch und kann man immer noch bestellen. Das ist auch bei uns im System die Nummer eins. Das ist immer ganz witzig. Mittlerweile
Rieke: Geil.
Thorsten: sind wir ja weit im sechsstelligen Bereich, was die Anzahl
Rieke: nicht schlecht.
Thorsten: unserer Bücher betrifft. Da ist ja auch auf dem Weg jetzt zu heute unfassbar viel passiert. Wir sind mittlerweile in ganz Europa unterwegs, in neuen Ländern. damals natürlich gestartet so mit der Dachregion, aber dann kam auch ganz schnell Dänemark dahin zu und heute ist es halt Spanien, Frankreich und die gesamten Nordics quasi obendrauf noch mit Norwegen, Schweden und Finnland. Das ist dann auch immer echt gespannt so in die anderen Märkte reinzuluschern, weil die dann doch immer ein bisschen unterschiedlich sind zu Deutschland.
Rieke: Ja, vor allem was den Buchmarkt auch angeht.
Thorsten: Die A total.
Rieke: Ich merke das hier, ich bin ja noch weiter nördlich gezogen, bin nach Schweden gezogen. Deswegen habe ich mich,
Thorsten: siehst du.
Rieke: ich habe das auch tatsächlich gemerkt, ich jedes Mal, wenn ich dann Biodigge googelt habe, weil ich ja auch über euch mein letztes Buch veröffentlicht habe, komme ich immer automatisch auf die schwedische Seite und denke mir, nein, können wir das bitte lassen? Aber das ist schon cool, weil es natürlich auch sehr unterschiedliche Buchmärkte Ich merke das hier ja auch, wie das mit den Übersetzungen ist, wie spät Farbschnitte ankamen oder wie das hier zum Beispiel das Pocketbook, also wirklich, so, dass du es in die Hosentasche reinstecken kannst, ultra beliebt ist. Also das schon spannend, auch cool, dass ihr da so breit aufgestellt seid in Europa. Das ist, glaube ich, vielen gar nicht bewusst, dass sie nicht nur in Deutschland oder in der Dach Region unterwegs seid. Sehr cool.
Thorsten: alles gesteuert aus Hamburg und das ist immer auch ganz spannend, dass man dann den direkten Kontakt mit den Kolleginnen hat, die dann halt entsprechend in den Ländern unterwegs sind.
Rieke: Hm. Ähm ...
Jana: Wenn du jetzt gerade die Remission angesprochen hast, da gab es ja vor kurzem auf Instagram so ein bisschen eine Gerüchteküche, würde ich das nennen, von einer Buchhändlerin, die gesagt hat, ne, wir arbeiten nicht mit Self-Habitats-Schnitten zusammen, das lohnt sich für uns nicht und überhaupt, man kann auch dann die Bücher nicht zurückschicken und das ist alles Mist. Aber das stimmt gar nicht, oder? euch kann man die Bücher, theoretisch, wenn man die über den Buchhandel bezieht auch, dürfen die Buchhändlerinnen das auch wieder zurückschicken oder nicht?
Thorsten: Genau, das ist möglich. Ja, da gibt es viel, auch jetzt tatsächlich auf Seiten der Buchhändlerinnen und Buchhändler manchmal Unsicherheiten. Das versuchen wir auch immer natürlich gerade zu rücken und darüber aufzuklären. Das sind auch bisschen so die Vorteile, wir haben, dadurch, dass wir sehr eng an Libri einfach dran sind. Und bei den Remissionen muss man immer nochmal vielleicht so wissen, dass die Buchhandlungen in der Regel mit einem oder mehreren Basortiment zusammenarbeiten. Und mit denen haben die Remissionsvereinbarungen. Und innerhalb dieser Remissionsvereinbarungen können die halt einzelne Bücher zurückgeben. Also vielleicht für diejenigen, die noch nicht genau wissen, eine Remission ist oder ein remittiertes Buch. Das sind halt Bücher, die bestellt worden sind beispielsweise, aber nicht abgeholt worden sind. Und das ist natürlich immer für Buchhandlungen ärgerlich, wenn sich dann in der Buchhandlung Bücher türmen, die auf Kundenwunsch bestellt worden sind und dann am Ende des Tages auch den Platz einnehmen und dann gibt ja auch immer wieder Zeitpunkte, wo eine Buchhandlung sagt, so jetzt räumen wir mal unser Sortiment auf und schicken Sachen wieder zurück, halt neue Ware entsprechend auch bestellen zu können. Das ist ein großes Thema in der gesamten Branche, insbesondere natürlich für die Verlage und für die Buchhandlungen, aber damit natürlich auch für die Autoren und Autoren. Und das ist uns auch wichtig, das nochmal darauf hinzuweisen, ja, unsere Bücher sind remittierbar. Also im Rahmen dieser Vereinbarung, die eine Buchhandlung mit ihrem Barsortiment hat, ist das möglich.
Jana: Ja, es ist ja zumindest auch nicht schlecht zu wissen, wenn man dann doch mal in die Verlegenheit kommt, seine Bücher irgendwo anzubieten oder so, dann ist es ja nicht verkehrt, das auch erwähnen zu können zumindest.
Rieke: Hm? Ja, da können wir vielleicht schon mal in den nächsten Punkt über Punkt gehen und zwar Distribution im Selfpublishing, was sich so in den letzten Jahren verändert hat.
Thorsten: Mhm.
Rieke: Stichwort Buchmarkt und Buchhandlungen. Hast du das Gefühl jetzt von eurer Seite aus, dass Selfpublishing Bücher und Titel in Buchhandlungen präsenter sind, also dass das Self-Publishing auf dem Buchmarkt präsenter ist oder dass die Buchhandlungen offener sind, Self-Published-Titel mit ins Sortiment aufzunehmen.
Jana: Wie war das vor 13 Jahren und wie ist es heute?
Thorsten: Ja, wie war das in der grauen Vorzeit? ja,
Rieke: Jauut.
Thorsten: da hat sich unfassbar viel getan. Allein wenn ich jetzt jetzt steht, die Frankfurter Buchmesse auch wieder kurz vorm Start, wo wir hier gemeinsam miteinander sprechen und Meine erste Frankfurter Buchmesse, wenn ich die jetzt vergleiche mit dem, was mich jetzt in ein paar Tagen erwartet, das ist wirklich ein riesen Unterschied. Also allein wenn man sich die
Rieke: glaube ich.
Thorsten: hier vorstellt, mit denen wir auf die Messe gehen dürfen, die sind so professionell heute mittlerweile. Das hat unterschiedliche Gründe. Also auf der einen Seite wirklich erst mal dieser steigende Professionalisierungsgrad bei den Autorinnen und Autoren, insbesondere natürlich bei denen, die halt ganz bewusst ihrem Buch so erstellen, dass sie halt sagen, ich möchte damit in den Wettbewerb und die Leserinnen und Leser gehen. Also ich möchte wirklich im Idealfall vielleicht auch perspektivisch vom Schreiben leben können. Wenn man da die erfolgreichen Bücher neben Verlagsveröffentlichungen legt, dann sieht man da auch keinen Unterschied. Die sind halt lektoriert, sind professionell erstellt. Viele von den erfolgreichen Autoren und Autoren, die im Self-Applishing ihre Bücher veröffentlichen, die agieren ja auch wie so ein kleiner unabhängiger Verlag. die
Rieke: Mmh.
Thorsten: haben halt eine feste Lektorin beispielsweise, haben jemand, der ihnen bei der Grafik hilft. Marketing machen viele wirklich selbst, aber auch da gibt es ja... durchaus Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen. Also die haben so ein festes Team sich herum und arbeiten da hochprofessionell. Und das wirkt sich dann natürlich auch auf den Erfolg der Bücher aus. wir haben ja heute, es ist ja keine Seltenheit mehr, dass in den Bestsellerlisten Bücher von Autor:innen auftauchen, die nicht beim Verlag veröffentlicht worden sind, sondern die Bücher sind halt dann bei Dienstleistern wie BOD erschienen. Das ist natürlich auch etwas, was der Buchhandel sieht. da gibt es manche Buchhandlungen, die sind da unglaublich offen und finden das unfassbar spannend, weil viele Nischen auch häufig abgedeckt werden oder neue Trends, die ganz früh bedient werden über Autoren und Autoren, im Self Publishing ihre Bücher veröffentlichen. Also wir haben da zum Beispiel, erwähne ich immer wieder gerne, ganz tolle Buchhandlungen in Eutinien. Das ist die Buchhandlung Hoffmann. Das ist in Schleswig-Holstein. Und
Rieke: Yay!
Thorsten: Aber es gibt auch andere in der Art. Aber da ist zum Beispiel eine ganz engagierte, tolle Buchhändlerin. Die Sandra Natusch hat zum Beispiel das Thema queere Literatur ganz hoch auf ihrer Liste von Büchern, die sie auch gerne in der Buchhandlung präsentieren möchte. Und vor ein paar Jahren gab es diese Bücher einfach auch nicht im breiten Markt. Und das ist zum Beispiel etwas, was auch durch das Self-Habitieren groß geworden ist, weil eine Autorin wie zum Beispiel die Alicia Z. Die hat ihr Debüt damals, Traumtänzerin, über BOD veröffentlicht. Und die hat das wirklich mit der Intention auch geschrieben. Das ist ein Buch, was ich als 15-Jährige gern gelesen hätte. Das hätte mir damals viel geholfen, das hätte mir viel bedeutet. Aber es gab diese Bücher einfach nicht. Wir sind da auch noch nicht so ganz, dass es diese Bücher wirklich in einer Selbstverständlichkeit und einer Breite gibt, wie wir uns das alle hoffen, aber wir sind auf einem super Weg. Das ist halt etwas,
Rieke: Mmh.
Thorsten: was sich dann auch dank des Self-Publishing entwickelt hat. Da gucken natürlich dann die Verlage auch drauf, die Buchhandlungen und sehen da auch Potenzial. Natürlich entstehen im Self-Publishing unglaublich viele Bücher und nicht alle sind jetzt auch mit der Intention veröffentlicht. Ich möchte... mit dem Buch auch erfolgreich sein. Ich möchte da einen Bestseller schreiben, sondern viele wirklich haben ja auch so dieses Lebensziel. Ich möchte einmal in meinem Leben ein Buch veröffentlicht und geschrieben haben. Und natürlich sind diese Bücher jetzt von der der Professionalisierung oder vom Grad der Professionalisierung nicht zu vergleichen mit jetzt Verlagsveröffentlichen oder von den von den Profi Autoren im Self-Apps beispielsweise. Aber auch die Bücher, wenn man die bestellen möchte in der Buchhandlung, dann bestellen die Buchhandlungen das in der Regel. Also das ist ja gar kein Problem. Und mittlerweile, wir gehen ja auch immer sehr aufmerksam durch Buchhandlungen durch und schauen, na, finden wir vielleicht die ein oder andere Autorin von uns. Und das ist jetzt auch kein überraschender Anblick mehr.
Rieke: Cool.
Thorsten: Natürlich haben wir andere Strukturen. Also was zum Self-Publishing beispielsweise generell fehlt, sind solche Sachen wie Verlagsvertretungen, die halt wirklich durch die Buchhandlungen der Republik reisen und die Programme vorstellen. Verlage in dem Sinne und das fehlt uns. Aber diese Entwicklung, die wir da jetzt durchgemacht haben, das ist schon spannend und da kann man jetzt, da ist Self Publishing jetzt einfach, hat sich als einen Weg etabliert ein Buch zu veröffentlichen und viele Autorene nutzen ja auch mehrere Wege quasi. Also die sind ja
Rieke: Mmh.
Thorsten: bei Verlagen unterwegs oder auch im Self Publishing.
Rieke: Als Hybrid-Autorinne, ne? Ja,
Jana: Ich bin auch gerade bei dem Thema mit den queeren Büchern. Habe ich jetzt gerade gedacht, dass wir da auch jetzt gerade wieder bei einer Bewegung sind, die vom SP irgendwie angetrieben wird, weil gerade diese Suffig-Geschichten gibt es einfach in Verlagen noch super wenig und gibt es, wenn man da Geschichten sucht, eben hauptsächlich durch Self-Publishende und würde ich noch hoffen, dass das auch eine Vorreiterbewegung ist. Ja.
Thorsten: Genau, das hast du ganz häufig. Das ist ganz viel. Kann ich auch Verlage verstehen, wenn da Themen auf einmal so aufkommen und die noch nicht genau wissen, wie groß ist jetzt eigentlich wirklich die Zielgruppe. Wir ja auch ganz viel, die dann halt sagen, ja dann mach ich es halt selbst.
Rieke: Mmh.
Thorsten: dann veröffentlichen das Buch, weil ich weiß, dass da einfach sehr viele draußen sind, weil ich die Community kenne und du hast ja auch ganz oft die Bewegung, dass die Autoren und Autoren aus dieser Community kommen und dann auch für diese Zielgruppe Und da hat sich schon, also da gibt es mehrere Beispiele aus der Vergangenheit, wo dann einfach wirklich Self-Habitischen im Vorreiterwahn trennt war und dann irgendwann natürlich auch die Verlage draufgegangen sind. Mal schon, was der nächste Trend wird.
Rieke: Das ist eigentlich ziemlich cool und ich finde, das kann man vielleicht auch mal hervorheben, weil ich finde dennoch, auch wenn wir immer noch dafür kämpfen oder weiterhin dafür kämpfen, dass das Self-Publishing höher angesehen wird als das, was es leider immer noch als Ruf hat aus den letzten zehn Jahren von, ja, das ist alles selbst gemacht und hat ja keine Qualität. Aber ich finde, man kann schon mal hervorheben, dass es eine ultra starke Stärke ist. What? Dass es schon eine Stärke ist mit... was das Self-Publishing mitnimmt und zwar, dass es schnell ist, direkt auf Trends draufgehen kann. Es gibt vor allem einen Verlagsautor, den ich jetzt gerade im Kopf habe und zwar Mickey Robran, der jetzt gerade Self-Published Magnus Kunt Hansen rausgebracht hat und gesagt hat, ich würde das jetzt einfach relativ fix raushauen. Nicht weil er das einfach loswerden möchte, sondern weil es einfach auch Weil er das jetzt direkt diesen Auschwung von Social Media mitnehmen
Thorsten: Mmh.
Rieke: wollte und dann gesagt hat, ja, dann mach ich das selbst. Und das ist ja auch auf die Bestsellerliste gekommen, weil es einfach schnell ging. Man kann einfach super schnell auf Trends reagieren, auch was so vom amerikanischen Markt kommt. gerade das, was du sagst, Thorsten, es kann Trendsetten. Es kann ein Trendsetten, auf den dann die Verlage aufspringt, weil sie merken, ist eine Zielgruppe vorhanden, es hat Potenzial. Es ist ja auch irgendwie verständlich, klar, die Verlage haben eine, die sind natürlich ein wirtschaftliches Unternehmen und die wollen natürlich auch gucken, dass dann die Bücher, sie rausbringen, auch ein Potential haben und auch etwas abdecken, was sie halt gesehen haben im Markt. Und dann machen sie natürlich Analysen. dann schon zu sehen, was so die Self-Publishing für eine Wegebne, das kann man vielleicht auch mal so nennen, dass Self-Publishing auch ein Wegebner sein kann kann und nicht nur einfach so, ja, ach, hat kein Verlag gefunden und macht das jetzt selbst.
Thorsten: Wir fragen ja regelmäßig mal ab, sowohl die Autorinnen und Autoren als auch den Buchhandel zu dem aktuellen Stand von Self-Hubbishing. Was sich bei den Autorinnen und Autoren eigentlich immer schon gezeigt hat, ist, dass dieses Thema, ich habe jetzt keinen Verlag gefunden, ja, das mag auf einige auch zutreffen, aber der immer jeweils wichtigste Grund war, das Thema Kontrolle. Ich habe die Kontrolle darüber, wann mein Buch erscheint.
Rieke: Ja.
Thorsten: habe die Kontrolle darüber, was in meinem Buch erscheint, wie es aussieht, zu welchen Preisen es verkauft wird. Und das zeigt sich auch dann, also wenn wir nochmal jetzt an so einschneidende Erlebnisse wie die Corona-Pandemie zurückdecken oder in den Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine und die daraus folgende Flüchtlingsbewegung aus der Ukraine heraus. Wir haben da beispielsweise eine tolle Kinderbuchautorin Susanne Bohne, die hat eine Kinderbuchfigur, nennt sich Wilma Wochenwurm und die erklärt Kindern quasi verschiedene Sachen, also die Jahreszeiten
Rieke: ist das süß.
Thorsten: und als jetzt diese beiden einschneidenden Erlebnisse da waren, hat die beispielsweise ganz schnell Bücher rausgebracht, so was ist ein Virus? Hat dann Wilma Wochenwurm erklärt, was ist so Virus und wie kann ich mich als Kind dann da verhalten und wie verstehe ich das? Oder halt sie hat dann ein Buch auf Ukrainisch rausgebracht für die ganzen Kinder, die mit ihren Müttern aus der Ukraine geflüchtet sind nach Deutschland, damit halt die dann irgendwo noch einen Anschluss finden. Und das sind halt Bücher, die können im
Rieke: Wie schön.
Thorsten: Self-Abschluss erscheinen, weil sie halt schnell sein können. Während Verlage, die können auch schnell sein, aber in der Regel ist es ja so, so ein Verlagsprogramm ist festgelegt, häufig auf Jahre hinaus
Rieke: Das steht hier.
Thorsten: und die sind da anderen Zwängen unterlegen, als es jetzt eine Autorin ist, die halt sagt, ich hab's selbst in der Hand.
Rieke: auf jeden Fall eine große Stärke, also sehr cool. Da nochmal, gibt es da etwas aus den letzten Jahren, aus der Veränderung, die jetzt vor allem auch nach der Corona-Zeit oder während der, seit der Corona-Zeit wirklich ganz viel angetrieben hat? Gibt es da etwas, was dich überrascht hat jetzt bezogen auf den Self-Hubschreien-Buchmarkt oder generell auf den Buchmarkt oder bei deiner Arbeit?
Thorsten: Überrascht, es gibt natürlich Verschiedenes, was jetzt in letzten Jahren unglaublich groß geworden ist. das eine ist als Trend oder Lesetrend neodalt, das ganze Thema. Da ist ja der Trend generell im Buchmarkt, der uns ja viele neue Leserinnen und Leser schafft. Grundsätzlich haben wir das Problem oder die Herausforderung im Buchmarkt, dass wir Leserinnen und Leser verlieren. Es
Rieke: Mmh.
Thorsten: erscheinen auch weniger Bücher. zumindest klassisch über die Verlage. Im Hintergrund wird vieles teurer, vom Papier über Energie, ETC. Also der Markt hat viele Herausforderungen und das war so mit der größten Lichtblick in letzten Jahren, dass über so einen Trend wie New Adult in Verbindung halt mit sowas wie TikTok, was ja auch keiner erwartet hatte, jetzt diese als TikTok neu war, Tanz-, also damals wurde ja eher so getanzt auf TikTok.
Rieke: Stimmt, das war noch Musical.ly
Thorsten: Das war vorhin noch musically und dann wurden sie ja, ich weiß gar nicht, wie die Entwicklung genau war, aber dann haben sie sich ja umbenannt
Rieke: auch nicht.
Thorsten: und genau und jetzt so Booktalk ist ja einfach gigantisch dass das jetzt so wirklich über die Jahre und das wird ja auch bleiben. Also natürlich wird es irgendwann jetzt nicht mehr so den riesigen Peak haben und manche sagen ja auch schon, den haben wir vielleicht schon überschritten, aber es wird ja als als Genre uns weiter erhalten bleiben und dass viele insbesondere junge Menschen lesen. Ein anderes Thema, was natürlich jetzt in letzten Jahren unglaublich an Fahrt gewonnen hat, generell gesamtgesellschaftlich KI, was natürlich dann auch den Buchmarkt stark betrifft. Also da gibt es immer wieder Dinge, die einen überraschen. Das ist ja auch schön. Also neue Entwicklungen brauchen wir ja auch. Was mich immer persönlich nicht überrascht, aber jedes Mal wieder neu begeistert, ist halt Auch hier eine Wiederholung. Die Begeisterung der Leserin, wenn man sie trifft oder auch der Autorin auf Veranstaltungen, wie jetzt demnächst der Frankfurter Buchmesse. das
Rieke: Mmh, ja.
Thorsten: finde ich immer so toll und deshalb freue ich mich auch immer, wenn man auf solchen Veranstaltungen sein darf, mit welcher Leidenschaft da einfach das Buch zelebriert wird. Also und alles rund ums Buch. Also was man ist, man so eine Reise zu einer Messe, je nachdem, wenn man nicht gerade in Frankfurt selbst wohnt, ist ja dann auch immer mit viel Aufwand verbunden und auch die Geduld, die man da mitbringt, wenn man da in irgendwelchen Schlangen steht. es ist das ist immer toll und das gibt einem auch echt immer viel, finde ich auch zu zurück für den etwas grauen Alltag im Büro denn beispielsweise. Das ist immer schön.
Rieke: Ja.
Jana: Ja, das können wir ja glaube ich nur bestätigen. Das ist für uns auch immer richtig schön, wenn wir die Leute einfach treffen, die die Bücher auch lesen und wenn man einfach sieht, da sind wirklich nicht nur wir begeistert beim Schreiben dabei oder ihr als Distribution, sondern da sind auch wirklich am Ende Leute, die sich freuen, das in den Händen zu halten. Und auch gerade finde ich in so einer Zeit, in man sagt, die Leserschaft nimmt ab und auch die Zahlen der, ich weiß nicht, 16- bis 19-Jährigen oder sowas sind rückläufig und Überhaupt braucht man noch Print, alle lesen nur noch E-Books und so. Und dann denk ich immer so, ey, nee. Also
Thorsten: Hahaha
Jana: was ich so wahrnehme auf Messen und was ich für Rückmeldungen bekomme. Ich weiß ob der Farbschnitt auch was Gutes für uns getan hat. Wir sind ja oft immer bisschen am Schimpfen, was den Farbschnitt angeht. es ist so...
Rieke: Ja gut, aber auch aus unserer Perspektive, wir armen Selfpublishing-Dennen, die ihr letztes Hemd für den Farbschnitt noch rausgeben müssen.
Thorsten: Hahaha
Jana: Ja, das habe ich mich so
Thorsten: Das ist es.
Jana: gefragt, ob das nicht vielleicht sogar positiv auch sein kann für uns,
Rieke: Mmh.
Jana: weil einfach die Leute auch sagen so, sind auch einfach so schöne, es ist so schön so ein Buch zu haben und dann sieht es noch so toll aus von allen Seiten und dann kann ich, ja, nicht nur was drin ist, sondern auch so, es ist so schön, dann ins Regal zu stellen.
Thorsten: Das war ja auch für manche eine überraschende Entwicklung. Man hätte ja auch annehmen können, dass über ein digitales Medium wie TikTok das digitale Lesen vielleicht entsprechend hochgehalten wird. Aber das ja überhaupt nicht der Fall. Das Buch wurde ja schon... Kann man schlecht in die Kamera halten.
Jana: kann man auch so schlecht in die Kamera halten, so ein E-Book, so ein E-Reader.
Rieke: dann auch noch mit so einem schwarz-weiß Cover. Boah.
Thorsten: Es gibt ja auch ein paar in Farbe, aber ja, nee. Das Buch wurde ja schon so oft totgesagt. Also als e-Reading neu war, dann hieß es ja auch so, das ist jetzt, wird bald nicht mehr da sein, nur noch so Liebhaberstück. Und das e-Book ist immer noch so bei, je nachdem, welchen Zahlen man anschaut, so 10 Prozent vom Gesamtumsatz. Das Printbuch ist einfach stabil und das ist ja auch eine tolle Entwicklung, schöne Bücher zu haben. Ich glaube auch, dass das Thema Farbschnitt, da sind wir jetzt vielleicht so bisschen über den den Peak auch schon Man hat ja auch versucht
Rieke: Das glaub ich auch.
Thorsten: in anderen Genres, selbst bei Thriller und Crime und dergleichen.
Rieke: Diese einfarbigen Thriller-Farbschnitte, jaja. Das ist ...
Thorsten: Ja genau, das hat ja auch nicht so ganz funktioniert. Also das wird uns auch im Romance, New Died, Romanticie Bereich noch erhalten bleiben, aber wahrscheinlich dann eher so in Richtung, das ist eine Schmuckausgabe für die Hardcore-Fans. Gände dann wahrscheinlich auch nochmal im Hardcover. Weil Verlage müssen halt auch mittlerweile sehr stark drauf gucken. Ich hab's ja schon erwähnt, steigende Papierpreise, steigende Energiekosten, etc. Also so eine Farbschrind-Sonderausgabe ist einfach auch mit Mehrkosten verbunden. in Zeiten, wo alles teurer hat man natürlich auch die Befürchtung, greifen die Leute dann noch zum Buch. Also kaufen sie noch Bücher, wenn die Bücher auch noch teurer werden sollten. Bücher sind erstaunlich preisstabil. Also wenn man sich mal die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten anguckt, das Buch ist gar nicht wirklich viel teurer geworden. Also das sind andere Dinge viel, viel, teurer geworden. Wenn man sich so was wie einen Kinobesuch anguckt,
Rieke: Hmm.
Thorsten: da ist das Buch wirklich noch gut davor. Aber natürlich müssen die Bücher auch teurer werden, weil alles uns wird teurer und am Ende müssen ja auch die Menschen, die für diese Bücher verantwortlich sich zeichnen, davon leben können, idealerweise. Aber ja, ist so eine Gesamtsicht und grundsätzlich finde ich auch, also Farbschnitt hat was Gutes aber das wird jetzt auch, glaube sich wieder so bisschen normalisieren, sage ich mal. Aber mal gucken, vielleicht, was jetzt als nächste
Jana: Verrügen.
Thorsten: Ausstattungsvariante da kommt oder vielleicht bleibt der Farbschnitt einfach auch so bestimmend.
Rieke: bald riechen alle Bücher, alle Bücher duften dann. Ja, davon hast du auch gehört. Nee, okay, okay, ja. Es
Jana: Ich bin auch gespannt. Duftbücher. Aber was die Preise angeht? Gott.
Thorsten: Genau, das Duftbuch. Nee, hab ich noch gar nicht, aber okay.
Rieke: gab ein Buch, ähm ... Es gab ein Buch, das hatte irgendwie eine Duftedition. Das hab ich auch immer gehört. hab das englische Selfpublish-Buch noch bei mir, aber die deutsche Version hat geduftet. Da wir uns ein paar Folgen
Thorsten: okay.
Rieke: drüber lustig gemacht, weil mir das irgendwie Hat sich anscheinend nicht gehalten, aber vielleicht kommt das ja noch. Ich brauch es nicht, aber
Thorsten: Ja, ja.
Jana: Wer weiß, was der nächste Trend wird.
Rieke: Gut.
Jana: Man muss immer was Neues sich ausdenken. Aber was ich noch zu den Preisen sagen wollte, auch da kann ich echt nur eine Lanze für Setpublishing brechen, weil ich hab jetzt gerade, ich weiß nicht, ob euch das Cover von Katie Steen von der Licht- und Schattensager was sagt, das ist eine Dilogie.
Thorsten: Mhm.
Jana: Und die hat einen Hardcover daraus gebracht mit einem wunderschönen Cover, was so einen Ausschnitt hat wie so ein Fenster, in dem dann die Protagonistin zu sehen ist. Das kann man dann so aufklappen und dann ist quasi wie das Fenster aufmachen und es hat auch einen ganz tollen Schnitt.
Rieke: Ach was, das wusste ich nicht. Und ich fand das Cover so schon geil.
Jana: Und es ist wirklich so traumhaft. Und es ist ein Hardcover mit knapp 500 Seiten. es ist wirklich auch nicht jetzt irgendwie ein... Es ist schon wirklich ein Buchbuch. Und sie verkauft das für 24 Euro als Hardcover mit dieser Sonderausgabe. Und ich meine, sind ja jetzt öfter auf den Messen unterwegs, wo viele SP-Leute, ja, ihre Bücher verkaufen. Und da haben wir echt auch schon ganz andere Preise. gesehen für nicht Hardcover. da dachte ich, wir können einfach auch selber ... Das hilft, wenn man selber
Rieke: Ja, ja.
Jana: entscheiden kann und wenn man eben auch nicht noch die Agentur und den Verlag und wen auch ja, beteiligen muss, genau.
Rieke: dazwischen hat, zu bezahlen. Ja, das ist
Thorsten: Mmh.
Rieke: ein ganz großer Punkt. Vor allem kann man da auch selbst den, also das ist vor das Ding, selbst den Preis ... bestimmen. Weil wenn man jetzt so teilweise die Hardcover sieht, wenn man jetzt, ich glaub, es war irgendwie eine von den, äh, wie heißen die? Four-Wing-Editionen, die teilweise 32 Euro kosten. Gut, die haben halt auch ihre 800, 900 Seiten. Aber dennoch, ne? Da sieht man aber auch, da sind so viele Prozesse dazwischen, müssen so viele Leute bezahlt werden und die Autorinnen, gut, das ist jetzt natürlich eine amerikanische Autorin, die jetzt nicht viel mit dem deutschen Preis zu tun hat,
Jana: Mmh.
Rieke: aber da auch noch mal die Übersetzung und die Autorinnen können da oftmals überhaupt gar nichts zu sagen, weil sie einfach überhaupt gar nicht die Möglichkeit haben, sich da irgendwie einzubringen und das ist dann auch noch mal ein riesiger Vorteil von Self-Publishing. Ja.
Jana: Hattest du mir nicht auch gerade aus der Forthwing-Geschichte so ein Buch geschickt, was so, weiß ich nicht, gefühlt 200 Seiten
Rieke: Ja, stimmt.
Jana: hatte und auch irgendwie 30 Euro gekostet hat und ich war so, was ist los?
Rieke: Ja, das kann ich noch mal, das war glaube ich der, das war diese Anthologie, das war glaube ich ein Zwischenband. Das kann ich jetzt mal ganz fix ...
Jana: Total wichtig jetzt hier so.
Thorsten: Blick in den Maschinenraum, es wird in die Tastik geräumt.
Rieke: Warum habe ich jetzt die Schwedischen? Na gut. Es hat, kostet 316 Kronen. Das heißt, es kostet 30 Euro. Mumbai. Es hat 240 Seiten und es kostet 30 Das ist verrückt. Okay. Kann man machen. Gut.
Jana: machen. Okay.
Rieke: Ja, das hat jetzt auch gar nichts mit BOD zu tun. Tut mir leid. Wir kommen einfach mal wieder zurück zum BOD.
Jana: Völlig abgedriftet.
Thorsten: Das ist gut.
Rieke: Wir können ja mal reingehen in so, wir haben schon mal ein paar Sachen angesprochen, wie zum Beispiel Mythen von Lesenden und Schreibenden über Selfpublishing und da haben wir so eine kleine Quickfire-Runde vorbereitet. Jetzt schauen wir mal, ob das wirklich so quick wird, wie wir uns, ja wahrscheinlich nicht, das muss auch gar nicht quick sein, aber es sind
Jana: Es muss nicht super quick sein. sind entspannt.
Rieke: quicke Fragen und du kannst antworten, wie du willst. Ja, und zwar haben wir mal den ersten, das erste Mythos mitgenommen und zwar Selfpublishing ist der einfachere Weg. Würdest du dazu stimmen dagegen stimmen? Einfach mal so aus dem Bauch hinaus.
Thorsten: Ja und nein. Ja, weil natürlich kann ich jetzt einfach loslegen. Ich kann jetzt einfach Manuskript schreiben, in Anführungsstrichen. Pack da noch einen Cover drauf und dann ist das Buch da. das ist natürlich dann, ja es ist am Ende des Tages auch ein Buch, aber ist es jetzt ein Buch, was viele Lesende ansprechen wird oder nicht? Also zum professionell gemachten Buch im Self-Abstehen gehört schon bisschen mehr und das ist auch. Also grundsätzlich ist das Prinzip sehr simpel, aber der Weg dahin kann auch durchaus lang sein und man lernt dann. Also das ist schon die Lernkurve ist da sehr steil und gleichzeitig, wenn man jetzt sagt,
Rieke: Hm.
Thorsten: ja beim Verlag, da gebe ich mein Manuskript ja nur ab und dann machen die das alles. Das ist auch nur so ein bisschen die halbe Wahrheit, weil auf dem Weg dahin passiert ja auch viel. Also normalerweise. Also der schlechteste Weg beim Verlag, irgendwie genommen zu werden, ist einfach das Manuskript Verlangt einzusenden. In der Regel schaut man, dass man erstmal bei einer Literaturagentur unterkommt und die dann sozusagen das Buch bei den Verlagen pitcht. Also auch da ist es ein langer Weg. Also von daher, beide Wege haben was Einfaches, aber auch was Schwieriges. Und bei beiden muss man doch eine gewisse Leidenschaft auch mitbringen, damit man da durchkommt.
Rieke: Stichwort Leidenschaft fand ich sehr, schön. Hast du absolut recht. dieses Schreiben einfach mal schreiben. Ein Buch zu beenden ist jetzt auch nicht immer den gleichen. Ich merke das jedes Mal bei meinen Büchern. Ich bin jetzt bei meinem achten und ich denke jedes Mal, wie beende ich dieses Buch? Ich habe gar keine Ahnung.
Thorsten: Mhm.
Rieke: So leicht ist es nicht. Aber gerade dieses leidenschaftliche Dabeisein, dieses für die Geschichte brennen und dann auch danach noch das weiterhin zu vermarkten.
Jana: haben glaube ich alle AutorInnen einfach
Rieke: Ja.
Jana: Wir machen direkt die nächste, oder?
Rieke: Mhm.
Jana: Wir haben aufgeschrieben, Self-Publishing ist ein teures Hobby, damit lässt sich kein Geld verdienen. Man kriegt ja immer so richtig schöne Fragen von Leuten aus dem Umfeld oder auch so online. Was verdienst du denn da so?
Rieke: Wie viel hast du denn schon mit dem ... Genau, wie viel hast du damit schon verdient? Wie viele Bücher verkaufst du denn?
Jana: Wie viele Bücher hast du denn schon verkauft?
Thorsten: Ja. Das ist so diese Verdienstfrage. Also würde ich jetzt erst mal per se sagen nein, das ist natürlich etwas, das leidenschaftliche Schreiben, natürlich vielleicht beginnt man mal als Hobby. Also es ist immer so bisschen die Frage, mit welcher Motivation veröffentlicht man. Also wenn ich jetzt wirklich einfach so dieses, ich habe wollte schon immer mal ein Buch veröffentlichen und mir ist es gar nicht wichtig, ob das Ding jetzt ein großer Erfolg wird oder nicht, sondern mir geht es einfach darum, ich möchte es für mich geschrieben haben und freue mich dann über jedes verkaufte Buch. Das finde ich ist ein vollkommen legitimer Ansatz so entstehen auch viele Bücher im Self Publishing. Aber es entstehen natürlich auch immer mehr Bücher, die professionell gemacht worden sind und die mit dem Anspruch entstehen, das soll ein Buch sein, was auch im Wettbewerb bestehen kann. Und das sind dann auch wirklich viele Bücher, die durchaus auch erfolgreich sind, wie man an den Bestselllisten sehen kann. Wir haben viele Autoren. Man kann vielleicht sogar die Behauptung aufstehen, es gibt vielleicht mehr Autoren, die im Self-Abschwing vom Schreiben leben können, als klassischerweise über den Verlag. Würde ich vielleicht mal in die Diskussion gehen mit der These, weil Self-Abschwing natürlich einen von den Zwängen, von dem wir auch schon bisschen besprochen haben, befreit. Also ich muss jetzt keine Rücksicht auf Verlagsprogramme nehmen. Ich kann meine Bücher veröffentlichen, wann ich möchte. Und wir haben auch viele unfassbar fleißige Autoren. Die schreiben ja wirklich alle drei, vier Monate ein neues Buch. Also von denen kommt im Jahr
Rieke: Das verrückt.
Thorsten: drei neue Bücher raus. Das sind natürlich jetzt keine hochkomplexen unglaublich tief recherchierten Bücher. Da reden wir halt wirklich von Romans beispielsweise, also eskapistisches Lesen, was aber auch natürlich seine Berechtigung hat und voll Komokie Aber die Autoren haben halt die Freiheit und die sind so professionell aufgestellt, dass sie diese erfolgreichen Bücher veröffentlichen können und davon dann entsprechend sehr gut leben können. Und auf der anderen Seite hast du halt Autoren und Autoren, die bei Verlagen sind und die halt nicht vom Schreiben leben können. Also man muss sich glaube ich auch von dieser Vorstellung, wenn man noch so tief in der Materie drin ist, verabschieden, dass nur weil mein Buch beim Verlag mal erschienen bin ich Vollzeitautorin und kann vom Schreiben leben. Das wäre sehr schön, ist aber leider nicht so, sondern in der Regel ist es auch da so, Verlagsautorinnen, die sind Vollzeitautoren und haben halt keinen weiteren Beruf mehr neben dem Schreiben,
Rieke: Mmh.
Thorsten: sondern die meisten haben immer noch einen Butter. Rotberuf und das, was an Einkommen über das Schreiben reinkommt, ist häufig eher sowas wie Lesungen beispielsweise. Gar nicht mal so die klassische Auflage, die sich verkauft. da gibt es auch relativ viele Mythen, was das Leben als Autorin Aber Self-Hubschreien, wenn man es professionell betreibt, ist weit mehr als ein Hobby. glaube ich von sich weisen.
Rieke: sehen wir, sehen wir definitiv genauso. Schocker. Voll! Voll!
Jana: Auch das, auch das.
Rieke: Also ich bin da auch ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass ich jemals vom Schreiben leben wollen würde. ich sage niemals nie, aber ich glaube, ich hätte keine Lust, Vollzeitautoren zu sein, weil dann komme ich gar nicht
Thorsten: Ja.
Rieke: mehr raus. Also dann sehe ich keine Menschen mehr. Vor allem hängt ja dann auch alles von der Kreativität ab und von dem Markt. Und was passiert, wenn dann auf einmal irgendwas wegbricht oder man hat keine Ahnung, man hat mal schlechte Phasen, weil die hat man ja auch im Leben.
Thorsten: Mmh.
Rieke: Und auf einmal hängt dein...
Thorsten: Da ist es genau, dass ja jeder ein bisschen anders strukturiert. ich könnte es, glaube ich, auch nicht von meiner Persönlichkeitsstruktur. Aber da finde ich auch ganz spannend die aktuelle Diskussion, die ja ganz viel auf Social Media stattfindet, von Autoreninnen und Autoren angestoßen. So diese Erwartungshaltung auf der Seite der Lesenden. Wann kommt das neue Buch? Also dieser Druck, der
Rieke: Hmm...
Thorsten: da aufgebaut wird, unter dem man steht. Natürlich liest sich ein Buch immer schneller als das neue entsteht.
Rieke: Wenn ich ein Buch innerhalb von zwei Wochen schreiben könnte, dann wäre ich reich. Wow.
Thorsten: Genau. Und entsprechend ist es natürlich dann auch immer mit Erwartungsdruck so, ich habe es jetzt ausgelesen, wann ist das neue da.
Rieke: Mmh.
Thorsten: das finde ich auch gut, dass diese Diskussion geführt wird. Und da geht es ja auch tatsächlich viel Health und Mental Health und wie kann ich da als Schreibender... bestehen und wie kann man das vielleicht besser in Einklang bringen. Weil natürlich dann ganz schnell auch so die Angst mir schwingt, Gottes Willen, wenn ich jetzt nicht in der nächsten Zeit das nächste Buch sofort herausbringe, dann laufen mir die Leserinnen und Leser davon
Rieke: Hm.
Thorsten: und sind dann bei jemanden anders. Also das ist glaube ich auch eine wichtige und gute Diskussion, die da gerade geführt
Rieke: 100 Prozent. da hoffe ich auch, dass so bisschen die Bremse, auch die Bremse getreten wird. Es sind jetzt tatsächlich ein paar Autorinnen, die sich in letzter Zeit da gemeldet haben, da hatten wir auch letztens drüber gesprochen in einer Folge, dass wir da gerne den Trend sehen wollen würden, den Druck einfach rauszunehmen von allen Seiten, von den Lesenden, von den Schreibenden, von den Verlageshäusern, einfach damit wir Lesen wieder als Hobby und als was Cooles, was Entspanntes sehen als als Druck, weil das ist ja irgendwie doch schon irgendwie auf allen auf allen Ebenen. Wie viele Bücher habe ich gelesen? Wie viele Bücher habe ich geschrieben? Wie viel? Es sind ja überall Zahlen und alle messen sich miteinander und ich denke, das tut uns allen gut, wenn wir da wieder so bisschen durchatmen.
Thorsten: Mmh.
Rieke: Ja, all right. Da würde ich mal weitermachen. Und zwar, haben ja schon ein paar Fragen, ehrlich gesagt.
Thorsten: So viel zu quick.
Rieke: Ja, so viel wirklich. Das war ja wirklich richtig Quickfire jetzt hier. Weißt du was? Wir gehen mal gleich in die Bestsellerliste rein. Und zwar, dass der Mythos als Self-Published Person, oder mit Self-Published kann man nicht auf die Bestsellerliste kommen. Ich denke, da sind wir ja direkt an der Quelle. Weil ihr habt ja auch ein paar Self-Publisher, die auf die Bestsellerliste gekommen sind. Auch mit BOD, richtig?
Thorsten: Genau, zuletzt war das Mark Raschke beispielsweise. Das ist jemand, der schreibt so im politischen Der hat sein Buch rausgebracht, mehr Pogowagen. Da geht es halt ganz stark jetzt aktuelle Themen in der Politik, Wahlen. Der furchtbare Aufschwung der AfD und solche Geschichten. Also der behandelt ganz stark tagesaktuelles und da ist natürlich Self-Hopping für ihn auch weil er da sehr schnell einfach sein kann. Und das Buch war beispielsweise dann auch in der Bestsellerliste. dieses, dieser Mythos, dass in dieser klassischen Spiegel-Bestsellerliste man als Self-Publisher nicht reinkommt, das stimmt nicht. das haben wir jetzt ja mittlerweile zu Hauf. frag mal jetzt eine Mara Wolf beispielsweise,
Rieke: Mmh.
Thorsten: die ist ja regelmäßig da drin und die ist ja auch so eine Autorin, die unterschiedliche Wege geht, mal macht sie ihr Buch beim Verlag oder dann macht sie es halt in eigener Also das ist... Da sind wir weit drüber weg. Was natürlich manchmal noch nicht so ganz ist, dass viele der Bücher, die im Self-Hub-Schrink dann auf die Spiegelbesserlässe kommen, die schießen da und bleiben da vielleicht ein, zwei Wochen und sind dann wieder raus. Was noch
Rieke: Mmh.
Thorsten: manchmal vielleicht noch bisschen fehlt, und das ist der nächste Schritt, aber da glaube ich, da gehen wir auch dann irgendwann hin, ist, dass sich diese Bücher dann auch entsprechend festsetzen.
Rieke: Mmh.
Thorsten: Und das ist ja auch so ein bisschen das, was... den Erfolg von dem Autorinnen ausmacht, die halt vom Schreiben auch leben Die bauen sich natürlich dann auch im Hintergrund so eine Backlist auf, also von Titeln, die sie geschrieben haben, die veröffentlicht sind, die vielleicht auch schon ein paar Jahre auf dem Markt sind. Und wenn dann eine Leserin die Autoren neu für sich entdeckt, dann wird sie ja auch die älteren Titel dann entsprechend kaufen und
Rieke: Mmh.
Thorsten: mehr von der Autorin dann auch kennenlernen zu wollen. Also da sind wir wirklich sehr, sehr auf einem guten Niveau und viele Bücher. Also ich habe jetzt die Aktuelle nicht im Blick, aber wahrscheinlich findet man auch da sofort wieder Bücher, die verlagsunabhängig veröffentlicht wurden.
Rieke: Stimmt, Aber das finde ich sehr spannend, weil es ja doch, ähm, ja, die These gibt, dass man mit einem Print-on-Demand kaum auf die Bestsellerliste kommt. Und das jetzt mal als Gegenargument oder als Gegenbeispiel zu sehen, weil es ja doch oftmals dann so gesehen wird, dass man eher in den Auflagendruck gehen sollte und das dann aber auch selbst, ja, selbst melden muss. Weil wenn man natürlich jetzt im Auflagendruck ist und das alles unabhängig macht, dann ... Dann kannst du so viele Bücher verkaufen, du möchtest, aber wenn das nicht gemeldet ist, kommt es nicht auf die Liste. Und da seid ihr natürlich mit Biodia direkt, mit Libri, an der Quelle. Deswegen ... da sehr cool zu hören, dass es anscheinend auch über den Print-on-demand-Weg geht.
Thorsten: Genau, also da funktioniert es natürlich auch viel über das Thema Vorbestellung. Das ist natürlich dann auch entsprechend immer ein super starker Hebel, wenn man schon zwei, drei Monate vorher ankündigen kann, an diesem Tag erscheint das Buch.
Rieke: Auf jeden Fall. Das muss auf jeden Fall sein, ja.
Thorsten: Genau, man kann da die Werbetrommel entsprechend schon frühzeitig rühren und die Lesenden kaufen das Buch quasi schon im Vorfeld und man hat dann schon eine Kalkulation, dass man sagt, so ok, bevor das Buch überhaupt da ist, hat man schon 2000 Bestellungen oder?
Rieke: Mmh.
Thorsten: die natürlich schon mal parat legen und am ersten Tag werden die ausgeliefert und dann
Rieke: Hm.
Thorsten: hat man auch gute Chancen in die bessere Liste reinzukommen.
Rieke: Kann man über BOD vorbestellen? Also gibt es die Möglichkeit?
Thorsten: Genau, haben so Programm für ausgewählte Titel, wo wir das möglich machen. Dieser ganze Prozess, der dahinter steht, allerdings auch sehr händisch, sehr manuell und mit viel Aufwand verbunden. Das heißt, im aktuellen Stadion machen wir es für ausgewählte wir es anders nicht abbilden können tatsächlich.
Rieke: Hm.
Thorsten: gucken aber natürlich auch, wie man solche Leistungen dann auch erweitern kann. Für andere Titel entsprechend auch oder für die Autoren Da machen wir beispielsweise auch solche Sachen wie Farbschnitt möglich, die jetzt in unseren normalen Produktionsprozessen so nicht abbildbar wären. Also Prätonymat ist immer zum gewissen Grad auf Standardisierung ausgelegt. Der Offsetdruck ist da immer weiter. Also die können halt mit viel mehr Sonderwünschen agieren,
Rieke: Mmh.
Thorsten: mit gewissen Lacken halt arbeiten oder mit Prägungen beispielsweise. Das ist im Printed Demand so nicht möglich, weil die Prozesse halt standardisiert sind. Wir haben relativ viel Auswahl, auch was die Ausstattung betrifft. Also sei es Papiere, sei Einbände, sei die Ausstattung generell des Buches. Aber jetzt muss man, also wenn man so einen Farbdruck nochmal macht, oder so einen Farbkantendruck, das ist was, also wenn man sich die Maschinen so vorstellt, da werden in der Regel, da die Bücher so eingeklemmt und dann werden sie halt, also mehrere meistens, und dann
Rieke: Mmh.
Thorsten: werden die halt wirklich bemalt und das muss alles super genau ausgerichtet werden. Das ist ein sehr manueller Prozess. Das können wir jetzt so eins zu eins nicht einfach abbilden, indem wir sagen, wir stellen so eine Maschine hinten bei uns dran und dann laufen die Bücher da automatisiert durch. Aber wir arbeiten dran. Also das sind tatsächlich so Themen.
Rieke: Ja, nee, Cool.
Thorsten: Da gucken wir natürlich, wie können wir die Ausstattungsvielfalt noch erweitern, gerade wenn einfach der Bedarf groß Da haben wir beispielsweise in der Vergangenheit auch verschiedene Papiere mal neu eingeführt. Das ist aber auch immer mit viel Aufwand verbunden, weil diese Prozesse, mit denen wir da die sind stark. ineinandergreifend und man kann da nicht einfach nur sagen, so ich schmeiß jetzt in diese Maschine ein anderes Papier und das wird schon alles wieder klappen. Das ist super kompliziert.
Rieke: Mhm. Aber es muss schon alles eingestellt sein, Ja, ja.
Thorsten: ich, wenn ich da mit den Kolleginnen und Kollegen, wir sitzen ja mit unserer Produktion in Bad Hersfeld, das ist in wenn man so auf die Deutschlandkarte guckt, ziemlich genau in der Mitte von Deutschland, da hat Libri nämlich auch ihren Logistikstandort und da sind wir jetzt mit der Produktion auch seit vier, fünf Jahren. ja, da komme ich dann manchmal auch so mit irgendwelchen Fragen oder Wünschen, die ich dann weiterreiche, quasi, warum können wir das nicht möglich machen? dann gucke ich mich auch immer mit etwas entgeisteten Augen an, weil es einfach sehr kompliziert ist.
Rieke: Mmh.
Thorsten: Aber wir arbeiten dran. Wir schauen, dass wir so was möglich machen wie halt so was wie einen Fahrkartenschnitt oder eine weitere Ausstattungsmöglichkeit. Also ein Thema, an dem wir auch schon länger arbeiten, ist zum Beispiel eine Broschur, eine Klartbroschur.
Rieke: Uuuuh! Ja...
Thorsten: Da nerven wir die Kollegen auch immer sehr viel da unten und hoffen, dass es dann auch bald möglich sein wird.
Rieke: Geil, wir halten die Augen offen. Das wär natürlich sau cool. Das ist, Da weiß ich auf jeden Fall von Kolleginnen, das sind so ... Ich glaub, als Self-Fabelschnittperson hat man so paar kleine Schritte, die man mal erreichen möchte. Ach, ich möchte mal einen Farbschnitt haben, eine Auflage drucken, eine Klappenbroschur haben. Ich glaub,
Thorsten: Hm.
Rieke: das wär natürlich sau cool. Na, also Leute, haltet die Augen offen.
Jana: Ich auch, das kommt gut an. Ich glaube dazu passt auch der Mythos, als Self-Publishende müssen wir alles selbst und alleine machen. Da
Thorsten: Mhm.
Jana: hat wahrscheinlich der Distributeur auch eine andere Meinung.
Rieke: Hahaha.
Thorsten: Es gibt ja auch wirklich welche, die dieses Begriff Self-Abschieblich sehr wörtlich nehmen und wirklich alles machen. Die organisieren sich auch eine eigene Auflage, legen die dann manchmal auch wirklich sprichwörtlich in die eigene Garage und machen den Versand Das kann man ist aber, man muss sich dann einfach nur bewusst sein, dass es mit unfassbar viel Aufwand verbunden ist.
Rieke: Mmh.
Thorsten: ist ja auch immer unser Standpunkt die Frage, okay, aber du möchtest doch eigentlich schreiben. Also das ist ja eigentlich das, was dich antreibt und nicht dich jetzt vielleicht noch die Logistik und dergleichen zu kümmern. der Hintergrund, warum manche Menschen das machen, ist auch hier nochmal der Kontrollaspekt und auch weil man dann sozusagen sagt, ich möchte für mich den einfach den perfektesten Weg finden.
Rieke: Mmh.
Thorsten: dass man da auch keinerlei Kompromisse manchmal vielleicht auch eingehen möchte, weil man natürlich, wenn man Kontrolle abgibt, ist immer eine Form von Kompromissen an der Stelle. Also von daher, das ist möglich. Ich würde es nicht empfehlen. Ich habe auch schon ganz oft so Gespräche geführt mit Leuten, die diese Erfahrung einmal gemacht haben und dann auch im Nachhinein sagen, nee, das war einfach Quatsch. Aber die Erfahrung muss jeder für sich vielleicht auch mal selbst machen. Der meint, das
Rieke: Ja, auf jeden Fall.
Thorsten: ist für mich der ideale Weg. Grundsätzlich würde ich sagen, macht das bitte nicht. Sucht euch da Hilfe, wo es für euch sinnvoll ist. Also A, im Bereich natürlich der Produktion und der Distribution. Also sucht euch da einen Partner, BOD oder jemand anderes, der zu euch gut passt. Also wo ihr auch ein gutes Gefühl habt, wo ihr sagt, die Kondition finde ich gut. Ich mag, weiß ich nicht, das was die machen, was die einem anbieten. Und darüber hinaus aber natürlich auch sucht euch dann Unterstützung rund die Entstehung des Buches. Also sei es in einer geringen Form, sage ich jetzt mal, Testlesende, die euch ein Text Feedback geben, wenn ihr euch beispielsweise kein Lektorat leisten könnt. Also ein Lektorat ist natürlich so die Premiumkategorie, aber es ist natürlich auch kostenintensiv. Lektorat oder Lektorin, Lektor ist kein geschützter Begriff, also das kann sich theoretisch jeder nennen. Von daher haben wir auch eine große Bandbreite an Menschen, die diesen Dienst anbieten. Also da muss man auch ein bisschen gucken. Da empfehle ich immer ein Probelektorat auf jeden Fall zu machen, zu schauen, passt das oder passt es nicht. Auch sowas wie ein Covergestaltung. Also viele Disziplatoren bieten entweder vorgefertigte an oder was wir auch beispielsweise haben. Wir haben so Pre-Made Cover. Die sind professionell erstellt, aber halt nicht für explizit das eigene Buch, sondern die sind halt so für gewisse Genre. Also wir haben dann für Crime, für Romance, für Fantasy. Das sind Unikate. Das heißt, ich kann mir da eins aussuchen, wenn ich das ausgesucht habe, dann ist es auch meins und dann ist es nicht nochmal irgendwo im Markt. Aber es ist jetzt natürlich nicht auf meine speziellen Wünsche hin entstanden. geht auch, das bieten wir beispielsweise auch an. Das gibt aber natürlich auch viele Grafiker und Grafikerinnen da draußen, die solche Services entsprechend anbieten. Wenn man nicht selbst gerade so ein Multitalent ist, also ich könnte es jetzt nicht, also ich bräuchte da wirklich jemanden, mir da das Buch gestaltet und das hört ja beim Cover nicht auf, das geht ja mit dem Buchblock wenn man vielleicht nochmal Illustrationen haben möchte, gerade wenn man ein Fantasy Buch beispielsweise hat. Also da wirklich Wo kann ich mir Hilfe holen, wo es notwendig ist? Wir versuchen immer möglichst viel Hilfe auch zur Selbsthilfe zu geben, Tipps zu vermitteln. Man kann da viel selbst machen, man kann auch viel Irgendwann ist man wahrscheinlich aber bei dem Punkt, dass man sagt, okay, jetzt wäre es ganz gut, wenn ich bisschen Entlastung an der einen oder anderen Stelle habe.
Rieke: Hmm.
Thorsten: Also von daher eigentlich auch immer so der Tipp gerade für Newcomer. Macht euch vorher schlau, über welchen Partner möchtet ihr gehen, mit der Buchveröffentlichung guckt, wo ihr euch vielleicht auch ein Netzwerk aufbauen könnt mit Leuten, die euch unterstützen können, sei es bei der Gestaltung, sei es beim Textfeedback, also wie gesagt, Testlesende als Und macht in Rahmen eurer Möglichkeiten das Buch so gut und so professionell wie möglich.
Rieke: Netzwerk ist vor allem ein sehr guter Punkt. da kann man auf jeden Fall die ... Die Info geben, dass ihr einfach ... habt ein paar ... Ihr gebt euch da ... Oder ihr gebt denjenigen, es wollen, ein paar Hilfestellungen an die Hand mit Coaching, mit Covervideos, Mac Lektorat. Ihr habt aber auch eine Blogseite, ne? Ihr habt ja auch einen Blog, wo man viele Infos auch über Self-Abdechang rausholen kann oder sich durchlesen kann. An der Stelle kann ich auch noch mal die Internetseite von Svenja Haupt empfehlen, Netzwerk selfpublishing.com. Da kann man auch Infos herbekommen, beziehungsweise sich vernetzen mit LektorInnen, mit Coverdesignern, mit Bloggern und ja, da gucken, wer passt zu einem, was kann ich geben, was kann ich nehmen. Also das finde ich eigentlich... Cool, ist ein guter Punkt. Netzwerk. Vernetzt euch mit Leuten. Bietet Sachen an. Nee, genau, genau.
Jana: Nehmt das nicht so wörtlich mit dem Self Publishing. Ja, man hat die ganze Verantwortung, man muss das alles entscheiden. Aber man darf sich schon da auch
Rieke: Man sch... Ja.
Jana: sein Team suchen und man darf sich da Unterstützung holen. man muss da nicht als Einzelkämpferin irgendwie unterwegs sein.
Rieke: Definitiv. Ja, vor allem kann man sich da ja auch
Thorsten: Das ist der Tatsache.
Rieke: gegenseitig auch unterstützen. Also nur weil ich mir jetzt Hilfe hole von oder weil ich mir jetzt eine Cover Design in der Person hole. Das ist ja auch die Cover Designerin oder der Cover Designer postet dann wahrscheinlich auch so Hey, guck mal, by the way, dieses Buch hab ich gemacht. Und das wird dann der Audience, wollte ich schon sagen, der Babi dann ausgespielt. Und dann sehen diese Leute, ach, geiles Cover, da gucke ich noch mal rein. Also dieses Vernetzen, das hilft ja auch wirklich auch in alle Richtungen. Bestenfalls ... Ja.
Thorsten: Da ist die Community auch wirklich sehr offen. es ist auch wirklich schön. Das ist jetzt nicht so, ich hocke hier auf mein angesammelten Wissen und ich teile es nicht, sondern das funktioniert einem wirklich wunderbar. Und da sind auch so was wie die Buchmessen auch eine tolle Anlaufstelle, Menschen kennenzulernen. Autorinnen oder halt auch die drum herum und auch da bieten wir viele Veranstaltungen beispielsweise, wo es dann viel das Thema Hilfe zu Selbsthilfe gibt, Tipps zum Vermarkten, also gerade Marketing ist ja auch so ein riesiges weites Feld, also das Schreiben ist
Rieke: Auch wichtig,
Thorsten: das eine und dann das Buch zu vermarkten und richtig zu vermarkten, das ist ja auch nochmal ein wichtiger Schritt, einfach für mehr Sichtbarkeit des Buches dann zu sorgen und das ist auch etwas, was Auch hier in den letzten Jahren haben Autoren und Autoren im Self-Obschränkter viel vorgemacht, was man da alles wirklich gut machen kann. Und die Budget, die Marketing-Budgets in den Verlagen, die werden jetzt auch nicht größer. Im Gegenteil, die werden eher kleiner in den letzten Jahren.
Rieke: Hmm.
Thorsten: Und sie sind fokussierter. Nur weil ich jetzt mein Buch im Verlag habe, entbindet mich das nicht von der Verpflichtung, Werbung zu machen.
Rieke: Gar kein Fall. Auf gar keinen Fall, nein.
Thorsten: Und da versuchen wir auch viele Hilfestellungen zu geben, also wie... Gehe ich das ganze Thema Social Media an? Was kann ich darüber hinaus noch machen mit Anzeigen, Schaltungen online beispielsweise, mit meiner eigenen Website, mit Newslettern? Also da gibt es ja viele Möglichkeiten, die man nutzen kann. Man muss sich das idealerweise nur auch im Klaren sein. Also gerade wenn man den Anspruch hat, ich möchte mit meinem Buch möglichst viele Lesende erreichen, dann kommt man an dem ganzen großen Thema Buchvermarktung leider nicht vorbei.
Jana: Das ist auch eine Aussage, nimmt quasi schon... Vielleicht ist das der letzte Mythos, den wir noch bisschen besprechen können. Die nimmt da schon bisschen möglich vorweg. Eine Sache, die oft behauptet wird, ist, nach dem Schreiben ist eigentlich die gemacht.
Thorsten: Hmm.
Jana: Der Hauptteil ist dann geschafft.
Thorsten: Ja, müdes Lächeln von allen, die diese Erfahrung gemacht haben. Ja,
Rieke: Ja, vielleicht leichtes Säufzen auch.
Thorsten: Nee, leider nicht. Also ja, es kommt auch da. Es kommt natürlich darauf an, also welche Erwartungshaltung hat man? Also wenn man sich sagt, mir geht es jetzt wirklich, mir ging es nur darum, das Buch ist jetzt da. dann ist es natürlich vollkommen okay. Dann stimmt dieser Spruch. Aber für alle anderen, die halt wirklich Sichtbarkeit ringen. für die fängt die Arbeit. Auch das ist erstmal schon mal eine wichtige Kenntnis für viele. Marketing beginnt nicht erst dann, wenn das Buch schon da ist, sondern Marketing beginnt schon viel, viel früher.
Rieke: Yes. Yes.
Thorsten: Idealerweise verbindet sich das beides. Schon im Schreibprozess nutze ich die Buchvermarktung und mache schon mal neugierig auf das, was da kommen wird, indem ich halt ein bisschen so einen Blick hinter die Kulissen werfen lasse, mein Zielpublikum schon mal mitnehme. meine eigenen Newsletter informiere, über Social Media, darüber schon mal die Werbetrommelröhre an der Stelle. Das ist halt etwas, was muss sich viele Gedanken im Vorfeld schon machen. Das beginnt auch manchmal schon mit banalen Frage, für wen schreibe ich dieses Buch eigentlich? Da kommen auch schon manche so bisschen in Strauchhöln. Eine Antwort, die dann häufig gegeben wird, ist so, ja für alle. Das funktioniert ja.
Rieke: Das ist, glaub ich, die falscheste Antwort, man geben kann, leider,
Jana: Sehr hoffnungsvoll.
Thorsten: Das wünscht man natürlich auch hier wieder jedem Buch und es gibt ja auch Welterfolge, da trifft es zu. da hast du eine Bandbreite an Lesenden von wirklich zwölf bis 80 oder so. Aber das ist ja die Ausnahme und das ist ja auch diese Bücher, die diesen Erfolg haben, sind für ein gewisses Zielpublikum geschrieben. Das halt dann vielleicht eher zwölf bis 16 ist. Und das hilft mir auch als Autorin, als Autor in dem Moment, wo ich jetzt ziemlich genau weiß, für wen schreibe ich eigentlich, welche Leserinnen, welchen Leser habe ich vorm inneren Auge. Weil dadurch kann ich unglaublich viel ableiten. Also ich kann natürlich die Gestaltung meines Buches auf diese Leserzielgruppe anpassen. Ich kann den Schreibstil an diese Leserzielgruppe anpassen. kann... Ich weiß idealerweise dann auch, wo sich diese Lesenden aufhalten. Also welche Social Media Plattformen. nutzen diese Lesenden, sind die eher auf TikTok unterwegs oder sind die auf Instagram unterwegs oder wo auch immer oder und kann da für mich das Leben auch natürlich leichter machen, indem ich mich dann auf solche Kanäle fokussiere, bevor ich jetzt irgendwie sage, ich bin überall unterwegs und versuche Über-Sichtbarkeit zu erzielen. Das ist ja auch einfach Zeit, die ich da investieren muss und das hilft schon mal viel, sich diese Frage zu gegenwärtigen und dann darauf seine Planungen auszurichten.
Rieke: auf Fall ganz, ganz wichtiger Punkt. Dieses vor dem Veröffentlichen schon Marketing machen, schon mal die Leute hypen. Hey Leute, da kommt was richtig Geiles auf euch zu. Und dann danach auch vor allem weitermachen. Dieses Stichwort Long Seller statt Best Seller, einfach so viele Leute wie möglich in so langer Zeit wie möglich abzuholen. Ja, sichtbar sein. Das ist vor allem das Ding, dass ihr den Leuten immer wieder eure Visage unter die Nase schiebt. Wollt schon sagen. Aber
Thorsten: Hehehehehe
Rieke: ne, dass man sich zeigt. wenn man dann zum Beispiel auf Messen ist oder wenn man irgendwo auftaucht, ich hab das in letzter Zeit, ich hab das viel gemerkt durch Free Speed Disaster, was ich im Juli rausgebracht hab, auch über BOD. hab ich einfach wirklich zwei Monate vorher angefangen zu sagen, ich hype dieses Buch übelst. Ich hoffe, ihr hyped es auch. Ich hab dann einfach in letzten Messe, die wir im Darmstadt hatten jetzt im September, hab ich
Thorsten: Mhm.
Rieke: öfter gehört, ach, das hab ich schon gesehen. Und genau das will man. Genau das will man, dass Leute auf einen zukommen und denken, ich hab keine Ahnung, wer du bist, aber das Buch hab ich schon mal gesehen. Oder umgekehrt, ist auch fein. Aber dass man schon mal so, ne, also,
Jana: Hehehehehe
Rieke: habt im Gedanken, dass man, ja, sich sichtbar machen sollte auch die ganze Zeit. Und es ist anstrengend, aber da macht halt einfach immer das bare minimum aber die ganze Zeit. Und das ist ja die ganze Zeit... sichtbar seid, dass ihr die ganze Zeit da seid und nicht vergesst, dass dieses Buch, das ihr geschrieben habt, geil ist und es die anderen Leute wahrscheinlich auch geil finden und ihr ihnen das einfach nur mal klarmachen müsst, dass ihr das geil finden werdet.
Jana: Rike ist selber noch ganz hyped.
Thorsten: Ja, das ist ja auch was, was dann überspringt. Also wenn man diese Begeisterung
Rieke: Ja, muss man.
Thorsten: auch transportieren kann, sei
Rieke: Genau.
Thorsten: es jetzt bei Social Media beispielsweise. ja, es hilft auf jeden Fall, sich mal so einen grundlegenden Plan auch zu machen, also so eine gewisse Strategie zurechtlegen. Also natürlich gibt es Phasen, wo dann einfach mehr gemacht werden muss, idealerweise,
Rieke: klar.
Thorsten: also rund die Veröffentlichung im Vorfeld davon. Und dann... muss man sich dann auch wieder so Leuchtturmaßnahmen dann überlegen, sind es verschiedene Messen oder Kooperationen, in man eingehen kann, einfach entsprechend nochmal so dem Buch einen Push zu geben. Und das ist ja auch wirklich das Gute, auch wenn ich jetzt für ein aktuelles Buch das mache, indirekt mache ich es dann immer auch für alle anderen Bücher, die ich vielleicht auch schon veröffentlicht habe, gleich mit, weil die dann idealerweise auch davon dann gleich mit profitieren, weil Lesende,
Rieke: Hm.
Thorsten: die mich dann entdecken, die wollen in der Regel ja dann auch gleich mehr von mir lesen. Also das ist...
Rieke: Hoffentlich,
Thorsten: Genau. Aber das ist halt auch wirklich etwas, das muss man einfach mit wissen, das gehört zur Wahrheit des Autoren in Daseins dazu. Und das ist aber vollkommen unabhängig davon, welchem Weg der Veröffentlichung ich wähle. das, wie gesagt,
Rieke: Mmh.
Thorsten: auch wenn ich jetzt beim Verlag und jetzt nicht gerade Sebastian Fittsig heiße oder wie noch immer, einfach einen bekannten Autorin oder Caroline Wahl. Aber selbst die, die ist ja ständig unterwegs.
Rieke: Sebastian Fietzek ja auch, ja.
Thorsten: Genau. das ist einfach so dieses, ich sitze in meinem stillen Kämmerlein und schreibe ein Buch und der Rest findet dann außerhalb ohne mich statt. Das ist ja auch so nicht. Also das muss man einfach von Anfang an eigentlich wissen, aber das wissen ja auch die meisten.
Jana: Ich denke auch. Ein
Rieke: Spätestens jetzt.
Jana: Haar, genau. glaube, ein Traum, auch hier viele haben, was so Thema Sichtbarkeit angeht, ist einmal auf einer großen Buchmesse auch vertreten zu sein. jetzt haben wir ja die Frankfurter Buchmesse ganz kurz vor uns. Das ist in ein paar Wochen. Und ihr seid auch wieder mit einem eigenen Stand am Start. bei euch gibt es auch die Möglichkeit für AutorInnen, ihre Bücher bei euch am Stand. ja, sichtbar zu machen.
Thorsten: Genau, sind wieder in Frankfurt. und hin auf den beiden großen Buchmessen in Deutschland, in Frankfurt und in Leipzig regelmäßig vertreten. Wir sind auch in den Ländern, also in Schweden beispielsweise, sind wir dann
Rieke: Yay!
Thorsten: auch auf den Buchmessen. Und da fällt dann unser Team hin aus Schweden. ja, wir sind da mit einem eigenen Stand und wir versuchen auch immer, eine große Bandbreite an Büchern dort zu präsentieren von unseren Autoren und Autoren. nicht nur die aktuell sehr präsenten Bücher wie jetzt Newodal beispielsweise, natürlich nehmen die großen Raum ein, das ist ja auch okay, weil gerade auch das Lesepublikum dieser Bücher viel auf dem Buch messen ist. Aber wir versuchen auch schon wirklich eine Bandbreite einfach deutlich zu machen, weil es gibt ja auch viele interessiertes Publikum, was sich selbst vielleicht mit dem Gedanken auseinandersetzt. Ich möchte vielleicht mal ein Buch schreiben und dann möchten wir gerne zeigen, was alles möglich ist, was alles Tolles entstehen kann. Und die Bücher, die wir da zeigen, wir haben so ein, das kann man auf der einen Seite buchen, wenn man das möchte. Wir schauen aber natürlich auch immer so in die aktuellen Veröffentlichungen bei uns rein und gucken, welche spannenden Bücher können wir denn mitnehmen. Das ist ein harter Auswahlprozess, weil am Ende
Rieke: Das glaube ich.
Thorsten: würden wir auch viel mehr Bücher sehr gerne dort präsentieren. Wir sind aber natürlich irgendwo begrenzt, was die Fläche des Standes irgendwo betrifft. Aber deshalb versuchen wir auch natürlich auch auf anderen Veranstaltungen unterwegs zu sein. Also wir waren jetzt zuletzt beispielsweise auf dem Luvanova Bookfest
Rieke: Hmm.
Thorsten: und haben da auch ein paar Bücher präsentiert. Da ging es aber insbesondere darum, Schreiben und Veröffentlichen im Self-Hubschritten zu präsentieren. Da waren wir mit verschiedenen Autoren. Christina Rehn war beispielsweise dabei und Romy Schneider als Lektorin. Da haben wir einen Talk gemacht. Lisa F. Olsen war da. Also das versuchen wir dann auch immer auf solchen Bookfests oder kleineren Messen. Du hast jetzt Darmstadt angesprochen, da waren wir jetzt leider Wir sind aber zum Beispiel auch in Österreich auf der Buchwien dann häufiger und es gibt ja mittlerweile auch ganz viele von diesen regionalen Messen, wie halt in Darmstadt zuletzt. Stuttgart, Buch Berlin in Berlin ist ja schon recht groß. Aber... Das ist ja auch eine spannende Entwicklung zuletzt tatsächlich, dass diese kleinen Verkaufsmessen auch gerade für die Autoren und Autoren mega spannend sind, weil die wirklich einen starken Zulauf haben und in der Regel da wirklich mal eine tolle Möglichkeit hat, sich wieder zu vernetzen mit anderen und gleichzeitig ein neues Lesepublikum anzusprechen. Also das ist wirklich eine spannende Veranstaltung. Wir versuchen möglichst breit vertreten zu sein. Wir können nicht immer mit dem Stand. vertreten sein, sondern häufig sind wir dann halt mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die Gespräche führen, ansprechbar sind. Das sagen wir auch immer über Social Media beispielsweise. Da waren wir auch jetzt auf dem Book Bash bei Berlin. Da
Rieke: stimmt, das hab ich gesehen, ja.
Thorsten: waren zwei Kolleginnen von uns unterwegs genau, also von daher freuen wir uns auch wieder schon sehr auf die Frankfurter Buchmesse. Wir haben da ja auch wieder ganz viele Veranstaltungen, die wir auf Bühnen mit den Autoren und Autoren machen, aber auch bei uns am Stand. Also wer uns gern besuchen kommen möchte, kommt sehr gern vorbei. Wir sind in der Halle 3.0. Da sind wir eigentlich immer in den letzten Jahren gewesen und die Standnummer ist die D34. Und ja, da sind wir natürlich auch immer ansprechbar, wenn ihr Fragen Ich werde auch irgendwo rumturnen, wenn ich keine Termine habe. Also von daher freuen wir uns auf euch.
Rieke: Ja, das kann man vielleicht hier noch mal als große Einlagen sagen, Leute. Kommt vorbei, wenn ihr Fragen habt, ihr überlegt, War B.O.D. zu veröffentlichen oder generell Self-Publishing. Das wollt ich auch sagen, wenn ihr guten Kaffee haben wollt. Ihr habt Marista da, ne?
Jana: Wenn ihr guten Kaffee wollt.
Thorsten: Hahaha. Genau.
Rieke: Genau, kommt da auf jeden Fall vorbei. Noch mal kurz zu den Büchern, die ihr ausstellt. Wie kann man sich da bewerben? Kann man sich noch für die Frankfurter Buchmesse bewerben? Oder ist jetzt schon der Slot für Leipzig offen für diejenigen, die jetzt hier interessiert sind vielleicht? Wie ist das bei euch?
Thorsten: Genau, also für Frankfurt ist das jetzt, da ist das Slot sozusagen schon zu, weil wir die Bücher ja dann auch im Vorfeld produzieren und dorthin liefern müssen. Das läuft jetzt alles gerade aktuell. Wenn jetzt mal wieder, wenn uns ein spannender Titel jetzt irgendwo noch auffällt, dann versuchen wir auch noch mal schnell zu reagieren und davon ein paar Exemplare dann entsprechend mitzunehmen. Für Leipzig wird sich, ich glaube, weiß gar nicht, ist es schon möglich, sich da anzumelden? Doch, ich glaube, man kann sich sogar schon
Rieke: Ja, ich glaube schon.
Thorsten: anmelden, genau. Das überschneidet sich dann manchmal eine Zeit lang und da gucken wir halt auch. Das ist auch so ein Prozess, da gucken die Kolleginnen und dann drauf. Ist das auch etwas, was passt für eine Buchmesse?
Rieke: Hmm.
Thorsten: Wir haben da so einen gewissen Kuratierungsprozess, der dahinter einfach auch dann so einen Erwartungsmenschen manchmal vielleicht auch zu begegnen. was jetzt so eine Buchmesse bringt. da darf man, glaube ich, also es ist ein schönes Erlebnis und das ist so bisschen wie dieses Erlebnis, so das allererste Mal sein eigenes Buch in den Händen zu halten, das ist ja auch unfassbar.
Rieke: Mmh.
Thorsten: Also wird mir geschildert, ich habe es noch nicht erleben dürfen.
Rieke: Ich kann es empfehlen, ja.
Jana: Hahaha.
Thorsten: Und eine Messe ist natürlich immer ein tolles Highlight, wenn man sagen kann, so mein Buch ist auf der Für jetzt so generell das Thema Sichtbarkeit oder Marketing ist das ein Baustein unter vielen. glaube, da muss man auch so bisschen dann drauf gucken. Und langfristig ist es wahrscheinlich besser, erst mal auf diesen kleinen Regionaleren unterwegs zu sein als in Frankfurt oder in Leipzig.
Rieke: Hm.
Thorsten: Das ist natürlich einfach riesig da. Und da kann man auch schnell mal untergehen. Was ich jetzt beobachte, ist, dass auch immer mehr Autoren und Autoren mit eigenen Ständen vertreten sind. Leipzig war da schon immer sehr weit und hat das früh angeboten. Mittlerweile macht Frankfurt das auch. Auch da wäre jetzt meine Empfehlung tatsächlich, fangt vielleicht erstmal bei den kleinen Regionalen ansammelte Erfahrung, bevor ihr sagt, ich leiste mir einen Stand auf der Frankfurter Buchmesse, weil das auch tatsächlich mit einem gewissen finanziellen Engagement
Rieke: Hmm.
Thorsten: zusammengeht. nichtsdestotrotz würde ich sagen, vor allem unter den Aspekten des Netzwerkes, mega spannend. das ist jemanden, gerade wenn man vielleicht noch nicht fertig veröffentlicht hat, sondern noch im Entstehungsprozess ist, aber auch wenn man mit seinem ersten Buch unterwegs ist, kommt da vorbei und da gibt es so viele Möglichkeiten sich zu vernetzen. Wir haben auch einen Laden zum Get Together ein auf der Buchmesse jetzt auch in Frankfurt. ist, jetzt muss ich gucken, nicht dass ich was Falsches sage und Ärger bekomme von unserer Eventmanagerin. Ich meine, das ist am Freitag? Ja, am Freitag 17 Uhr.
Rieke: Kommt rum.
Thorsten: Am Messefreitag kommt da gern vorbei. Aber auch so ist eine Messe immer super, sich kennenzulernen, sich zu vernetzen, neue Leute kennenzulernen. Das kann ich nur empfehlen.
Jana: Ich glaube, Hinweis, wir noch geben können für Self-Publishende, die gerne ihr Buch auf der Messe mal besuchen wollen und sich noch keinen eigenen Stand leisten wollen, ist der Self-Publishing-Verband. Da kann man auf jeden Fall sein Buch hinschicken und dann wird es ausgestellt und so weit. Ich weiß, am Ende der Messe dann verschenkt. Also man kriegt es nicht zurück, aber es steht am Stand und man kann es auf der Messe besuchen und Leute können es da sehen. Es zumindest
Rieke: in die Hand nehmen können.
Jana: eine kostengünstige Alternative vielleicht.
Thorsten: Mitlieder des Verbandes ist das dann genau.
Jana: Genau. Stimmt, man muss Mitglied sein.
Rieke: Ja, ja, ja.
Thorsten: Aber auch das kann man natürlich auch wunderbar auf einer Messe machen, wenn man noch nicht Mitglied ist. Man kann da hingehen zum Stand von den Kollegen vom Selfpub-Schafferband und einfach mal sich kennenlernen und erfahren, was machen die alles und den Stand da mal kennenlernen und ja, auch andere Autoren. Also da trifft man auf jeden Fall immer ganz viele Autoren und
Jana: bloggende und nette Buchmenschen, das ist einfach tatsächlich,
Thorsten: Und bloggen.
Jana: egal welche Messe, immer, ja, immer echt schön mit den Begegnungen, das stimmt voll.
Rieke: Ja, das ist tatsächlich, glaube ich, auch einer der wenigen Möglichkeiten der Self-Admissioner. Also den Self-Admission-Verband auf der Messe, dann ihr, ich weiß jetzt nicht, ob es noch einen anderen Distributor gibt. Distributeur? Distributor? Ich weiß nie, ob man es ausspricht. Ja, deswegen, da hatten wir auch im Vorgespräch, Jana und ich, als wir gestern einfach mal bisschen geschnackt haben, privat. auch schon so gesagt, es wäre tatsächlich ein Wunsch, das Selfpublishing auch auf den größeren Messen sichtbarer zu machen, weil es ja durchaus einen größeren Teil mittlerweile auch vom Buchmarkt schon einnimmt, einfach auch zu zeigen, wie gleich das Niveau ist, wie gleich die Qualität ist und wie gleichwertig auch die Bücher einfach sind. Und dass man das einfach vielleicht auch sowohl in den Buchhandlungen als auch auf dem Messen einfach mehr vertreten könnte oder vielleicht einfach ein bisschen, ja, ähm, weiß ich nicht, schöner darstellen würde ich jetzt schon sagen, aber einfach, ähm, ne, also einfach, ähm, abbe-, genau, das, äh,
Thorsten: Hehehehehe!
Jana: Abbilden, abbilden könnte.
Rieke: das wäre auf jeden Fall nochmal ein großer Wunsch, dass man da einfach nochmal da vielleicht auch ein bisschen gegen dieses Vorurteil, das ja immer noch herrscht, dass Self-Publishing weniger Qualität hätte. Ich glaube, das würde da wirklich viel. wir helfen, das Ganze einfach noch mal dem auf dasselbe Niveau zu heben.
Jana: Jetzt müssen wir einfach allen empfehlen, beim Stand von Biodi vorbei zu gehen. Da sind die schönen SB-Bücher.
Rieke: Kommt rum. Sag vielleicht dien. Yes.
Thorsten: Also tatsächlich gab es ja auch mal vor zehn Jahren eine Self-Hubschritte-Area auf der Frankfurter Buchmesse beispielsweise, wo explizit das Thema präsentiert wurde, wo man auch versucht hatte, Distributoren beispielsweise an einem Ort zu Und die Frankfurter Buchmesse würde jetzt argumentieren, dass Self-Hubschritten jetzt bisschen Opfer des eigenen Erfolges wurde. dadurch, dass es jetzt sowas nicht mehr gibt, auch so bisschen das Zeichen dafür, dass es angekommen ist natürlich auch im Markt. dass es jetzt halt
Rieke: Okay.
Thorsten: nicht mehr dieses Besondere des Neuen hat, sondern es hat sich etabliert. Die Bücher stehen selbstbewusst jetzt neben den Verlagstiteln. dieses, ich glaube, da muss man auch selbst immer so bisschen das eigene Korrektiv dann auch manchmal sein. So dieses, dieses, dieses. überkommene Mythos, dass Self-Hubschritten nur das oder ist nur Ich glaube, da werden wir von anderen schon wieder ganz anders gesehen. Also wie gesagt, von den Messen her, die sehen jetzt das Thema Self-Hubschritten ganz selbstverständlich als, also da findet eigentlich von der Organisation beispielsweise ja kein Unterschied statt. Also das heißt sicher auch, dass viele Autoren haben ja quasi dann die Möglichkeit auch Stände zu mieten. Also gerade Leipzig, wie gesagt, ist da sehr weit vorne und hat das schon sehr frühzeitig auch angeboten. Und wir glülieren uns da auch viel selbstverständlich ein. ist, glaube ich, immer... Am Ende ist es ja auch so, eine Leserin oder ein Leser ist es in der Regel ja auch egal, wie das Buch entstanden ist. Das ist ja meistens der zweite oder dritte Blick erst beim Buch, welcher Verlag steckt dahinter. Sondern es geht ja wirklich immer erst im Ersten Linie darum, begeistert mich der Inhalt. Wer empfiehlt mir das Buch und wer brennt dafür? Und dann ist es eigentlich irrelevant, ob das Buch jetzt im Self-Abschwing entstanden ist oder beim Verlag. Und die Entwicklung geht ja auch dahin, dass diese Grenzen immer mehr verschwimmen. Und das hat sich in den letzten Jahren schon so dahinbegeben. jetzt, wir haben jetzt schon diesen Begriff der hybriden Autorinnen und Autoren schon. mal gebracht. Das sind ja genau diese Autoren, die halt in beiden Welten zu Hause sind und wie selbstverständlich die Rolle wechseln von der Verlagsautorin zur Self-Abbascherin. auch Verlage sind da ja viel offener mittlerweile und viele Verlage haben ja auch eigene Plattformen letztendlich, die auch gerade so für neue Talente gedacht sind, die sich da erstmal dann auch entsprechend beweisen können und ihre Bücher. Also da tut sich unglaublich viel. Manche, klar, gibt manchmal noch auch statt in dem Buchhandel vielleicht Berührungsängste an der einen oder anderen Stelle, aber da hat sich wirklich in letzten Jahren unfassbar viel getan.
Jana: Ich finde, ist eigentlich ein schönes Schlusswort, dass wir sagen, dass es den Lesenden eigentlich nicht so wichtig ist und dass es auf den Inhalt ankommt. Und klar gibt es immer noch ein bisschen Spielraum, aber ich finde, das ist eigentlich ein schöner Fokus für das Ende dieses Gesprächs.
Rieke: Schön gesagt. Ja. Dann würde ich sagen, ähm, dann lassen wir es hier so langsam mal auslaufen. Vielen, vielen Dank, Thorsten, für deine Zeit, dass du hier mit uns geschnackt hast. Ähm, Leute, falls ihr auf der Frankfurter Buchmesse seid, kommt gerne zu BOD, holt euch einen Kaffee ab. Habt ihr Hafermilch? Habt ihr auch vegane Möglichkeiten? So, Leute, habt ihr keine ...
Thorsten: Ja, haben wir auch. Schon länger.
Jana: So.
Rieke: Keine Ausrede mehr, es gibt auch vegane Möglichkeiten. Es gibt coole Bücher. Sagt Hallo zu Thorsten.
Jana: Sagt Hallo zu Torsten. Halle
Thorsten: Hahaha
Jana: 3.0 stand D34.
Rieke: Genau. Falls ihr nicht in Frankfurt seid, ihr werdet auch oder BOD wird auch in Leipzig sein. Seid ihr in Stuttgart?
Thorsten: In Stuttgart sind wir nicht genau. ich
Rieke: Tata.
Thorsten: ja, das ist aber tatsächlich auch von Hamburg. Also wir hatten. Also es waren Kollegen.
Jana: Ist auch sehr südlich, ja.
Rieke: Das ist sau. Also, ich komme aus Schweden nach Stuttgart. habt keinen ... Spaß. Spaß, ich versteh das. Das ist sau weit weg.
Thorsten: Also zuletzt waren ein paar Kolleginnen da, die haben halt ewig gebraucht, bis sie da waren. Das ist ja auch mal so
Rieke: Ich glaub'
Thorsten: ein Steilvorlage, jetzt über die Deutsche Bahn noch mal ein bisschen. Herzlichen Dank.
Rieke: Nein, wir hatten so ein schönes, positives, letztes Wort. Wir kennen jetzt hier nicht die deutschen Machern. weg, Dissen.
Thorsten: Nein, also wir versuchen möglichst viel unterwegs zu sein. können es leider nicht immer möglich machen, ja, sind auf jeden Fall
Rieke: Ja, Okay, aber Frankfurt und Leipzig.
Thorsten: Frankfurt Leipzig sind wir auf jeden Fall da und wir sind natürlich auch immer ansprechbar über unsere Social Media Kanäle beispielsweise. Und ja, auch über unseren Kundenservice, wenn ihr mal inhaltliche Fragen habt, dergleich mehr. Also das nutzt gerne. Darüber hinaus. folgt uns gerne auf unseren Social Media Kanälen, seht ihr dann auch, wo wir dann demnächst wieder aufschlagen werden. Also von daher, wir versuchen auch schon immer wirklich viel ansprachbar zu sein, weil uns einfach auch diese Begegnungen so viel selbst zurückgeben, weil es immer wieder spannend ist. Wir erfahren da auch immer wieder vieles neu und ich finde es immer ein unglaublich positiver, angenehmer Austausch.
Rieke: Ja, cool. Dann würde ich sagen, Leute, geht rüber zu Social Media. Wir haben da letztes Mal draufgeguckt, sehr cooler Social Media-Account auch. Sehr dynamisch mit sehr vielen Infos. Man lernt das Team kennen. Ja, Thorsten, vielen Dank für diese coole Folge, für deine Und ansonsten danke, Jana, auch, dass du hier warst.
Jana: Danke, Rike. Schön, dass wir in unserem Podcast zugegen waren.
Rieke: Danke an alle Zuhörenden, jetzt hier zugehört haben. Und dann würde ich sagen, hören wir uns genau in zwei Wochen wieder. Macht's gut. Tschüss.
Jana: Ja, dann hören wir uns in zwei Wochen. Schön. Ciao!
Thorsten: Tschüss!
Rieke: finde ich auch.
Thorsten: besser zu sehen.
Jana: hatte mein Mann mal wieder recht. Toll. Sagen wir ihm nicht. Genau,
Rieke: Nein. Nein.
Thorsten: Das kommt nicht in den Podcast.
Jana: das nehmen wir nicht mit, Rieke.
Thorsten: Hahaha
Jana: Hallo und herzlich willkommen zu einer neuen Folge Seitenschnack, dem Self-Publishing Buchpodcast rund ums Lesen und Schreiben mit mir, Jana.
Rieke: Mit mir, Rike.
Jana: Und heute auch mit einem ganz besonderen Gast, auf den wir uns gefreut haben, und zwar mit Thorsten von BOD. Schön, dass du da bist.
Rieke: Ja, hi!
Thorsten: Ja, schön, dass sie da sein darf.
Rieke: Ja, da können wir gleich vielleicht schon reingehen. Kurze Vorstellung vielleicht zu dir. Wer bist du? Was machst du? Wo arbeitest du? Ja gut, das haben wir jetzt schon gespoilert, ...
Jana: Wer ist dieser BUD?
Thorsten: Ja wer bin ich, was mache ich? Also mein Name ist Thorsten, Thorsten Simon, der Vollständigkeit halb auch den Nachnamen nochmal zu nennen und ich bin Pressesprecher von BOD und in der Funktion darf ich heute auch bei euch sein. Vielleicht so ganz zum Hintergrund zu mir. Ich habe so einen klassischen PR-Werdegang hinter mich gebracht. Ich habe neue deutsche Literatur und Medienwissenschaften studiert, damals in und habe dann in Agenturen gearbeitet, in PR-Agenturen in Hamburg, Und wie es dann immer so häufig ist, irgendwann ist man des Agenturlebens übertreu. Ich möchte vielleicht auch mal pünktlich nach Hause kommen am Abend. Und dann hat sich für mich die Möglichkeit ergeben, bei BOD anzufangen und sozusagen meine berufliche Leidenschaft rund Öffentlichkeitsarbeit mit meiner privaten Leidenschaft rund ums Lesen. zu verbinden und das mache ich jetzt mittlerweile auch schon seit, was haben wir 2026, seit 13 Jahren bin
Rieke: Ui!
Thorsten: ich jetzt mittlerweile bei BOD und habe da natürlich in der Zeit auch schon viel erleben dürfen und bin jetzt auch seit sechs Jahren, seit 2020 in gleicher Funktion bei unserer etwas größeren Schwester Libri unterwegs als Pressesprecher. Wer Libri vielleicht noch nicht kennt, Libri ist ein sogenanntes Barsortiment, ein Zwischenbuchhändler. Die machen letztendlich das, wenn ihr in eine Buchhandlung geht und ein Buch bestellen möchtet oder kaufen möchtet und es ist gerade nicht da, dann geht die Buchhändlerin an ihren Rechner und bestellt das Buch am nächsten Tag, ist es da. Das, da im Hintergrund passiert, in ganz groben, das ist natürlich nur ein Teil von dem, was Libri macht, aber das macht der Zwischenbuchhandler, das macht Libri. Über BOD werden wir heute sicherlich noch bisschen mehr reden, was wir sind, was wir so machen. Genau, ich bin halt bei BOD Pressesprecher, sprich ich darf... alles rund die Kommunikation machen, darf viel auf Veranstaltungen sein und darf zu Gast bei Podcasts sein.
Rieke: Yeah, cool.
Jana: sehr schön, da haben wir Glück. Ich habe das
Rieke: yes.
Jana: Gefühl, da haben wir jetzt hier voll das Expertenwissen sitzen, 13 Jahre
Rieke: Mhm.
Jana: im Self-Publishing unterwegs.
Thorsten: Hahaha
Rieke: Mhm.
Jana: Ich hoffe, wir haben die richtigen Fragen mitgebracht.
Rieke: Hahaha! Bestimmt, ich glaube auch. Ja, cool. Ähm, kurze persönliche Zwischenfrage. Hast du, du liest ja wahrscheinlich auch selbst, oder? Yes. Ähm, hast du da ein bestimmtes Lieblingsbuch aktuell? Vielleicht sogar ein bestimmtes Self-Published-Buch, was dir einfällt?
Thorsten: Also aktuell lese ich tatsächlich gerade nichts Self-Publishing-seitiges, sondern ich habe jetzt
Rieke: Mhm.
Thorsten: gerade über eine... Das Buch ist mir irgendwie auf der Leipziger Buchmesse begegnet über eine Kollegin, die kam ganz begeistert an, Dungeon Crawler Karl. Ich weiß nicht, ob ihr das kennt.
Rieke: cool, das hab ich noch bei mir im Schrank. Das kommt noch. Ich hab richtig Bock drauf.
Jana: auf der Liste.
Thorsten: Genau, von Matt Dineman. da sind jetzt zwei Titel auf Deutsch erschienen. Der dritte kommt glaube ich erst im November und da habe ich jetzt keine Lust darauf zu warten. Das heißt, ich mache jetzt mit Englisch weiter. Und das trifft
Jana: Das spricht für die Geschichte.
Thorsten: auch so ein bisschen meinen Lesegeschmack. Also ich lese sehr gerne eskapistisch, also ich lese auch gerne fantastische Literatur. Sachbüchern, Ratgebern auch sehr gern. Und zwischendurch auch gerne mal was zeitgenössisches. Also da bin ich auch... recht offen für alles Mögliche letztendlich.
Rieke: Cool! Alright, geile, geile Mischung, find ich gut.
Jana: Und ich hab gehört, Kiel auch ein echtes Nordlicht ist, Marike. Jemand, der wirklich aus dem Norden kommt.
Rieke: Ich wollte reingehen, ich wollte reingehen.
Thorsten: Ja, also gebürtig bin ich in Berlin, aber bin als kleiner Junge, als meine Eltern weggezogen sind, musste ich ja mitziehen und von daher, aber
Jana: ja.
Thorsten: man kann da ganz gut aufwachsen da oben. Also es ist eine schöne Ecke, also erst in Kiel gewesen und dann bei Kiel und wenn man so bisschen Fäbel für mehr hat und viel Wind, ist das eine sehr schöne Ecke da. Also ich habe dann auch ein paar Jahre in München gelebt. war sozusagen das Kontrastprogramm
Jana: Huch!
Rieke: Haha!
Thorsten: und irgendwann bin ich dann in Hamburg mal gelandet, als man auch mehr in innerdeutsch geflogen ist zu dem Zeitpunkt und habe dann so Salz in der Luft gerochen, gespürt, geschmeckt und dann dachte mir, okay jetzt wird es auf wieder Zeit.
Rieke: Ja, anders geht's dann. Geht mir genauso.
Jana: Das
Rieke: Ich komm ja auch aus dem Norden. Ich komm
Jana: war der Ruf.
Rieke: ja aus Nordfriesland von Föhr. Und hab da eine Zeit lang in Göttingen gewohnt, die Schule dort zu beenden. Und bin dann wieder nach Hamburg. Und dachte dann auch so, nee, ist wohl Zeit. Diese drei Jahre in Göttingen waren schön, aber ... sorry. Ja. Cool.
Jana: Wo ist das Meer?
Thorsten: Die Haare ist schon nett.
Rieke: Ja, auf jeden Fall. Auf jeden Fall. Der Norden, Kommt in den Norden. Ähm Ja, du bist jetzt seit 13 Jahren schon bei BOD. BOD gibt's ja auch schon seit ... seit 97 oder so, ne? Also, ihr seid schon echt lang und
Thorsten: Ja, es gibt
Jana: lange lange
Thorsten: mehrere Entstehungsmythen. ja, tatsächlich
Rieke: Hahaha
Thorsten: 97 ist so das früheste, weil da, also vielleicht noch mal bisschen auszuholen, BOD wurde gegründet aus Libri heraus. Libri haben wir ja gerade schon ein bisschen erwähnt und das geschah zum Zeitpunkt, als gerade so der Digitaldruck, also dieses Print-on-Demand in so eine Marktreife reinkam, war noch relativ früh und das war 97. Und da hatte man bei Libri die Idee, Mensch, das ist doch eine spannende Technologie, Bücher erst auf Bedarf zu drucken. Das spart Lagerplatz, das reduziert den Versandaufwand und man kann damit auch im Vergleich zum Auflagendruck sowas wie Remission vielleicht sparen. Man hat weniger Auflagenrisiko, weil man ja bei einer Auflage immer überlegen muss, okay, wie viele Glauben wir, von diesem Buch verkaufen zu können, viele Exemplare? Das ist ja beim Print-On-Decal quasi per Prinzip anders. Und das wollte man im ersten Schritt Verlagen anbieten. Hat man auch gemacht. Und die ersten Verlage, die das für sich genutzt haben und heute ja auch immer noch nutzen sind, sind vorwiegend also Wissenschaftsverlage, Ratgeberverlage, Fachbuchverlage. Einfach weil die... mit der Ausstattung der Bücher und dem Lebenszyklus der Bücher da wunderbar ins POD passen. man kennt das ja vielleicht, Klassiker, der jetzt nicht über den Prädominat erscheint, aber so was wie der dir gewählt hat, Lars, wenn man die noch aus der Schule kennt. Ich weiß gar nicht, welchen, in der wievielten Auflage es die mittlerweile gibt. 70? Keine Ahnung.
Rieke: Ich glaub, es gibt auch niemanden, der den nicht kennt. Ja.
Thorsten: Genau, und
Jana: Es gibt keine Alternative.
Thorsten: das ist ja auch das Tolle für so einen Wissenschaftsverlag, wenn es neue Erkenntnisse gibt, da muss man nicht erst warten, bis so eine Auflage weg ist, sondern kann einfach im Hintergrund die Datei anpassen und dann ist im Print-Onimat quasi die neue Auflage
Rieke: Mmh.
Thorsten: da. Das fand natürlich Wissenschaftsverlage von Anfang an mega spannend. Und dann hat man aber gemerkt, manche Verlage brauchen vielleicht noch ein bisschen länger, sich zu entscheiden. Und deshalb hat man relativ früh auch gesagt, dann geben wir diese Möglichkeit auch an die Autoren und Autoren weiter, ihre Bücher sozusagen verlagsartunabhängig zu veröffentlichen. Und daraus ist BOD dann entstanden. Und das allererste Buch, was bei uns entstanden ist, ist die Hamburger Verfassung.
Rieke: Hamburg!
Thorsten: Hamburg. Das Buch gibt es heute auch noch und kann man immer noch bestellen. Das ist auch bei uns im System die Nummer eins. Das ist immer ganz witzig. Mittlerweile
Rieke: Geil.
Thorsten: sind wir ja weit im sechsstelligen Bereich, was die Anzahl
Rieke: nicht schlecht.
Thorsten: unserer Bücher betrifft. Da ist ja auch auf dem Weg jetzt zu heute unfassbar viel passiert. Wir sind mittlerweile in ganz Europa unterwegs, in neuen Ländern. damals natürlich gestartet so mit der Dachregion, aber dann kam auch ganz schnell Dänemark dahin zu und heute ist es halt Spanien, Frankreich und die gesamten Nordics quasi obendrauf noch mit Norwegen, Schweden und Finnland. Das ist dann auch immer echt gespannt so in die anderen Märkte reinzuluschern, weil die dann doch immer ein bisschen unterschiedlich sind zu Deutschland.
Rieke: Ja, vor allem was den Buchmarkt auch angeht.
Thorsten: Die A total.
Rieke: Ich merke das hier, ich bin ja noch weiter nördlich gezogen, bin nach Schweden gezogen. Deswegen habe ich mich,
Thorsten: siehst du.
Rieke: ich habe das auch tatsächlich gemerkt, ich jedes Mal, wenn ich dann Biodigge googelt habe, weil ich ja auch über euch mein letztes Buch veröffentlicht habe, komme ich immer automatisch auf die schwedische Seite und denke mir, nein, können wir das bitte lassen? Aber das ist schon cool, weil es natürlich auch sehr unterschiedliche Buchmärkte Ich merke das hier ja auch, wie das mit den Übersetzungen ist, wie spät Farbschnitte ankamen oder wie das hier zum Beispiel das Pocketbook, also wirklich, so, dass du es in die Hosentasche reinstecken kannst, ultra beliebt ist. Also das schon spannend, auch cool, dass ihr da so breit aufgestellt seid in Europa. Das ist, glaube ich, vielen gar nicht bewusst, dass sie nicht nur in Deutschland oder in der Dach Region unterwegs seid. Sehr cool.
Thorsten: alles gesteuert aus Hamburg und das ist immer auch ganz spannend, dass man dann den direkten Kontakt mit den Kolleginnen hat, die dann halt entsprechend in den Ländern unterwegs sind.
Rieke: Hm. Ähm ...
Jana: Wenn du jetzt gerade die Remission angesprochen hast, da gab es ja vor kurzem auf Instagram so ein bisschen eine Gerüchteküche, würde ich das nennen, von einer Buchhändlerin, die gesagt hat, ne, wir arbeiten nicht mit Self-Habitats-Schnitten zusammen, das lohnt sich für uns nicht und überhaupt, man kann auch dann die Bücher nicht zurückschicken und das ist alles Mist. Aber das stimmt gar nicht, oder? euch kann man die Bücher, theoretisch, wenn man die über den Buchhandel bezieht auch, dürfen die Buchhändlerinnen das auch wieder zurückschicken oder nicht?
Thorsten: Genau, das ist möglich. Ja, da gibt es viel, auch jetzt tatsächlich auf Seiten der Buchhändlerinnen und Buchhändler manchmal Unsicherheiten. Das versuchen wir auch immer natürlich gerade zu rücken und darüber aufzuklären. Das sind auch bisschen so die Vorteile, wir haben, dadurch, dass wir sehr eng an Libri einfach dran sind. Und bei den Remissionen muss man immer nochmal vielleicht so wissen, dass die Buchhandlungen in der Regel mit einem oder mehreren Basortiment zusammenarbeiten. Und mit denen haben die Remissionsvereinbarungen. Und innerhalb dieser Remissionsvereinbarungen können die halt einzelne Bücher zurückgeben. Also vielleicht für diejenigen, die noch nicht genau wissen, eine Remission ist oder ein remittiertes Buch. Das sind halt Bücher, die bestellt worden sind beispielsweise, aber nicht abgeholt worden sind. Und das ist natürlich immer für Buchhandlungen ärgerlich, wenn sich dann in der Buchhandlung Bücher türmen, die auf Kundenwunsch bestellt worden sind und dann am Ende des Tages auch den Platz einnehmen und dann gibt ja auch immer wieder Zeitpunkte, wo eine Buchhandlung sagt, so jetzt räumen wir mal unser Sortiment auf und schicken Sachen wieder zurück, halt neue Ware entsprechend auch bestellen zu können. Das ist ein großes Thema in der gesamten Branche, insbesondere natürlich für die Verlage und für die Buchhandlungen, aber damit natürlich auch für die Autoren und Autoren. Und das ist uns auch wichtig, das nochmal darauf hinzuweisen, ja, unsere Bücher sind remittierbar. Also im Rahmen dieser Vereinbarung, die eine Buchhandlung mit ihrem Barsortiment hat, ist das möglich.
Jana: Ja, es ist ja zumindest auch nicht schlecht zu wissen, wenn man dann doch mal in die Verlegenheit kommt, seine Bücher irgendwo anzubieten oder so, dann ist es ja nicht verkehrt, das auch erwähnen zu können zumindest.
Rieke: Hm? Ja, da können wir vielleicht schon mal in den nächsten Punkt über Punkt gehen und zwar Distribution im Selfpublishing, was sich so in den letzten Jahren verändert hat.
Thorsten: Mhm.
Rieke: Stichwort Buchmarkt und Buchhandlungen. Hast du das Gefühl jetzt von eurer Seite aus, dass Selfpublishing Bücher und Titel in Buchhandlungen präsenter sind, also dass das Self-Publishing auf dem Buchmarkt präsenter ist oder dass die Buchhandlungen offener sind, Self-Published-Titel mit ins Sortiment aufzunehmen.
Jana: Wie war das vor 13 Jahren und wie ist es heute?
Thorsten: Ja, wie war das in der grauen Vorzeit? ja,
Rieke: Jauut.
Thorsten: da hat sich unfassbar viel getan. Allein wenn ich jetzt jetzt steht, die Frankfurter Buchmesse auch wieder kurz vorm Start, wo wir hier gemeinsam miteinander sprechen und Meine erste Frankfurter Buchmesse, wenn ich die jetzt vergleiche mit dem, was mich jetzt in ein paar Tagen erwartet, das ist wirklich ein riesen Unterschied. Also allein wenn man sich die
Rieke: glaube ich.
Thorsten: hier vorstellt, mit denen wir auf die Messe gehen dürfen, die sind so professionell heute mittlerweile. Das hat unterschiedliche Gründe. Also auf der einen Seite wirklich erst mal dieser steigende Professionalisierungsgrad bei den Autorinnen und Autoren, insbesondere natürlich bei denen, die halt ganz bewusst ihrem Buch so erstellen, dass sie halt sagen, ich möchte damit in den Wettbewerb und die Leserinnen und Leser gehen. Also ich möchte wirklich im Idealfall vielleicht auch perspektivisch vom Schreiben leben können. Wenn man da die erfolgreichen Bücher neben Verlagsveröffentlichungen legt, dann sieht man da auch keinen Unterschied. Die sind halt lektoriert, sind professionell erstellt. Viele von den erfolgreichen Autoren und Autoren, die im Self-Applishing ihre Bücher veröffentlichen, die agieren ja auch wie so ein kleiner unabhängiger Verlag. die
Rieke: Mmh.
Thorsten: haben halt eine feste Lektorin beispielsweise, haben jemand, der ihnen bei der Grafik hilft. Marketing machen viele wirklich selbst, aber auch da gibt es ja... durchaus Möglichkeiten, sich Unterstützung zu holen. Also die haben so ein festes Team sich herum und arbeiten da hochprofessionell. Und das wirkt sich dann natürlich auch auf den Erfolg der Bücher aus. wir haben ja heute, es ist ja keine Seltenheit mehr, dass in den Bestsellerlisten Bücher von Autor:innen auftauchen, die nicht beim Verlag veröffentlicht worden sind, sondern die Bücher sind halt dann bei Dienstleistern wie BOD erschienen. Das ist natürlich auch etwas, was der Buchhandel sieht. da gibt es manche Buchhandlungen, die sind da unglaublich offen und finden das unfassbar spannend, weil viele Nischen auch häufig abgedeckt werden oder neue Trends, die ganz früh bedient werden über Autoren und Autoren, im Self Publishing ihre Bücher veröffentlichen. Also wir haben da zum Beispiel, erwähne ich immer wieder gerne, ganz tolle Buchhandlungen in Eutinien. Das ist die Buchhandlung Hoffmann. Das ist in Schleswig-Holstein. Und
Rieke: Yay!
Thorsten: Aber es gibt auch andere in der Art. Aber da ist zum Beispiel eine ganz engagierte, tolle Buchhändlerin. Die Sandra Natusch hat zum Beispiel das Thema queere Literatur ganz hoch auf ihrer Liste von Büchern, die sie auch gerne in der Buchhandlung präsentieren möchte. Und vor ein paar Jahren gab es diese Bücher einfach auch nicht im breiten Markt. Und das ist zum Beispiel etwas, was auch durch das Self-Habitieren groß geworden ist, weil eine Autorin wie zum Beispiel die Alicia Z. Die hat ihr Debüt damals, Traumtänzerin, über BOD veröffentlicht. Und die hat das wirklich mit der Intention auch geschrieben. Das ist ein Buch, was ich als 15-Jährige gern gelesen hätte. Das hätte mir damals viel geholfen, das hätte mir viel bedeutet. Aber es gab diese Bücher einfach nicht. Wir sind da auch noch nicht so ganz, dass es diese Bücher wirklich in einer Selbstverständlichkeit und einer Breite gibt, wie wir uns das alle hoffen, aber wir sind auf einem super Weg. Das ist halt etwas,
Rieke: Mmh.
Thorsten: was sich dann auch dank des Self-Publishing entwickelt hat. Da gucken natürlich dann die Verlage auch drauf, die Buchhandlungen und sehen da auch Potenzial. Natürlich entstehen im Self-Publishing unglaublich viele Bücher und nicht alle sind jetzt auch mit der Intention veröffentlicht. Ich möchte... mit dem Buch auch erfolgreich sein. Ich möchte da einen Bestseller schreiben, sondern viele wirklich haben ja auch so dieses Lebensziel. Ich möchte einmal in meinem Leben ein Buch veröffentlicht und geschrieben haben. Und natürlich sind diese Bücher jetzt von der der Professionalisierung oder vom Grad der Professionalisierung nicht zu vergleichen mit jetzt Verlagsveröffentlichen oder von den von den Profi Autoren im Self-Apps beispielsweise. Aber auch die Bücher, wenn man die bestellen möchte in der Buchhandlung, dann bestellen die Buchhandlungen das in der Regel. Also das ist ja gar kein Problem. Und mittlerweile, wir gehen ja auch immer sehr aufmerksam durch Buchhandlungen durch und schauen, na, finden wir vielleicht die ein oder andere Autorin von uns. Und das ist jetzt auch kein überraschender Anblick mehr.
Rieke: Cool.
Thorsten: Natürlich haben wir andere Strukturen. Also was zum Self-Publishing beispielsweise generell fehlt, sind solche Sachen wie Verlagsvertretungen, die halt wirklich durch die Buchhandlungen der Republik reisen und die Programme vorstellen. Verlage in dem Sinne und das fehlt uns. Aber diese Entwicklung, die wir da jetzt durchgemacht haben, das ist schon spannend und da kann man jetzt, da ist Self Publishing jetzt einfach, hat sich als einen Weg etabliert ein Buch zu veröffentlichen und viele Autorene nutzen ja auch mehrere Wege quasi. Also die sind ja
Rieke: Mmh.
Thorsten: bei Verlagen unterwegs oder auch im Self Publishing.
Rieke: Als Hybrid-Autorinne, ne? Ja,
Jana: Ich bin auch gerade bei dem Thema mit den queeren Büchern. Habe ich jetzt gerade gedacht, dass wir da auch jetzt gerade wieder bei einer Bewegung sind, die vom SP irgendwie angetrieben wird, weil gerade diese Suffig-Geschichten gibt es einfach in Verlagen noch super wenig und gibt es, wenn man da Geschichten sucht, eben hauptsächlich durch Self-Publishende und würde ich noch hoffen, dass das auch eine Vorreiterbewegung ist. Ja.
Thorsten: Genau, das hast du ganz häufig. Das ist ganz viel. Kann ich auch Verlage verstehen, wenn da Themen auf einmal so aufkommen und die noch nicht genau wissen, wie groß ist jetzt eigentlich wirklich die Zielgruppe. Wir ja auch ganz viel, die dann halt sagen, ja dann mach ich es halt selbst.
Rieke: Mmh.
Thorsten: dann veröffentlichen das Buch, weil ich weiß, dass da einfach sehr viele draußen sind, weil ich die Community kenne und du hast ja auch ganz oft die Bewegung, dass die Autoren und Autoren aus dieser Community kommen und dann auch für diese Zielgruppe Und da hat sich schon, also da gibt es mehrere Beispiele aus der Vergangenheit, wo dann einfach wirklich Self-Habitischen im Vorreiterwahn trennt war und dann irgendwann natürlich auch die Verlage draufgegangen sind. Mal schon, was der nächste Trend wird.
Rieke: Das ist eigentlich ziemlich cool und ich finde, das kann man vielleicht auch mal hervorheben, weil ich finde dennoch, auch wenn wir immer noch dafür kämpfen oder weiterhin dafür kämpfen, dass das Self-Publishing höher angesehen wird als das, was es leider immer noch als Ruf hat aus den letzten zehn Jahren von, ja, das ist alles selbst gemacht und hat ja keine Qualität. Aber ich finde, man kann schon mal hervorheben, dass es eine ultra starke Stärke ist. What? Dass es schon eine Stärke ist mit... was das Self-Publishing mitnimmt und zwar, dass es schnell ist, direkt auf Trends draufgehen kann. Es gibt vor allem einen Verlagsautor, den ich jetzt gerade im Kopf habe und zwar Mickey Robran, der jetzt gerade Self-Published Magnus Kunt Hansen rausgebracht hat und gesagt hat, ich würde das jetzt einfach relativ fix raushauen. Nicht weil er das einfach loswerden möchte, sondern weil es einfach auch Weil er das jetzt direkt diesen Auschwung von Social Media mitnehmen
Thorsten: Mmh.
Rieke: wollte und dann gesagt hat, ja, dann mach ich das selbst. Und das ist ja auch auf die Bestsellerliste gekommen, weil es einfach schnell ging. Man kann einfach super schnell auf Trends reagieren, auch was so vom amerikanischen Markt kommt. gerade das, was du sagst, Thorsten, es kann Trendsetten. Es kann ein Trendsetten, auf den dann die Verlage aufspringt, weil sie merken, ist eine Zielgruppe vorhanden, es hat Potenzial. Es ist ja auch irgendwie verständlich, klar, die Verlage haben eine, die sind natürlich ein wirtschaftliches Unternehmen und die wollen natürlich auch gucken, dass dann die Bücher, sie rausbringen, auch ein Potential haben und auch etwas abdecken, was sie halt gesehen haben im Markt. Und dann machen sie natürlich Analysen. dann schon zu sehen, was so die Self-Publishing für eine Wegebne, das kann man vielleicht auch mal so nennen, dass Self-Publishing auch ein Wegebner sein kann kann und nicht nur einfach so, ja, ach, hat kein Verlag gefunden und macht das jetzt selbst.
Thorsten: Wir fragen ja regelmäßig mal ab, sowohl die Autorinnen und Autoren als auch den Buchhandel zu dem aktuellen Stand von Self-Hubbishing. Was sich bei den Autorinnen und Autoren eigentlich immer schon gezeigt hat, ist, dass dieses Thema, ich habe jetzt keinen Verlag gefunden, ja, das mag auf einige auch zutreffen, aber der immer jeweils wichtigste Grund war, das Thema Kontrolle. Ich habe die Kontrolle darüber, wann mein Buch erscheint.
Rieke: Ja.
Thorsten: habe die Kontrolle darüber, was in meinem Buch erscheint, wie es aussieht, zu welchen Preisen es verkauft wird. Und das zeigt sich auch dann, also wenn wir nochmal jetzt an so einschneidende Erlebnisse wie die Corona-Pandemie zurückdecken oder in den Beginn des Angriffskriegs Russlands gegen die Ukraine und die daraus folgende Flüchtlingsbewegung aus der Ukraine heraus. Wir haben da beispielsweise eine tolle Kinderbuchautorin Susanne Bohne, die hat eine Kinderbuchfigur, nennt sich Wilma Wochenwurm und die erklärt Kindern quasi verschiedene Sachen, also die Jahreszeiten
Rieke: ist das süß.
Thorsten: und als jetzt diese beiden einschneidenden Erlebnisse da waren, hat die beispielsweise ganz schnell Bücher rausgebracht, so was ist ein Virus? Hat dann Wilma Wochenwurm erklärt, was ist so Virus und wie kann ich mich als Kind dann da verhalten und wie verstehe ich das? Oder halt sie hat dann ein Buch auf Ukrainisch rausgebracht für die ganzen Kinder, die mit ihren Müttern aus der Ukraine geflüchtet sind nach Deutschland, damit halt die dann irgendwo noch einen Anschluss finden. Und das sind halt Bücher, die können im
Rieke: Wie schön.
Thorsten: Self-Abschluss erscheinen, weil sie halt schnell sein können. Während Verlage, die können auch schnell sein, aber in der Regel ist es ja so, so ein Verlagsprogramm ist festgelegt, häufig auf Jahre hinaus
Rieke: Das steht hier.
Thorsten: und die sind da anderen Zwängen unterlegen, als es jetzt eine Autorin ist, die halt sagt, ich hab's selbst in der Hand.
Rieke: auf jeden Fall eine große Stärke, also sehr cool. Da nochmal, gibt es da etwas aus den letzten Jahren, aus der Veränderung, die jetzt vor allem auch nach der Corona-Zeit oder während der, seit der Corona-Zeit wirklich ganz viel angetrieben hat? Gibt es da etwas, was dich überrascht hat jetzt bezogen auf den Self-Hubschreien-Buchmarkt oder generell auf den Buchmarkt oder bei deiner Arbeit?
Thorsten: Überrascht, es gibt natürlich Verschiedenes, was jetzt in letzten Jahren unglaublich groß geworden ist. das eine ist als Trend oder Lesetrend neodalt, das ganze Thema. Da ist ja der Trend generell im Buchmarkt, der uns ja viele neue Leserinnen und Leser schafft. Grundsätzlich haben wir das Problem oder die Herausforderung im Buchmarkt, dass wir Leserinnen und Leser verlieren. Es
Rieke: Mmh.
Thorsten: erscheinen auch weniger Bücher. zumindest klassisch über die Verlage. Im Hintergrund wird vieles teurer, vom Papier über Energie, ETC. Also der Markt hat viele Herausforderungen und das war so mit der größten Lichtblick in letzten Jahren, dass über so einen Trend wie New Adult in Verbindung halt mit sowas wie TikTok, was ja auch keiner erwartet hatte, jetzt diese als TikTok neu war, Tanz-, also damals wurde ja eher so getanzt auf TikTok.
Rieke: Stimmt, das war noch Musical.ly
Thorsten: Das war vorhin noch musically und dann wurden sie ja, ich weiß gar nicht, wie die Entwicklung genau war, aber dann haben sie sich ja umbenannt
Rieke: auch nicht.
Thorsten: und genau und jetzt so Booktalk ist ja einfach gigantisch dass das jetzt so wirklich über die Jahre und das wird ja auch bleiben. Also natürlich wird es irgendwann jetzt nicht mehr so den riesigen Peak haben und manche sagen ja auch schon, den haben wir vielleicht schon überschritten, aber es wird ja als als Genre uns weiter erhalten bleiben und dass viele insbesondere junge Menschen lesen. Ein anderes Thema, was natürlich jetzt in letzten Jahren unglaublich an Fahrt gewonnen hat, generell gesamtgesellschaftlich KI, was natürlich dann auch den Buchmarkt stark betrifft. Also da gibt es immer wieder Dinge, die einen überraschen. Das ist ja auch schön. Also neue Entwicklungen brauchen wir ja auch. Was mich immer persönlich nicht überrascht, aber jedes Mal wieder neu begeistert, ist halt Auch hier eine Wiederholung. Die Begeisterung der Leserin, wenn man sie trifft oder auch der Autorin auf Veranstaltungen, wie jetzt demnächst der Frankfurter Buchmesse. das
Rieke: Mmh, ja.
Thorsten: finde ich immer so toll und deshalb freue ich mich auch immer, wenn man auf solchen Veranstaltungen sein darf, mit welcher Leidenschaft da einfach das Buch zelebriert wird. Also und alles rund ums Buch. Also was man ist, man so eine Reise zu einer Messe, je nachdem, wenn man nicht gerade in Frankfurt selbst wohnt, ist ja dann auch immer mit viel Aufwand verbunden und auch die Geduld, die man da mitbringt, wenn man da in irgendwelchen Schlangen steht. es ist das ist immer toll und das gibt einem auch echt immer viel, finde ich auch zu zurück für den etwas grauen Alltag im Büro denn beispielsweise. Das ist immer schön.
Rieke: Ja.
Jana: Ja, das können wir ja glaube ich nur bestätigen. Das ist für uns auch immer richtig schön, wenn wir die Leute einfach treffen, die die Bücher auch lesen und wenn man einfach sieht, da sind wirklich nicht nur wir begeistert beim Schreiben dabei oder ihr als Distribution, sondern da sind auch wirklich am Ende Leute, die sich freuen, das in den Händen zu halten. Und auch gerade finde ich in so einer Zeit, in man sagt, die Leserschaft nimmt ab und auch die Zahlen der, ich weiß nicht, 16- bis 19-Jährigen oder sowas sind rückläufig und Überhaupt braucht man noch Print, alle lesen nur noch E-Books und so. Und dann denk ich immer so, ey, nee. Also
Thorsten: Hahaha
Jana: was ich so wahrnehme auf Messen und was ich für Rückmeldungen bekomme. Ich weiß ob der Farbschnitt auch was Gutes für uns getan hat. Wir sind ja oft immer bisschen am Schimpfen, was den Farbschnitt angeht. es ist so...
Rieke: Ja gut, aber auch aus unserer Perspektive, wir armen Selfpublishing-Dennen, die ihr letztes Hemd für den Farbschnitt noch rausgeben müssen.
Thorsten: Hahaha
Jana: Ja, das habe ich mich so
Thorsten: Das ist es.
Jana: gefragt, ob das nicht vielleicht sogar positiv auch sein kann für uns,
Rieke: Mmh.
Jana: weil einfach die Leute auch sagen so, sind auch einfach so schöne, es ist so schön so ein Buch zu haben und dann sieht es noch so toll aus von allen Seiten und dann kann ich, ja, nicht nur was drin ist, sondern auch so, es ist so schön, dann ins Regal zu stellen.
Thorsten: Das war ja auch für manche eine überraschende Entwicklung. Man hätte ja auch annehmen können, dass über ein digitales Medium wie TikTok das digitale Lesen vielleicht entsprechend hochgehalten wird. Aber das ja überhaupt nicht der Fall. Das Buch wurde ja schon... Kann man schlecht in die Kamera halten.
Jana: kann man auch so schlecht in die Kamera halten, so ein E-Book, so ein E-Reader.
Rieke: dann auch noch mit so einem schwarz-weiß Cover. Boah.
Thorsten: Es gibt ja auch ein paar in Farbe, aber ja, nee. Das Buch wurde ja schon so oft totgesagt. Also als e-Reading neu war, dann hieß es ja auch so, das ist jetzt, wird bald nicht mehr da sein, nur noch so Liebhaberstück. Und das e-Book ist immer noch so bei, je nachdem, welchen Zahlen man anschaut, so 10 Prozent vom Gesamtumsatz. Das Printbuch ist einfach stabil und das ist ja auch eine tolle Entwicklung, schöne Bücher zu haben. Ich glaube auch, dass das Thema Farbschnitt, da sind wir jetzt vielleicht so bisschen über den den Peak auch schon Man hat ja auch versucht
Rieke: Das glaub ich auch.
Thorsten: in anderen Genres, selbst bei Thriller und Crime und dergleichen.
Rieke: Diese einfarbigen Thriller-Farbschnitte, jaja. Das ist ...
Thorsten: Ja genau, das hat ja auch nicht so ganz funktioniert. Also das wird uns auch im Romance, New Died, Romanticie Bereich noch erhalten bleiben, aber wahrscheinlich dann eher so in Richtung, das ist eine Schmuckausgabe für die Hardcore-Fans. Gände dann wahrscheinlich auch nochmal im Hardcover. Weil Verlage müssen halt auch mittlerweile sehr stark drauf gucken. Ich hab's ja schon erwähnt, steigende Papierpreise, steigende Energiekosten, etc. Also so eine Farbschrind-Sonderausgabe ist einfach auch mit Mehrkosten verbunden. in Zeiten, wo alles teurer hat man natürlich auch die Befürchtung, greifen die Leute dann noch zum Buch. Also kaufen sie noch Bücher, wenn die Bücher auch noch teurer werden sollten. Bücher sind erstaunlich preisstabil. Also wenn man sich mal die Entwicklung in den letzten Jahrzehnten anguckt, das Buch ist gar nicht wirklich viel teurer geworden. Also das sind andere Dinge viel, viel, teurer geworden. Wenn man sich so was wie einen Kinobesuch anguckt,
Rieke: Hmm.
Thorsten: da ist das Buch wirklich noch gut davor. Aber natürlich müssen die Bücher auch teurer werden, weil alles uns wird teurer und am Ende müssen ja auch die Menschen, die für diese Bücher verantwortlich sich zeichnen, davon leben können, idealerweise. Aber ja, ist so eine Gesamtsicht und grundsätzlich finde ich auch, also Farbschnitt hat was Gutes aber das wird jetzt auch, glaube sich wieder so bisschen normalisieren, sage ich mal. Aber mal gucken, vielleicht, was jetzt als nächste
Jana: Verrügen.
Thorsten: Ausstattungsvariante da kommt oder vielleicht bleibt der Farbschnitt einfach auch so bestimmend.
Rieke: bald riechen alle Bücher, alle Bücher duften dann. Ja, davon hast du auch gehört. Nee, okay, okay, ja. Es
Jana: Ich bin auch gespannt. Duftbücher. Aber was die Preise angeht? Gott.
Thorsten: Genau, das Duftbuch. Nee, hab ich noch gar nicht, aber okay.
Rieke: gab ein Buch, ähm ... Es gab ein Buch, das hatte irgendwie eine Duftedition. Das hab ich auch immer gehört. hab das englische Selfpublish-Buch noch bei mir, aber die deutsche Version hat geduftet. Da wir uns ein paar Folgen
Thorsten: okay.
Rieke: drüber lustig gemacht, weil mir das irgendwie Hat sich anscheinend nicht gehalten, aber vielleicht kommt das ja noch. Ich brauch es nicht, aber
Thorsten: Ja, ja.
Jana: Wer weiß, was der nächste Trend wird.
Rieke: Gut.
Jana: Man muss immer was Neues sich ausdenken. Aber was ich noch zu den Preisen sagen wollte, auch da kann ich echt nur eine Lanze für Setpublishing brechen, weil ich hab jetzt gerade, ich weiß nicht, ob euch das Cover von Katie Steen von der Licht- und Schattensager was sagt, das ist eine Dilogie.
Thorsten: Mhm.
Jana: Und die hat einen Hardcover daraus gebracht mit einem wunderschönen Cover, was so einen Ausschnitt hat wie so ein Fenster, in dem dann die Protagonistin zu sehen ist. Das kann man dann so aufklappen und dann ist quasi wie das Fenster aufmachen und es hat auch einen ganz tollen Schnitt.
Rieke: Ach was, das wusste ich nicht. Und ich fand das Cover so schon geil.
Jana: Und es ist wirklich so traumhaft. Und es ist ein Hardcover mit knapp 500 Seiten. es ist wirklich auch nicht jetzt irgendwie ein... Es ist schon wirklich ein Buchbuch. Und sie verkauft das für 24 Euro als Hardcover mit dieser Sonderausgabe. Und ich meine, sind ja jetzt öfter auf den Messen unterwegs, wo viele SP-Leute, ja, ihre Bücher verkaufen. Und da haben wir echt auch schon ganz andere Preise. gesehen für nicht Hardcover. da dachte ich, wir können einfach auch selber ... Das hilft, wenn man selber
Rieke: Ja, ja.
Jana: entscheiden kann und wenn man eben auch nicht noch die Agentur und den Verlag und wen auch ja, beteiligen muss, genau.
Rieke: dazwischen hat, zu bezahlen. Ja, das ist
Thorsten: Mmh.
Rieke: ein ganz großer Punkt. Vor allem kann man da auch selbst den, also das ist vor das Ding, selbst den Preis ... bestimmen. Weil wenn man jetzt so teilweise die Hardcover sieht, wenn man jetzt, ich glaub, es war irgendwie eine von den, äh, wie heißen die? Four-Wing-Editionen, die teilweise 32 Euro kosten. Gut, die haben halt auch ihre 800, 900 Seiten. Aber dennoch, ne? Da sieht man aber auch, da sind so viele Prozesse dazwischen, müssen so viele Leute bezahlt werden und die Autorinnen, gut, das ist jetzt natürlich eine amerikanische Autorin, die jetzt nicht viel mit dem deutschen Preis zu tun hat,
Jana: Mmh.
Rieke: aber da auch noch mal die Übersetzung und die Autorinnen können da oftmals überhaupt gar nichts zu sagen, weil sie einfach überhaupt gar nicht die Möglichkeit haben, sich da irgendwie einzubringen und das ist dann auch noch mal ein riesiger Vorteil von Self-Publishing. Ja.
Jana: Hattest du mir nicht auch gerade aus der Forthwing-Geschichte so ein Buch geschickt, was so, weiß ich nicht, gefühlt 200 Seiten
Rieke: Ja, stimmt.
Jana: hatte und auch irgendwie 30 Euro gekostet hat und ich war so, was ist los?
Rieke: Ja, das kann ich noch mal, das war glaube ich der, das war diese Anthologie, das war glaube ich ein Zwischenband. Das kann ich jetzt mal ganz fix ...
Jana: Total wichtig jetzt hier so.
Thorsten: Blick in den Maschinenraum, es wird in die Tastik geräumt.
Rieke: Warum habe ich jetzt die Schwedischen? Na gut. Es hat, kostet 316 Kronen. Das heißt, es kostet 30 Euro. Mumbai. Es hat 240 Seiten und es kostet 30 Das ist verrückt. Okay. Kann man machen. Gut.
Jana: machen. Okay.
Rieke: Ja, das hat jetzt auch gar nichts mit BOD zu tun. Tut mir leid. Wir kommen einfach mal wieder zurück zum BOD.
Jana: Völlig abgedriftet.
Thorsten: Das ist gut.
Rieke: Wir können ja mal reingehen in so, wir haben schon mal ein paar Sachen angesprochen, wie zum Beispiel Mythen von Lesenden und Schreibenden über Selfpublishing und da haben wir so eine kleine Quickfire-Runde vorbereitet. Jetzt schauen wir mal, ob das wirklich so quick wird, wie wir uns, ja wahrscheinlich nicht, das muss auch gar nicht quick sein, aber es sind
Jana: Es muss nicht super quick sein. sind entspannt.
Rieke: quicke Fragen und du kannst antworten, wie du willst. Ja, und zwar haben wir mal den ersten, das erste Mythos mitgenommen und zwar Selfpublishing ist der einfachere Weg. Würdest du dazu stimmen dagegen stimmen? Einfach mal so aus dem Bauch hinaus.
Thorsten: Ja und nein. Ja, weil natürlich kann ich jetzt einfach loslegen. Ich kann jetzt einfach Manuskript schreiben, in Anführungsstrichen. Pack da noch einen Cover drauf und dann ist das Buch da. das ist natürlich dann, ja es ist am Ende des Tages auch ein Buch, aber ist es jetzt ein Buch, was viele Lesende ansprechen wird oder nicht? Also zum professionell gemachten Buch im Self-Abstehen gehört schon bisschen mehr und das ist auch. Also grundsätzlich ist das Prinzip sehr simpel, aber der Weg dahin kann auch durchaus lang sein und man lernt dann. Also das ist schon die Lernkurve ist da sehr steil und gleichzeitig, wenn man jetzt sagt,
Rieke: Hm.
Thorsten: ja beim Verlag, da gebe ich mein Manuskript ja nur ab und dann machen die das alles. Das ist auch nur so ein bisschen die halbe Wahrheit, weil auf dem Weg dahin passiert ja auch viel. Also normalerweise. Also der schlechteste Weg beim Verlag, irgendwie genommen zu werden, ist einfach das Manuskript Verlangt einzusenden. In der Regel schaut man, dass man erstmal bei einer Literaturagentur unterkommt und die dann sozusagen das Buch bei den Verlagen pitcht. Also auch da ist es ein langer Weg. Also von daher, beide Wege haben was Einfaches, aber auch was Schwieriges. Und bei beiden muss man doch eine gewisse Leidenschaft auch mitbringen, damit man da durchkommt.
Rieke: Stichwort Leidenschaft fand ich sehr, schön. Hast du absolut recht. dieses Schreiben einfach mal schreiben. Ein Buch zu beenden ist jetzt auch nicht immer den gleichen. Ich merke das jedes Mal bei meinen Büchern. Ich bin jetzt bei meinem achten und ich denke jedes Mal, wie beende ich dieses Buch? Ich habe gar keine Ahnung.
Thorsten: Mhm.
Rieke: So leicht ist es nicht. Aber gerade dieses leidenschaftliche Dabeisein, dieses für die Geschichte brennen und dann auch danach noch das weiterhin zu vermarkten.
Jana: haben glaube ich alle AutorInnen einfach
Rieke: Ja.
Jana: Wir machen direkt die nächste, oder?
Rieke: Mhm.
Jana: Wir haben aufgeschrieben, Self-Publishing ist ein teures Hobby, damit lässt sich kein Geld verdienen. Man kriegt ja immer so richtig schöne Fragen von Leuten aus dem Umfeld oder auch so online. Was verdienst du denn da so?
Rieke: Wie viel hast du denn schon mit dem ... Genau, wie viel hast du damit schon verdient? Wie viele Bücher verkaufst du denn?
Jana: Wie viele Bücher hast du denn schon verkauft?
Thorsten: Ja. Das ist so diese Verdienstfrage. Also würde ich jetzt erst mal per se sagen nein, das ist natürlich etwas, das leidenschaftliche Schreiben, natürlich vielleicht beginnt man mal als Hobby. Also es ist immer so bisschen die Frage, mit welcher Motivation veröffentlicht man. Also wenn ich jetzt wirklich einfach so dieses, ich habe wollte schon immer mal ein Buch veröffentlichen und mir ist es gar nicht wichtig, ob das Ding jetzt ein großer Erfolg wird oder nicht, sondern mir geht es einfach darum, ich möchte es für mich geschrieben haben und freue mich dann über jedes verkaufte Buch. Das finde ich ist ein vollkommen legitimer Ansatz so entstehen auch viele Bücher im Self Publishing. Aber es entstehen natürlich auch immer mehr Bücher, die professionell gemacht worden sind und die mit dem Anspruch entstehen, das soll ein Buch sein, was auch im Wettbewerb bestehen kann. Und das sind dann auch wirklich viele Bücher, die durchaus auch erfolgreich sind, wie man an den Bestselllisten sehen kann. Wir haben viele Autoren. Man kann vielleicht sogar die Behauptung aufstehen, es gibt vielleicht mehr Autoren, die im Self-Abschwing vom Schreiben leben können, als klassischerweise über den Verlag. Würde ich vielleicht mal in die Diskussion gehen mit der These, weil Self-Abschwing natürlich einen von den Zwängen, von dem wir auch schon bisschen besprochen haben, befreit. Also ich muss jetzt keine Rücksicht auf Verlagsprogramme nehmen. Ich kann meine Bücher veröffentlichen, wann ich möchte. Und wir haben auch viele unfassbar fleißige Autoren. Die schreiben ja wirklich alle drei, vier Monate ein neues Buch. Also von denen kommt im Jahr
Rieke: Das verrückt.
Thorsten: drei neue Bücher raus. Das sind natürlich jetzt keine hochkomplexen unglaublich tief recherchierten Bücher. Da reden wir halt wirklich von Romans beispielsweise, also eskapistisches Lesen, was aber auch natürlich seine Berechtigung hat und voll Komokie Aber die Autoren haben halt die Freiheit und die sind so professionell aufgestellt, dass sie diese erfolgreichen Bücher veröffentlichen können und davon dann entsprechend sehr gut leben können. Und auf der anderen Seite hast du halt Autoren und Autoren, die bei Verlagen sind und die halt nicht vom Schreiben leben können. Also man muss sich glaube ich auch von dieser Vorstellung, wenn man noch so tief in der Materie drin ist, verabschieden, dass nur weil mein Buch beim Verlag mal erschienen bin ich Vollzeitautorin und kann vom Schreiben leben. Das wäre sehr schön, ist aber leider nicht so, sondern in der Regel ist es auch da so, Verlagsautorinnen, die sind Vollzeitautoren und haben halt keinen weiteren Beruf mehr neben dem Schreiben,
Rieke: Mmh.
Thorsten: sondern die meisten haben immer noch einen Butter. Rotberuf und das, was an Einkommen über das Schreiben reinkommt, ist häufig eher sowas wie Lesungen beispielsweise. Gar nicht mal so die klassische Auflage, die sich verkauft. da gibt es auch relativ viele Mythen, was das Leben als Autorin Aber Self-Hubschreien, wenn man es professionell betreibt, ist weit mehr als ein Hobby. glaube ich von sich weisen.
Rieke: sehen wir, sehen wir definitiv genauso. Schocker. Voll! Voll!
Jana: Auch das, auch das.
Rieke: Also ich bin da auch ganz ehrlich, ich glaube nicht, dass ich jemals vom Schreiben leben wollen würde. ich sage niemals nie, aber ich glaube, ich hätte keine Lust, Vollzeitautoren zu sein, weil dann komme ich gar nicht
Thorsten: Ja.
Rieke: mehr raus. Also dann sehe ich keine Menschen mehr. Vor allem hängt ja dann auch alles von der Kreativität ab und von dem Markt. Und was passiert, wenn dann auf einmal irgendwas wegbricht oder man hat keine Ahnung, man hat mal schlechte Phasen, weil die hat man ja auch im Leben.
Thorsten: Mmh.
Rieke: Und auf einmal hängt dein...
Thorsten: Da ist es genau, dass ja jeder ein bisschen anders strukturiert. ich könnte es, glaube ich, auch nicht von meiner Persönlichkeitsstruktur. Aber da finde ich auch ganz spannend die aktuelle Diskussion, die ja ganz viel auf Social Media stattfindet, von Autoreninnen und Autoren angestoßen. So diese Erwartungshaltung auf der Seite der Lesenden. Wann kommt das neue Buch? Also dieser Druck, der
Rieke: Hmm...
Thorsten: da aufgebaut wird, unter dem man steht. Natürlich liest sich ein Buch immer schneller als das neue entsteht.
Rieke: Wenn ich ein Buch innerhalb von zwei Wochen schreiben könnte, dann wäre ich reich. Wow.
Thorsten: Genau. Und entsprechend ist es natürlich dann auch immer mit Erwartungsdruck so, ich habe es jetzt ausgelesen, wann ist das neue da.
Rieke: Mmh.
Thorsten: das finde ich auch gut, dass diese Diskussion geführt wird. Und da geht es ja auch tatsächlich viel Health und Mental Health und wie kann ich da als Schreibender... bestehen und wie kann man das vielleicht besser in Einklang bringen. Weil natürlich dann ganz schnell auch so die Angst mir schwingt, Gottes Willen, wenn ich jetzt nicht in der nächsten Zeit das nächste Buch sofort herausbringe, dann laufen mir die Leserinnen und Leser davon
Rieke: Hm.
Thorsten: und sind dann bei jemanden anders. Also das ist glaube ich auch eine wichtige und gute Diskussion, die da gerade geführt
Rieke: 100 Prozent. da hoffe ich auch, dass so bisschen die Bremse, auch die Bremse getreten wird. Es sind jetzt tatsächlich ein paar Autorinnen, die sich in letzter Zeit da gemeldet haben, da hatten wir auch letztens drüber gesprochen in einer Folge, dass wir da gerne den Trend sehen wollen würden, den Druck einfach rauszunehmen von allen Seiten, von den Lesenden, von den Schreibenden, von den Verlageshäusern, einfach damit wir Lesen wieder als Hobby und als was Cooles, was Entspanntes sehen als als Druck, weil das ist ja irgendwie doch schon irgendwie auf allen auf allen Ebenen. Wie viele Bücher habe ich gelesen? Wie viele Bücher habe ich geschrieben? Wie viel? Es sind ja überall Zahlen und alle messen sich miteinander und ich denke, das tut uns allen gut, wenn wir da wieder so bisschen durchatmen.
Thorsten: Mmh.
Rieke: Ja, all right. Da würde ich mal weitermachen. Und zwar, haben ja schon ein paar Fragen, ehrlich gesagt.
Thorsten: So viel zu quick.
Rieke: Ja, so viel wirklich. Das war ja wirklich richtig Quickfire jetzt hier. Weißt du was? Wir gehen mal gleich in die Bestsellerliste rein. Und zwar, dass der Mythos als Self-Published Person, oder mit Self-Published kann man nicht auf die Bestsellerliste kommen. Ich denke, da sind wir ja direkt an der Quelle. Weil ihr habt ja auch ein paar Self-Publisher, die auf die Bestsellerliste gekommen sind. Auch mit BOD, richtig?
Thorsten: Genau, zuletzt war das Mark Raschke beispielsweise. Das ist jemand, der schreibt so im politischen Der hat sein Buch rausgebracht, mehr Pogowagen. Da geht es halt ganz stark jetzt aktuelle Themen in der Politik, Wahlen. Der furchtbare Aufschwung der AfD und solche Geschichten. Also der behandelt ganz stark tagesaktuelles und da ist natürlich Self-Hopping für ihn auch weil er da sehr schnell einfach sein kann. Und das Buch war beispielsweise dann auch in der Bestsellerliste. dieses, dieser Mythos, dass in dieser klassischen Spiegel-Bestsellerliste man als Self-Publisher nicht reinkommt, das stimmt nicht. das haben wir jetzt ja mittlerweile zu Hauf. frag mal jetzt eine Mara Wolf beispielsweise,
Rieke: Mmh.
Thorsten: die ist ja regelmäßig da drin und die ist ja auch so eine Autorin, die unterschiedliche Wege geht, mal macht sie ihr Buch beim Verlag oder dann macht sie es halt in eigener Also das ist... Da sind wir weit drüber weg. Was natürlich manchmal noch nicht so ganz ist, dass viele der Bücher, die im Self-Hub-Schrink dann auf die Spiegelbesserlässe kommen, die schießen da und bleiben da vielleicht ein, zwei Wochen und sind dann wieder raus. Was noch
Rieke: Mmh.
Thorsten: manchmal vielleicht noch bisschen fehlt, und das ist der nächste Schritt, aber da glaube ich, da gehen wir auch dann irgendwann hin, ist, dass sich diese Bücher dann auch entsprechend festsetzen.
Rieke: Mmh.
Thorsten: Und das ist ja auch so ein bisschen das, was... den Erfolg von dem Autorinnen ausmacht, die halt vom Schreiben auch leben Die bauen sich natürlich dann auch im Hintergrund so eine Backlist auf, also von Titeln, die sie geschrieben haben, die veröffentlicht sind, die vielleicht auch schon ein paar Jahre auf dem Markt sind. Und wenn dann eine Leserin die Autoren neu für sich entdeckt, dann wird sie ja auch die älteren Titel dann entsprechend kaufen und
Rieke: Mmh.
Thorsten: mehr von der Autorin dann auch kennenlernen zu wollen. Also da sind wir wirklich sehr, sehr auf einem guten Niveau und viele Bücher. Also ich habe jetzt die Aktuelle nicht im Blick, aber wahrscheinlich findet man auch da sofort wieder Bücher, die verlagsunabhängig veröffentlicht wurden.
Rieke: Stimmt, Aber das finde ich sehr spannend, weil es ja doch, ähm, ja, die These gibt, dass man mit einem Print-on-Demand kaum auf die Bestsellerliste kommt. Und das jetzt mal als Gegenargument oder als Gegenbeispiel zu sehen, weil es ja doch oftmals dann so gesehen wird, dass man eher in den Auflagendruck gehen sollte und das dann aber auch selbst, ja, selbst melden muss. Weil wenn man natürlich jetzt im Auflagendruck ist und das alles unabhängig macht, dann ... Dann kannst du so viele Bücher verkaufen, du möchtest, aber wenn das nicht gemeldet ist, kommt es nicht auf die Liste. Und da seid ihr natürlich mit Biodia direkt, mit Libri, an der Quelle. Deswegen ... da sehr cool zu hören, dass es anscheinend auch über den Print-on-demand-Weg geht.
Thorsten: Genau, also da funktioniert es natürlich auch viel über das Thema Vorbestellung. Das ist natürlich dann auch entsprechend immer ein super starker Hebel, wenn man schon zwei, drei Monate vorher ankündigen kann, an diesem Tag erscheint das Buch.
Rieke: Auf jeden Fall. Das muss auf jeden Fall sein, ja.
Thorsten: Genau, man kann da die Werbetrommel entsprechend schon frühzeitig rühren und die Lesenden kaufen das Buch quasi schon im Vorfeld und man hat dann schon eine Kalkulation, dass man sagt, so ok, bevor das Buch überhaupt da ist, hat man schon 2000 Bestellungen oder?
Rieke: Mmh.
Thorsten: die natürlich schon mal parat legen und am ersten Tag werden die ausgeliefert und dann
Rieke: Hm.
Thorsten: hat man auch gute Chancen in die bessere Liste reinzukommen.
Rieke: Kann man über BOD vorbestellen? Also gibt es die Möglichkeit?
Thorsten: Genau, haben so Programm für ausgewählte Titel, wo wir das möglich machen. Dieser ganze Prozess, der dahinter steht, allerdings auch sehr händisch, sehr manuell und mit viel Aufwand verbunden. Das heißt, im aktuellen Stadion machen wir es für ausgewählte wir es anders nicht abbilden können tatsächlich.
Rieke: Hm.
Thorsten: gucken aber natürlich auch, wie man solche Leistungen dann auch erweitern kann. Für andere Titel entsprechend auch oder für die Autoren Da machen wir beispielsweise auch solche Sachen wie Farbschnitt möglich, die jetzt in unseren normalen Produktionsprozessen so nicht abbildbar wären. Also Prätonymat ist immer zum gewissen Grad auf Standardisierung ausgelegt. Der Offsetdruck ist da immer weiter. Also die können halt mit viel mehr Sonderwünschen agieren,
Rieke: Mmh.
Thorsten: mit gewissen Lacken halt arbeiten oder mit Prägungen beispielsweise. Das ist im Printed Demand so nicht möglich, weil die Prozesse halt standardisiert sind. Wir haben relativ viel Auswahl, auch was die Ausstattung betrifft. Also sei es Papiere, sei Einbände, sei die Ausstattung generell des Buches. Aber jetzt muss man, also wenn man so einen Farbdruck nochmal macht, oder so einen Farbkantendruck, das ist was, also wenn man sich die Maschinen so vorstellt, da werden in der Regel, da die Bücher so eingeklemmt und dann werden sie halt, also mehrere meistens, und dann
Rieke: Mmh.
Thorsten: werden die halt wirklich bemalt und das muss alles super genau ausgerichtet werden. Das ist ein sehr manueller Prozess. Das können wir jetzt so eins zu eins nicht einfach abbilden, indem wir sagen, wir stellen so eine Maschine hinten bei uns dran und dann laufen die Bücher da automatisiert durch. Aber wir arbeiten dran. Also das sind tatsächlich so Themen.
Rieke: Ja, nee, Cool.
Thorsten: Da gucken wir natürlich, wie können wir die Ausstattungsvielfalt noch erweitern, gerade wenn einfach der Bedarf groß Da haben wir beispielsweise in der Vergangenheit auch verschiedene Papiere mal neu eingeführt. Das ist aber auch immer mit viel Aufwand verbunden, weil diese Prozesse, mit denen wir da die sind stark. ineinandergreifend und man kann da nicht einfach nur sagen, so ich schmeiß jetzt in diese Maschine ein anderes Papier und das wird schon alles wieder klappen. Das ist super kompliziert.
Rieke: Mhm. Aber es muss schon alles eingestellt sein, Ja, ja.
Thorsten: ich, wenn ich da mit den Kolleginnen und Kollegen, wir sitzen ja mit unserer Produktion in Bad Hersfeld, das ist in wenn man so auf die Deutschlandkarte guckt, ziemlich genau in der Mitte von Deutschland, da hat Libri nämlich auch ihren Logistikstandort und da sind wir jetzt mit der Produktion auch seit vier, fünf Jahren. ja, da komme ich dann manchmal auch so mit irgendwelchen Fragen oder Wünschen, die ich dann weiterreiche, quasi, warum können wir das nicht möglich machen? dann gucke ich mich auch immer mit etwas entgeisteten Augen an, weil es einfach sehr kompliziert ist.
Rieke: Mmh.
Thorsten: Aber wir arbeiten dran. Wir schauen, dass wir so was möglich machen wie halt so was wie einen Fahrkartenschnitt oder eine weitere Ausstattungsmöglichkeit. Also ein Thema, an dem wir auch schon länger arbeiten, ist zum Beispiel eine Broschur, eine Klartbroschur.
Rieke: Uuuuh! Ja...
Thorsten: Da nerven wir die Kollegen auch immer sehr viel da unten und hoffen, dass es dann auch bald möglich sein wird.
Rieke: Geil, wir halten die Augen offen. Das wär natürlich sau cool. Das ist, Da weiß ich auf jeden Fall von Kolleginnen, das sind so ... Ich glaub, als Self-Fabelschnittperson hat man so paar kleine Schritte, die man mal erreichen möchte. Ach, ich möchte mal einen Farbschnitt haben, eine Auflage drucken, eine Klappenbroschur haben. Ich glaub,
Thorsten: Hm.
Rieke: das wär natürlich sau cool. Na, also Leute, haltet die Augen offen.
Jana: Ich auch, das kommt gut an. Ich glaube dazu passt auch der Mythos, als Self-Publishende müssen wir alles selbst und alleine machen. Da
Thorsten: Mhm.
Jana: hat wahrscheinlich der Distributeur auch eine andere Meinung.
Rieke: Hahaha.
Thorsten: Es gibt ja auch wirklich welche, die dieses Begriff Self-Abschieblich sehr wörtlich nehmen und wirklich alles machen. Die organisieren sich auch eine eigene Auflage, legen die dann manchmal auch wirklich sprichwörtlich in die eigene Garage und machen den Versand Das kann man ist aber, man muss sich dann einfach nur bewusst sein, dass es mit unfassbar viel Aufwand verbunden ist.
Rieke: Mmh.
Thorsten: ist ja auch immer unser Standpunkt die Frage, okay, aber du möchtest doch eigentlich schreiben. Also das ist ja eigentlich das, was dich antreibt und nicht dich jetzt vielleicht noch die Logistik und dergleichen zu kümmern. der Hintergrund, warum manche Menschen das machen, ist auch hier nochmal der Kontrollaspekt und auch weil man dann sozusagen sagt, ich möchte für mich den einfach den perfektesten Weg finden.
Rieke: Mmh.
Thorsten: dass man da auch keinerlei Kompromisse manchmal vielleicht auch eingehen möchte, weil man natürlich, wenn man Kontrolle abgibt, ist immer eine Form von Kompromissen an der Stelle. Also von daher, das ist möglich. Ich würde es nicht empfehlen. Ich habe auch schon ganz oft so Gespräche geführt mit Leuten, die diese Erfahrung einmal gemacht haben und dann auch im Nachhinein sagen, nee, das war einfach Quatsch. Aber die Erfahrung muss jeder für sich vielleicht auch mal selbst machen. Der meint, das
Rieke: Ja, auf jeden Fall.
Thorsten: ist für mich der ideale Weg. Grundsätzlich würde ich sagen, macht das bitte nicht. Sucht euch da Hilfe, wo es für euch sinnvoll ist. Also A, im Bereich natürlich der Produktion und der Distribution. Also sucht euch da einen Partner, BOD oder jemand anderes, der zu euch gut passt. Also wo ihr auch ein gutes Gefühl habt, wo ihr sagt, die Kondition finde ich gut. Ich mag, weiß ich nicht, das was die machen, was die einem anbieten. Und darüber hinaus aber natürlich auch sucht euch dann Unterstützung rund die Entstehung des Buches. Also sei es in einer geringen Form, sage ich jetzt mal, Testlesende, die euch ein Text Feedback geben, wenn ihr euch beispielsweise kein Lektorat leisten könnt. Also ein Lektorat ist natürlich so die Premiumkategorie, aber es ist natürlich auch kostenintensiv. Lektorat oder Lektorin, Lektor ist kein geschützter Begriff, also das kann sich theoretisch jeder nennen. Von daher haben wir auch eine große Bandbreite an Menschen, die diesen Dienst anbieten. Also da muss man auch ein bisschen gucken. Da empfehle ich immer ein Probelektorat auf jeden Fall zu machen, zu schauen, passt das oder passt es nicht. Auch sowas wie ein Covergestaltung. Also viele Disziplatoren bieten entweder vorgefertigte an oder was wir auch beispielsweise haben. Wir haben so Pre-Made Cover. Die sind professionell erstellt, aber halt nicht für explizit das eigene Buch, sondern die sind halt so für gewisse Genre. Also wir haben dann für Crime, für Romance, für Fantasy. Das sind Unikate. Das heißt, ich kann mir da eins aussuchen, wenn ich das ausgesucht habe, dann ist es auch meins und dann ist es nicht nochmal irgendwo im Markt. Aber es ist jetzt natürlich nicht auf meine speziellen Wünsche hin entstanden. geht auch, das bieten wir beispielsweise auch an. Das gibt aber natürlich auch viele Grafiker und Grafikerinnen da draußen, die solche Services entsprechend anbieten. Wenn man nicht selbst gerade so ein Multitalent ist, also ich könnte es jetzt nicht, also ich bräuchte da wirklich jemanden, mir da das Buch gestaltet und das hört ja beim Cover nicht auf, das geht ja mit dem Buchblock wenn man vielleicht nochmal Illustrationen haben möchte, gerade wenn man ein Fantasy Buch beispielsweise hat. Also da wirklich Wo kann ich mir Hilfe holen, wo es notwendig ist? Wir versuchen immer möglichst viel Hilfe auch zur Selbsthilfe zu geben, Tipps zu vermitteln. Man kann da viel selbst machen, man kann auch viel Irgendwann ist man wahrscheinlich aber bei dem Punkt, dass man sagt, okay, jetzt wäre es ganz gut, wenn ich bisschen Entlastung an der einen oder anderen Stelle habe.
Rieke: Hmm.
Thorsten: Also von daher eigentlich auch immer so der Tipp gerade für Newcomer. Macht euch vorher schlau, über welchen Partner möchtet ihr gehen, mit der Buchveröffentlichung guckt, wo ihr euch vielleicht auch ein Netzwerk aufbauen könnt mit Leuten, die euch unterstützen können, sei es bei der Gestaltung, sei es beim Textfeedback, also wie gesagt, Testlesende als Und macht in Rahmen eurer Möglichkeiten das Buch so gut und so professionell wie möglich.
Rieke: Netzwerk ist vor allem ein sehr guter Punkt. da kann man auf jeden Fall die ... Die Info geben, dass ihr einfach ... habt ein paar ... Ihr gebt euch da ... Oder ihr gebt denjenigen, es wollen, ein paar Hilfestellungen an die Hand mit Coaching, mit Covervideos, Mac Lektorat. Ihr habt aber auch eine Blogseite, ne? Ihr habt ja auch einen Blog, wo man viele Infos auch über Self-Abdechang rausholen kann oder sich durchlesen kann. An der Stelle kann ich auch noch mal die Internetseite von Svenja Haupt empfehlen, Netzwerk selfpublishing.com. Da kann man auch Infos herbekommen, beziehungsweise sich vernetzen mit LektorInnen, mit Coverdesignern, mit Bloggern und ja, da gucken, wer passt zu einem, was kann ich geben, was kann ich nehmen. Also das finde ich eigentlich... Cool, ist ein guter Punkt. Netzwerk. Vernetzt euch mit Leuten. Bietet Sachen an. Nee, genau, genau.
Jana: Nehmt das nicht so wörtlich mit dem Self Publishing. Ja, man hat die ganze Verantwortung, man muss das alles entscheiden. Aber man darf sich schon da auch
Rieke: Man sch... Ja.
Jana: sein Team suchen und man darf sich da Unterstützung holen. man muss da nicht als Einzelkämpferin irgendwie unterwegs sein.
Rieke: Definitiv. Ja, vor allem kann man sich da ja auch
Thorsten: Das ist der Tatsache.
Rieke: gegenseitig auch unterstützen. Also nur weil ich mir jetzt Hilfe hole von oder weil ich mir jetzt eine Cover Design in der Person hole. Das ist ja auch die Cover Designerin oder der Cover Designer postet dann wahrscheinlich auch so Hey, guck mal, by the way, dieses Buch hab ich gemacht. Und das wird dann der Audience, wollte ich schon sagen, der Babi dann ausgespielt. Und dann sehen diese Leute, ach, geiles Cover, da gucke ich noch mal rein. Also dieses Vernetzen, das hilft ja auch wirklich auch in alle Richtungen. Bestenfalls ... Ja.
Thorsten: Da ist die Community auch wirklich sehr offen. es ist auch wirklich schön. Das ist jetzt nicht so, ich hocke hier auf mein angesammelten Wissen und ich teile es nicht, sondern das funktioniert einem wirklich wunderbar. Und da sind auch so was wie die Buchmessen auch eine tolle Anlaufstelle, Menschen kennenzulernen. Autorinnen oder halt auch die drum herum und auch da bieten wir viele Veranstaltungen beispielsweise, wo es dann viel das Thema Hilfe zu Selbsthilfe gibt, Tipps zum Vermarkten, also gerade Marketing ist ja auch so ein riesiges weites Feld, also das Schreiben ist
Rieke: Auch wichtig,
Thorsten: das eine und dann das Buch zu vermarkten und richtig zu vermarkten, das ist ja auch nochmal ein wichtiger Schritt, einfach für mehr Sichtbarkeit des Buches dann zu sorgen und das ist auch etwas, was Auch hier in den letzten Jahren haben Autoren und Autoren im Self-Obschränkter viel vorgemacht, was man da alles wirklich gut machen kann. Und die Budget, die Marketing-Budgets in den Verlagen, die werden jetzt auch nicht größer. Im Gegenteil, die werden eher kleiner in den letzten Jahren.
Rieke: Hmm.
Thorsten: Und sie sind fokussierter. Nur weil ich jetzt mein Buch im Verlag habe, entbindet mich das nicht von der Verpflichtung, Werbung zu machen.
Rieke: Gar kein Fall. Auf gar keinen Fall, nein.
Thorsten: Und da versuchen wir auch viele Hilfestellungen zu geben, also wie... Gehe ich das ganze Thema Social Media an? Was kann ich darüber hinaus noch machen mit Anzeigen, Schaltungen online beispielsweise, mit meiner eigenen Website, mit Newslettern? Also da gibt es ja viele Möglichkeiten, die man nutzen kann. Man muss sich das idealerweise nur auch im Klaren sein. Also gerade wenn man den Anspruch hat, ich möchte mit meinem Buch möglichst viele Lesende erreichen, dann kommt man an dem ganzen großen Thema Buchvermarktung leider nicht vorbei.
Jana: Das ist auch eine Aussage, nimmt quasi schon... Vielleicht ist das der letzte Mythos, den wir noch bisschen besprechen können. Die nimmt da schon bisschen möglich vorweg. Eine Sache, die oft behauptet wird, ist, nach dem Schreiben ist eigentlich die gemacht.
Thorsten: Hmm.
Jana: Der Hauptteil ist dann geschafft.
Thorsten: Ja, müdes Lächeln von allen, die diese Erfahrung gemacht haben. Ja,
Rieke: Ja, vielleicht leichtes Säufzen auch.
Thorsten: Nee, leider nicht. Also ja, es kommt auch da. Es kommt natürlich darauf an, also welche Erwartungshaltung hat man? Also wenn man sich sagt, mir geht es jetzt wirklich, mir ging es nur darum, das Buch ist jetzt da. dann ist es natürlich vollkommen okay. Dann stimmt dieser Spruch. Aber für alle anderen, die halt wirklich Sichtbarkeit ringen. für die fängt die Arbeit. Auch das ist erstmal schon mal eine wichtige Kenntnis für viele. Marketing beginnt nicht erst dann, wenn das Buch schon da ist, sondern Marketing beginnt schon viel, viel früher.
Rieke: Yes. Yes.
Thorsten: Idealerweise verbindet sich das beides. Schon im Schreibprozess nutze ich die Buchvermarktung und mache schon mal neugierig auf das, was da kommen wird, indem ich halt ein bisschen so einen Blick hinter die Kulissen werfen lasse, mein Zielpublikum schon mal mitnehme. meine eigenen Newsletter informiere, über Social Media, darüber schon mal die Werbetrommelröhre an der Stelle. Das ist halt etwas, was muss sich viele Gedanken im Vorfeld schon machen. Das beginnt auch manchmal schon mit banalen Frage, für wen schreibe ich dieses Buch eigentlich? Da kommen auch schon manche so bisschen in Strauchhöln. Eine Antwort, die dann häufig gegeben wird, ist so, ja für alle. Das funktioniert ja.
Rieke: Das ist, glaub ich, die falscheste Antwort, man geben kann, leider,
Jana: Sehr hoffnungsvoll.
Thorsten: Das wünscht man natürlich auch hier wieder jedem Buch und es gibt ja auch Welterfolge, da trifft es zu. da hast du eine Bandbreite an Lesenden von wirklich zwölf bis 80 oder so. Aber das ist ja die Ausnahme und das ist ja auch diese Bücher, die diesen Erfolg haben, sind für ein gewisses Zielpublikum geschrieben. Das halt dann vielleicht eher zwölf bis 16 ist. Und das hilft mir auch als Autorin, als Autor in dem Moment, wo ich jetzt ziemlich genau weiß, für wen schreibe ich eigentlich, welche Leserinnen, welchen Leser habe ich vorm inneren Auge. Weil dadurch kann ich unglaublich viel ableiten. Also ich kann natürlich die Gestaltung meines Buches auf diese Leserzielgruppe anpassen. Ich kann den Schreibstil an diese Leserzielgruppe anpassen. kann... Ich weiß idealerweise dann auch, wo sich diese Lesenden aufhalten. Also welche Social Media Plattformen. nutzen diese Lesenden, sind die eher auf TikTok unterwegs oder sind die auf Instagram unterwegs oder wo auch immer oder und kann da für mich das Leben auch natürlich leichter machen, indem ich mich dann auf solche Kanäle fokussiere, bevor ich jetzt irgendwie sage, ich bin überall unterwegs und versuche Über-Sichtbarkeit zu erzielen. Das ist ja auch einfach Zeit, die ich da investieren muss und das hilft schon mal viel, sich diese Frage zu gegenwärtigen und dann darauf seine Planungen auszurichten.
Rieke: auf Fall ganz, ganz wichtiger Punkt. Dieses vor dem Veröffentlichen schon Marketing machen, schon mal die Leute hypen. Hey Leute, da kommt was richtig Geiles auf euch zu. Und dann danach auch vor allem weitermachen. Dieses Stichwort Long Seller statt Best Seller, einfach so viele Leute wie möglich in so langer Zeit wie möglich abzuholen. Ja, sichtbar sein. Das ist vor allem das Ding, dass ihr den Leuten immer wieder eure Visage unter die Nase schiebt. Wollt schon sagen. Aber
Thorsten: Hehehehehe
Rieke: ne, dass man sich zeigt. wenn man dann zum Beispiel auf Messen ist oder wenn man irgendwo auftaucht, ich hab das in letzter Zeit, ich hab das viel gemerkt durch Free Speed Disaster, was ich im Juli rausgebracht hab, auch über BOD. hab ich einfach wirklich zwei Monate vorher angefangen zu sagen, ich hype dieses Buch übelst. Ich hoffe, ihr hyped es auch. Ich hab dann einfach in letzten Messe, die wir im Darmstadt hatten jetzt im September, hab ich
Thorsten: Mhm.
Rieke: öfter gehört, ach, das hab ich schon gesehen. Und genau das will man. Genau das will man, dass Leute auf einen zukommen und denken, ich hab keine Ahnung, wer du bist, aber das Buch hab ich schon mal gesehen. Oder umgekehrt, ist auch fein. Aber dass man schon mal so, ne, also,
Jana: Hehehehehe
Rieke: habt im Gedanken, dass man, ja, sich sichtbar machen sollte auch die ganze Zeit. Und es ist anstrengend, aber da macht halt einfach immer das bare minimum aber die ganze Zeit. Und das ist ja die ganze Zeit... sichtbar seid, dass ihr die ganze Zeit da seid und nicht vergesst, dass dieses Buch, das ihr geschrieben habt, geil ist und es die anderen Leute wahrscheinlich auch geil finden und ihr ihnen das einfach nur mal klarmachen müsst, dass ihr das geil finden werdet.
Jana: Rike ist selber noch ganz hyped.
Thorsten: Ja, das ist ja auch was, was dann überspringt. Also wenn man diese Begeisterung
Rieke: Ja, muss man.
Thorsten: auch transportieren kann, sei
Rieke: Genau.
Thorsten: es jetzt bei Social Media beispielsweise. ja, es hilft auf jeden Fall, sich mal so einen grundlegenden Plan auch zu machen, also so eine gewisse Strategie zurechtlegen. Also natürlich gibt es Phasen, wo dann einfach mehr gemacht werden muss, idealerweise,
Rieke: klar.
Thorsten: also rund die Veröffentlichung im Vorfeld davon. Und dann... muss man sich dann auch wieder so Leuchtturmaßnahmen dann überlegen, sind es verschiedene Messen oder Kooperationen, in man eingehen kann, einfach entsprechend nochmal so dem Buch einen Push zu geben. Und das ist ja auch wirklich das Gute, auch wenn ich jetzt für ein aktuelles Buch das mache, indirekt mache ich es dann immer auch für alle anderen Bücher, die ich vielleicht auch schon veröffentlicht habe, gleich mit, weil die dann idealerweise auch davon dann gleich mit profitieren, weil Lesende,
Rieke: Hm.
Thorsten: die mich dann entdecken, die wollen in der Regel ja dann auch gleich mehr von mir lesen. Also das ist...
Rieke: Hoffentlich,
Thorsten: Genau. Aber das ist halt auch wirklich etwas, das muss man einfach mit wissen, das gehört zur Wahrheit des Autoren in Daseins dazu. Und das ist aber vollkommen unabhängig davon, welchem Weg der Veröffentlichung ich wähle. das, wie gesagt,
Rieke: Mmh.
Thorsten: auch wenn ich jetzt beim Verlag und jetzt nicht gerade Sebastian Fittsig heiße oder wie noch immer, einfach einen bekannten Autorin oder Caroline Wahl. Aber selbst die, die ist ja ständig unterwegs.
Rieke: Sebastian Fietzek ja auch, ja.
Thorsten: Genau. das ist einfach so dieses, ich sitze in meinem stillen Kämmerlein und schreibe ein Buch und der Rest findet dann außerhalb ohne mich statt. Das ist ja auch so nicht. Also das muss man einfach von Anfang an eigentlich wissen, aber das wissen ja auch die meisten.
Jana: Ich denke auch. Ein
Rieke: Spätestens jetzt.
Jana: Haar, genau. glaube, ein Traum, auch hier viele haben, was so Thema Sichtbarkeit angeht, ist einmal auf einer großen Buchmesse auch vertreten zu sein. jetzt haben wir ja die Frankfurter Buchmesse ganz kurz vor uns. Das ist in ein paar Wochen. Und ihr seid auch wieder mit einem eigenen Stand am Start. bei euch gibt es auch die Möglichkeit für AutorInnen, ihre Bücher bei euch am Stand. ja, sichtbar zu machen.
Thorsten: Genau, sind wieder in Frankfurt. und hin auf den beiden großen Buchmessen in Deutschland, in Frankfurt und in Leipzig regelmäßig vertreten. Wir sind auch in den Ländern, also in Schweden beispielsweise, sind wir dann
Rieke: Yay!
Thorsten: auch auf den Buchmessen. Und da fällt dann unser Team hin aus Schweden. ja, wir sind da mit einem eigenen Stand und wir versuchen auch immer, eine große Bandbreite an Büchern dort zu präsentieren von unseren Autoren und Autoren. nicht nur die aktuell sehr präsenten Bücher wie jetzt Newodal beispielsweise, natürlich nehmen die großen Raum ein, das ist ja auch okay, weil gerade auch das Lesepublikum dieser Bücher viel auf dem Buch messen ist. Aber wir versuchen auch schon wirklich eine Bandbreite einfach deutlich zu machen, weil es gibt ja auch viele interessiertes Publikum, was sich selbst vielleicht mit dem Gedanken auseinandersetzt. Ich möchte vielleicht mal ein Buch schreiben und dann möchten wir gerne zeigen, was alles möglich ist, was alles Tolles entstehen kann. Und die Bücher, die wir da zeigen, wir haben so ein, das kann man auf der einen Seite buchen, wenn man das möchte. Wir schauen aber natürlich auch immer so in die aktuellen Veröffentlichungen bei uns rein und gucken, welche spannenden Bücher können wir denn mitnehmen. Das ist ein harter Auswahlprozess, weil am Ende
Rieke: Das glaube ich.
Thorsten: würden wir auch viel mehr Bücher sehr gerne dort präsentieren. Wir sind aber natürlich irgendwo begrenzt, was die Fläche des Standes irgendwo betrifft. Aber deshalb versuchen wir auch natürlich auch auf anderen Veranstaltungen unterwegs zu sein. Also wir waren jetzt zuletzt beispielsweise auf dem Luvanova Bookfest
Rieke: Hmm.
Thorsten: und haben da auch ein paar Bücher präsentiert. Da ging es aber insbesondere darum, Schreiben und Veröffentlichen im Self-Hubschritten zu präsentieren. Da waren wir mit verschiedenen Autoren. Christina Rehn war beispielsweise dabei und Romy Schneider als Lektorin. Da haben wir einen Talk gemacht. Lisa F. Olsen war da. Also das versuchen wir dann auch immer auf solchen Bookfests oder kleineren Messen. Du hast jetzt Darmstadt angesprochen, da waren wir jetzt leider Wir sind aber zum Beispiel auch in Österreich auf der Buchwien dann häufiger und es gibt ja mittlerweile auch ganz viele von diesen regionalen Messen, wie halt in Darmstadt zuletzt. Stuttgart, Buch Berlin in Berlin ist ja schon recht groß. Aber... Das ist ja auch eine spannende Entwicklung zuletzt tatsächlich, dass diese kleinen Verkaufsmessen auch gerade für die Autoren und Autoren mega spannend sind, weil die wirklich einen starken Zulauf haben und in der Regel da wirklich mal eine tolle Möglichkeit hat, sich wieder zu vernetzen mit anderen und gleichzeitig ein neues Lesepublikum anzusprechen. Also das ist wirklich eine spannende Veranstaltung. Wir versuchen möglichst breit vertreten zu sein. Wir können nicht immer mit dem Stand. vertreten sein, sondern häufig sind wir dann halt mit Kolleginnen und Kollegen vor Ort, die Gespräche führen, ansprechbar sind. Das sagen wir auch immer über Social Media beispielsweise. Da waren wir auch jetzt auf dem Book Bash bei Berlin. Da
Rieke: stimmt, das hab ich gesehen, ja.
Thorsten: waren zwei Kolleginnen von uns unterwegs genau, also von daher freuen wir uns auch wieder schon sehr auf die Frankfurter Buchmesse. Wir haben da ja auch wieder ganz viele Veranstaltungen, die wir auf Bühnen mit den Autoren und Autoren machen, aber auch bei uns am Stand. Also wer uns gern besuchen kommen möchte, kommt sehr gern vorbei. Wir sind in der Halle 3.0. Da sind wir eigentlich immer in den letzten Jahren gewesen und die Standnummer ist die D34. Und ja, da sind wir natürlich auch immer ansprechbar, wenn ihr Fragen Ich werde auch irgendwo rumturnen, wenn ich keine Termine habe. Also von daher freuen wir uns auf euch.
Rieke: Ja, das kann man vielleicht hier noch mal als große Einlagen sagen, Leute. Kommt vorbei, wenn ihr Fragen habt, ihr überlegt, War B.O.D. zu veröffentlichen oder generell Self-Publishing. Das wollt ich auch sagen, wenn ihr guten Kaffee haben wollt. Ihr habt Marista da, ne?
Jana: Wenn ihr guten Kaffee wollt.
Thorsten: Hahaha. Genau.
Rieke: Genau, kommt da auf jeden Fall vorbei. Noch mal kurz zu den Büchern, die ihr ausstellt. Wie kann man sich da bewerben? Kann man sich noch für die Frankfurter Buchmesse bewerben? Oder ist jetzt schon der Slot für Leipzig offen für diejenigen, die jetzt hier interessiert sind vielleicht? Wie ist das bei euch?
Thorsten: Genau, also für Frankfurt ist das jetzt, da ist das Slot sozusagen schon zu, weil wir die Bücher ja dann auch im Vorfeld produzieren und dorthin liefern müssen. Das läuft jetzt alles gerade aktuell. Wenn jetzt mal wieder, wenn uns ein spannender Titel jetzt irgendwo noch auffällt, dann versuchen wir auch noch mal schnell zu reagieren und davon ein paar Exemplare dann entsprechend mitzunehmen. Für Leipzig wird sich, ich glaube, weiß gar nicht, ist es schon möglich, sich da anzumelden? Doch, ich glaube, man kann sich sogar schon
Rieke: Ja, ich glaube schon.
Thorsten: anmelden, genau. Das überschneidet sich dann manchmal eine Zeit lang und da gucken wir halt auch. Das ist auch so ein Prozess, da gucken die Kolleginnen und dann drauf. Ist das auch etwas, was passt für eine Buchmesse?
Rieke: Hmm.
Thorsten: Wir haben da so einen gewissen Kuratierungsprozess, der dahinter einfach auch dann so einen Erwartungsmenschen manchmal vielleicht auch zu begegnen. was jetzt so eine Buchmesse bringt. da darf man, glaube ich, also es ist ein schönes Erlebnis und das ist so bisschen wie dieses Erlebnis, so das allererste Mal sein eigenes Buch in den Händen zu halten, das ist ja auch unfassbar.
Rieke: Mmh.
Thorsten: Also wird mir geschildert, ich habe es noch nicht erleben dürfen.
Rieke: Ich kann es empfehlen, ja.
Jana: Hahaha.
Thorsten: Und eine Messe ist natürlich immer ein tolles Highlight, wenn man sagen kann, so mein Buch ist auf der Für jetzt so generell das Thema Sichtbarkeit oder Marketing ist das ein Baustein unter vielen. glaube, da muss man auch so bisschen dann drauf gucken. Und langfristig ist es wahrscheinlich besser, erst mal auf diesen kleinen Regionaleren unterwegs zu sein als in Frankfurt oder in Leipzig.
Rieke: Hm.
Thorsten: Das ist natürlich einfach riesig da. Und da kann man auch schnell mal untergehen. Was ich jetzt beobachte, ist, dass auch immer mehr Autoren und Autoren mit eigenen Ständen vertreten sind. Leipzig war da schon immer sehr weit und hat das früh angeboten. Mittlerweile macht Frankfurt das auch. Auch da wäre jetzt meine Empfehlung tatsächlich, fangt vielleicht erstmal bei den kleinen Regionalen ansammelte Erfahrung, bevor ihr sagt, ich leiste mir einen Stand auf der Frankfurter Buchmesse, weil das auch tatsächlich mit einem gewissen finanziellen Engagement
Rieke: Hmm.
Thorsten: zusammengeht. nichtsdestotrotz würde ich sagen, vor allem unter den Aspekten des Netzwerkes, mega spannend. das ist jemanden, gerade wenn man vielleicht noch nicht fertig veröffentlicht hat, sondern noch im Entstehungsprozess ist, aber auch wenn man mit seinem ersten Buch unterwegs ist, kommt da vorbei und da gibt es so viele Möglichkeiten sich zu vernetzen. Wir haben auch einen Laden zum Get Together ein auf der Buchmesse jetzt auch in Frankfurt. ist, jetzt muss ich gucken, nicht dass ich was Falsches sage und Ärger bekomme von unserer Eventmanagerin. Ich meine, das ist am Freitag? Ja, am Freitag 17 Uhr.
Rieke: Kommt rum.
Thorsten: Am Messefreitag kommt da gern vorbei. Aber auch so ist eine Messe immer super, sich kennenzulernen, sich zu vernetzen, neue Leute kennenzulernen. Das kann ich nur empfehlen.
Jana: Ich glaube, Hinweis, wir noch geben können für Self-Publishende, die gerne ihr Buch auf der Messe mal besuchen wollen und sich noch keinen eigenen Stand leisten wollen, ist der Self-Publishing-Verband. Da kann man auf jeden Fall sein Buch hinschicken und dann wird es ausgestellt und so weit. Ich weiß, am Ende der Messe dann verschenkt. Also man kriegt es nicht zurück, aber es steht am Stand und man kann es auf der Messe besuchen und Leute können es da sehen. Es zumindest
Rieke: in die Hand nehmen können.
Jana: eine kostengünstige Alternative vielleicht.
Thorsten: Mitlieder des Verbandes ist das dann genau.
Jana: Genau. Stimmt, man muss Mitglied sein.
Rieke: Ja, ja, ja.
Thorsten: Aber auch das kann man natürlich auch wunderbar auf einer Messe machen, wenn man noch nicht Mitglied ist. Man kann da hingehen zum Stand von den Kollegen vom Selfpub-Schafferband und einfach mal sich kennenlernen und erfahren, was machen die alles und den Stand da mal kennenlernen und ja, auch andere Autoren. Also da trifft man auf jeden Fall immer ganz viele Autoren und
Jana: bloggende und nette Buchmenschen, das ist einfach tatsächlich,
Thorsten: Und bloggen.
Jana: egal welche Messe, immer, ja, immer echt schön mit den Begegnungen, das stimmt voll.
Rieke: Ja, das ist tatsächlich, glaube ich, auch einer der wenigen Möglichkeiten der Self-Admissioner. Also den Self-Admission-Verband auf der Messe, dann ihr, ich weiß jetzt nicht, ob es noch einen anderen Distributor gibt. Distributeur? Distributor? Ich weiß nie, ob man es ausspricht. Ja, deswegen, da hatten wir auch im Vorgespräch, Jana und ich, als wir gestern einfach mal bisschen geschnackt haben, privat. auch schon so gesagt, es wäre tatsächlich ein Wunsch, das Selfpublishing auch auf den größeren Messen sichtbarer zu machen, weil es ja durchaus einen größeren Teil mittlerweile auch vom Buchmarkt schon einnimmt, einfach auch zu zeigen, wie gleich das Niveau ist, wie gleich die Qualität ist und wie gleichwertig auch die Bücher einfach sind. Und dass man das einfach vielleicht auch sowohl in den Buchhandlungen als auch auf dem Messen einfach mehr vertreten könnte oder vielleicht einfach ein bisschen, ja, ähm, weiß ich nicht, schöner darstellen würde ich jetzt schon sagen, aber einfach, ähm, ne, also einfach, ähm, abbe-, genau, das, äh,
Thorsten: Hehehehehe!
Jana: Abbilden, abbilden könnte.
Rieke: das wäre auf jeden Fall nochmal ein großer Wunsch, dass man da einfach nochmal da vielleicht auch ein bisschen gegen dieses Vorurteil, das ja immer noch herrscht, dass Self-Publishing weniger Qualität hätte. Ich glaube, das würde da wirklich viel. wir helfen, das Ganze einfach noch mal dem auf dasselbe Niveau zu heben.
Jana: Jetzt müssen wir einfach allen empfehlen, beim Stand von Biodi vorbei zu gehen. Da sind die schönen SB-Bücher.
Rieke: Kommt rum. Sag vielleicht dien. Yes.
Thorsten: Also tatsächlich gab es ja auch mal vor zehn Jahren eine Self-Hubschritte-Area auf der Frankfurter Buchmesse beispielsweise, wo explizit das Thema präsentiert wurde, wo man auch versucht hatte, Distributoren beispielsweise an einem Ort zu Und die Frankfurter Buchmesse würde jetzt argumentieren, dass Self-Hubschritten jetzt bisschen Opfer des eigenen Erfolges wurde. dadurch, dass es jetzt sowas nicht mehr gibt, auch so bisschen das Zeichen dafür, dass es angekommen ist natürlich auch im Markt. dass es jetzt halt
Rieke: Okay.
Thorsten: nicht mehr dieses Besondere des Neuen hat, sondern es hat sich etabliert. Die Bücher stehen selbstbewusst jetzt neben den Verlagstiteln. dieses, ich glaube, da muss man auch selbst immer so bisschen das eigene Korrektiv dann auch manchmal sein. So dieses, dieses, dieses. überkommene Mythos, dass Self-Hubschritten nur das oder ist nur Ich glaube, da werden wir von anderen schon wieder ganz anders gesehen. Also wie gesagt, von den Messen her, die sehen jetzt das Thema Self-Hubschritten ganz selbstverständlich als, also da findet eigentlich von der Organisation beispielsweise ja kein Unterschied statt. Also das heißt sicher auch, dass viele Autoren haben ja quasi dann die Möglichkeit auch Stände zu mieten. Also gerade Leipzig, wie gesagt, ist da sehr weit vorne und hat das schon sehr frühzeitig auch angeboten. Und wir glülieren uns da auch viel selbstverständlich ein. ist, glaube ich, immer... Am Ende ist es ja auch so, eine Leserin oder ein Leser ist es in der Regel ja auch egal, wie das Buch entstanden ist. Das ist ja meistens der zweite oder dritte Blick erst beim Buch, welcher Verlag steckt dahinter. Sondern es geht ja wirklich immer erst im Ersten Linie darum, begeistert mich der Inhalt. Wer empfiehlt mir das Buch und wer brennt dafür? Und dann ist es eigentlich irrelevant, ob das Buch jetzt im Self-Abschwing entstanden ist oder beim Verlag. Und die Entwicklung geht ja auch dahin, dass diese Grenzen immer mehr verschwimmen. Und das hat sich in den letzten Jahren schon so dahinbegeben. jetzt, wir haben jetzt schon diesen Begriff der hybriden Autorinnen und Autoren schon. mal gebracht. Das sind ja genau diese Autoren, die halt in beiden Welten zu Hause sind und wie selbstverständlich die Rolle wechseln von der Verlagsautorin zur Self-Abbascherin. auch Verlage sind da ja viel offener mittlerweile und viele Verlage haben ja auch eigene Plattformen letztendlich, die auch gerade so für neue Talente gedacht sind, die sich da erstmal dann auch entsprechend beweisen können und ihre Bücher. Also da tut sich unglaublich viel. Manche, klar, gibt manchmal noch auch statt in dem Buchhandel vielleicht Berührungsängste an der einen oder anderen Stelle, aber da hat sich wirklich in letzten Jahren unfassbar viel getan.
Jana: Ich finde, ist eigentlich ein schönes Schlusswort, dass wir sagen, dass es den Lesenden eigentlich nicht so wichtig ist und dass es auf den Inhalt ankommt. Und klar gibt es immer noch ein bisschen Spielraum, aber ich finde, das ist eigentlich ein schöner Fokus für das Ende dieses Gesprächs.
Rieke: Schön gesagt. Ja. Dann würde ich sagen, ähm, dann lassen wir es hier so langsam mal auslaufen. Vielen, vielen Dank, Thorsten, für deine Zeit, dass du hier mit uns geschnackt hast. Ähm, Leute, falls ihr auf der Frankfurter Buchmesse seid, kommt gerne zu BOD, holt euch einen Kaffee ab. Habt ihr Hafermilch? Habt ihr auch vegane Möglichkeiten? So, Leute, habt ihr keine ...
Thorsten: Ja, haben wir auch. Schon länger.
Jana: So.
Rieke: Keine Ausrede mehr, es gibt auch vegane Möglichkeiten. Es gibt coole Bücher. Sagt Hallo zu Thorsten.
Jana: Sagt Hallo zu Torsten. Halle
Thorsten: Hahaha
Jana: 3.0 stand D34.
Rieke: Genau. Falls ihr nicht in Frankfurt seid, ihr werdet auch oder BOD wird auch in Leipzig sein. Seid ihr in Stuttgart?
Thorsten: In Stuttgart sind wir nicht genau. ich
Rieke: Tata.
Thorsten: ja, das ist aber tatsächlich auch von Hamburg. Also wir hatten. Also es waren Kollegen.
Jana: Ist auch sehr südlich, ja.
Rieke: Das ist sau. Also, ich komme aus Schweden nach Stuttgart. habt keinen ... Spaß. Spaß, ich versteh das. Das ist sau weit weg.
Thorsten: Also zuletzt waren ein paar Kolleginnen da, die haben halt ewig gebraucht, bis sie da waren. Das ist ja auch mal so
Rieke: Ich glaub'
Thorsten: ein Steilvorlage, jetzt über die Deutsche Bahn noch mal ein bisschen. Herzlichen Dank.
Rieke: Nein, wir hatten so ein schönes, positives, letztes Wort. Wir kennen jetzt hier nicht die deutschen Machern. weg, Dissen.
Thorsten: Nein, also wir versuchen möglichst viel unterwegs zu sein. können es leider nicht immer möglich machen, ja, sind auf jeden Fall
Rieke: Ja, Okay, aber Frankfurt und Leipzig.
Thorsten: Frankfurt Leipzig sind wir auf jeden Fall da und wir sind natürlich auch immer ansprechbar über unsere Social Media Kanäle beispielsweise. Und ja, auch über unseren Kundenservice, wenn ihr mal inhaltliche Fragen habt, dergleich mehr. Also das nutzt gerne. Darüber hinaus. folgt uns gerne auf unseren Social Media Kanälen, seht ihr dann auch, wo wir dann demnächst wieder aufschlagen werden. Also von daher, wir versuchen auch schon immer wirklich viel ansprachbar zu sein, weil uns einfach auch diese Begegnungen so viel selbst zurückgeben, weil es immer wieder spannend ist. Wir erfahren da auch immer wieder vieles neu und ich finde es immer ein unglaublich positiver, angenehmer Austausch.
Rieke: Ja, cool. Dann würde ich sagen, Leute, geht rüber zu Social Media. Wir haben da letztes Mal draufgeguckt, sehr cooler Social Media-Account auch. Sehr dynamisch mit sehr vielen Infos. Man lernt das Team kennen. Ja, Thorsten, vielen Dank für diese coole Folge, für deine Und ansonsten danke, Jana, auch, dass du hier warst.
Jana: Danke, Rike. Schön, dass wir in unserem Podcast zugegen waren.
Rieke: Danke an alle Zuhörenden, jetzt hier zugehört haben. Und dann würde ich sagen, hören wir uns genau in zwei Wochen wieder. Macht's gut. Tschüss.
Jana: Ja, dann hören wir uns in zwei Wochen. Schön. Ciao!
Thorsten: Tschüss!